Hans-Werner Kulinna

Bestie Mensch

 


Ob sich ein Täter wieder zeigt,
ist ungewiss im Sturm der Zeit.
Und jeder stellt die gleiche Frage:
Kommt er des Nachts oder am Tage?
 
Doch wenn ein Mensch die Fahne trägt
und Hass sein eig'nes Herz zersägt,
dann wird aus manchem Fahnentuch
ganz schnell ein blasses Leichentuch.

Selbst jedem Tier schlägt's auf den Magen,
das eig'ne Kleine wild zu schlagen.
Und so gesehen sag' ich dir,
wird mancher Mensch nicht mal zum Tier.

Zurück bleibt nur der Menschen Tod,
besonders Kinder leiden Not.
Die Häuser sind dem Boden gleich,
das Herz zerbricht, ob arm, ob reich.
 
Die Welt, sie rätselt, lamentiert,
es wird geforscht und diskutiert.
So mancher ruft zum schnellen Richter
und andre tragen Hassgesichter.
 
So wird an schwarzen Unglückstagen,
der Frieden aus der Welt getragen.
Erloschen sind die Weihnachtslichter,
der Mensch trägt vielerlei Gesichter.
 
Was ist es, was den Täter drängt,
wenn  Menschenblut die Straße tränkt.
Die Tat erscheint im Rampenlicht,
die Bestie Mensch trägt kein Gesicht.
 
Die Fratzen schreien johlend auf,
die Masse grölt im Siegerlauf.
Und ich schreib' Zeilen ohne Kraft,
die Zeitung titelt  "Grauenhaft".
 
So manches Herz wird früh verbrannt,
das ist den meisten längst bekannt.
So raubt der Mensch schon Kinderherzen
und taucht die halbe Welt in Schmerzen.
 
Wer Kleine auf die Straße schickt
und huldvoll dann nach oben blickt,
er redet sich den Sieg noch ein,
das Herz der Welt beginnt zu schrei'n.
 
Ein Täter lebt in jedem Land,
ist mittendrin oder am Rand.
Es geht in unsern Kopf nicht rein,
auf Knopfdruck will er Mörder sein.
 
© Hans - Werner Kulinna
 
 

 

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