Hans-Werner Kulinna

Nur mit mir

Ich bin jetzt ganz allein gewesen
und hatte Zeit für mich zu lesen.
 
Versunken ging ich seitenlang
durch einen tiefen Höhlengang.
 
Wenn Gut und Böse sich bekriegen,
am Schluss das Gute konnte siegen;
 
wenn Räuber, Hexen und Gespenster,
verdunkeln in der Nacht mein Fenster;
 
wenn Kinder jeden Fall schnell lösen,
Verbrecher sich in Luft auflösen;
 
wenn Große von Indianern lernen,
weil Stille Kraft gibt, nicht das Lärmen;
 
wenn jeder Mensch einmalig ist,
und seine Freunde nicht vergisst;
 
wenn du im Streit die Lösung weißt,
und niemand weint mehr - nicht mal leis';
 
wenn Menschen sich von Einsicht leiten,
am Ende um den Frieden streiten;
 
wenn Feinde sich recht bald vertragen,
und Große sich die Wahrheit sagen;
 
wenn Trauer steht in vielen Zeilen,
dann kann ich stundenlang verweilen;
 
wenn jemand Angst hat nächtelang
und sich fast weint um den Verstand;
 
wenn ich gar lache ohne Ende,
und Mutter klatscht laut in die Hände,
 
dann ruft sie deutlich mir entgegen,
ich soll mich endlich mal bewegen
 
und meine Hausaufgaben machen;
im Buch war's gerade so zum Lachen.
 
Dann spür ich es bei jedem Satz:
Ein Buch zu lesen - ist ein Schatz.
 
© Hans- Werner Kulinna
 
 
 

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Seit ihrer schlimmen Kindheit ist Kim davon überzeugt, dass es das Übersinnliches und Geister wirklich gibt. Als sie Pam kennenlernt, die kurz darauf in einem herunter gekommenen maroden Haus einzieht, nehmen die seltsamen Ereignisse ihren Lauf. Bei der ersten Besichtigung des alten Gemäuers überkommt Kim ein merkwürdiges Gefühl. Als sie dann noch eine scheinbar liegengelassene Fotografie in die Hand nimmt, durchzuckt sie eine Art Stromschlag, und augenblicklich erscheint eine unheildrohende Frau vor ihrem geistigen Auge. Sie will das Haus sofort verlassen und vorerst nicht wiederkommen. Doch noch kann Pam nicht nachempfinden, warum Kim diese ahnungsvollen Ängste in sich trägt, sie ist Heidin und besitzt keinen Glauben. Nachdem Kim das Tagebuch, der scheinbar verwirrten Hauseigentümerin findet und ließt, spürt sie tief in ihrem Inneren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Selbst nach mehreren seltsamen Unfällen am Haus will Pam ihre Warnungen nicht ernst nehmen. Erst nachdem ihr, als sie sich nachts allein im Haus befindet, eine unbekannte mysteriöse Frau erscheint, bekommt sie Panik und bittet Kim um Hilfe. Aber da ist es bereits zu spät.

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