August Sonnenfisch

SOL INVICTUS - unbesiegt der Sonnengott



 

Sol Invictus -
unbesiegt der Sonnengott

 


Erster Weihnachtstag:
endlich breitet
sich Stille in
dieser großen Stadt!

Nur Schneefall, Nebel und sanfte
Lichterketten
im dunklen Abend
schon bald.


*
Die zweite der dreizehn
HEILIGEN NÄCHTE
der Christen begann.
URNÄCHTE zwischen den Jahren.
 RAUHNÄCHTE für die
alten Germanen
nach der Jahresmitternacht:
dem Sonnenstillstand
im Tal der Finsternis.

Abgrundtiefe Nächte
in allmählich
aufs Neue sich längenden Tagen:
Ewigkeitsnächte
zwischen
Heiligabend
und Epiphanias:
dem Fest der physischen Erscheinung
eines Giganten auf Erden.


*
Stille
sich breitet
in dieser großen Stadt!
 Nur Schneefall,
Nebel und sanfte
Lichterketten
im finsteren
Abend
schon bald.







(c) August Sonnenfisch: Berlin-Wilmersdorf
25. Dezember 1993 ff

Sonnenaufgang (*) und Sonnenuntergang (+) in Berlin:
  (*) 8:16 Uhr ...... (+) 15:56 Uhr 
- ergo 15 Stunden und 40 Minuten winterlicher Nacht.

 

Kaiser Aurelian (214-275 ... Kaiser 270-275)
besiegte 272 nach Christus
bei Emesa das Heer

der Herrscherin Zenobia von Palmyra in Syrien
und begab sich dann in den dortigen Tempel,
um für die Hilfe in der Schlacht zu danken.
Zwei Jahre später errichtete er in Rom dem Sol Invictus einen Tempel,
erhob ihn zum Schutzherrn des ganzen Reichs
und richtete für ihn einen Staatskult ein.
Der Tempel wurde wohl am 25. Dezember 274 eingeweiht,
dem Geburtstag des Invictus (dies natalis Invicti),
der als Datum der Wintersonnenwende galt.
Der 25. Dezember,
der wohl schon früher für die Sonnenanbeter ein heiliger Tag war,
wurde zum staatlichen Festtag des Sonnengottes.

 

 

Es sind zwölf plus eins HEILIGE NÄCHTE
zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar
(dem Epiphaniasfest der Christusgeburt in der Jordantaufe):
jede der 12 ersten dieser 13 heiligen Nächte spiegelt
eine der 12 Tierkreisqualitäten wider,
in rückläufiger Reihenfolge, begonnen in der 1. Nacht:
der Nacht des Heiligen Abends, bei den Fischen,
fortfahrend in der 2. Nacht mit dem Wassermann,
... in der achten, der Neujahrsnacht,
ist dann der Löwe dran -
und der Zyklus der Zwölf endet beim Widder.
Diese 12-tägige Zeit "zwischen den Jahren"
unter der Regentschaft der Nacht
ist eine Verdichtung des Jahreslaufes.
Die 13. der heiligen Nächte: die Nacht zum Epiphaniasfest,
ist dann die Nacht des Christus,
der geistigen Sonne des Kosmos.
In dieser Nacht steht die Erde dem Tagesgestirn am nächsten.
August Sonnenfisch, Anmerkung zum Gedicht

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