Gerrit Aust

Ostern 2003

Es war kein schöner Tod.
Langsam erstickt.
Langsam.

Wenn auch schneller als erwartet.

Denn Deine Beine mussten sie Dir nicht brechen

Warum dieser Tod?
Aus Liebe zu uns Menschen.
Aus Liebe.

Um uns zu befreien.
Freiheit für uns Menschen.
Freiheit.

Um uns Frieden zu geben.
Frieden für uns Menschen.
Frieden.

Und Deine Beine mussten sie nicht brechen.

Was blieb nach diesem Tod?
Erst haben sie Dich ermordet.
Dann andere.
In Deinem Namen!

Was war schlimmer für Dich?

Getötet werden?

oder

Dass man in Deinem Namen -
Dem Namen
Des Liebenden,
Des Erbarmenden,
Des Friedvollen -

Kriege führte,
Menschen schlachtete,
Menschen unterdrückte?

Was also blieb von deinem Tod?
Bilder.
Geschichten.
Eine Moral, der keiner folgt.

Und deine Beine haben sie Dir nicht gebrochen.

Was für ein schwacher Trost für einen umsonst gelittenen Tod.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.04.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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