August Sonnenfisch

An die Rose

 


An die Rose

O Rose, du Zierde meines
Hauses!


Wie berührt das Faszinosum
deiner Farben
mich und
meine Freunde!


Wie beseligt das Elysion
deiner Düfte
mich und
meine Aphrodite ! 


Und aus deinen
Staubblättern erschufest du
Kronenblatt um
Kronenblatt:
Rosenblumenblätter, die
deine Blüten
füllen
und formen

in dionysischer Pracht.

Mit spitzen Stacheln auf
festem Fuß

behauptest
und hälst du dich
in der Welt!


Und solang du ein Wildling, 
reihst du

dich ein
i
n die unendliche Kette
des Daseins:
beglückst du
die Welt
des Autumnus
mit glänzenden
Hagebutten i
n Rot, Gelb
oder Schwarz:
wundersame Schatz-
kästchen, die von
winzigen 
Nüssen erfüllt. 

*

O Rose: du sommerliche Tochter
von Himmel
und Erde!
Von der Sonne gekost
und geküsst,
vom Tau erquickt,
von den Wolken
getränkt, vom
Erdboden
gehalten und genährt!

Du Paradieseskind
meines
Gartens:
Ich
finde dich in mir!







(c)  August Sonnenfisch, 20. Juni 2007 ff


Botanischer Name: ROSA.
Gärtnerisch wird unterschieden zwischen
Wildrosen und Kulturrosen.
Die Rose wird seit der griechischen Antike
als "Königin der Blumen" bezeichnet.
Sie wird seit mehr als 2.000 Jahren als Zierpflanze gezüchtet.


Viele Kulturrosen-Arten sind halbgefüllt
oder vollgefüllt blühend.
D. h. ihre Staubblätter
sind teilweise oder allesamt
umgewandelt
in Blumenblätter.
Rosenfrüchte (Hagebutten) gibt es daher nur
bei solchen Rosen,
die Staubblätter aufweisen - 
mithin bei manchen halbgefüllten Rosen sowie bei den Wildrosen,
auch Heckenrosen genannt

................................................

Ihres Daseins unendliche Kette:
ein Bild aus Goethes
Gedicht "Grenzen der Menschheit".

.................................................

Zu Vorstehendem siehe auch das Sonnenfisch-Gedicht
"Die Rose".

 

OHNE WARUM

Die Ros' ist ohne Warum.
Sie blühet, weil sie blühet.
Sie acht't nicht ihrer selbst,
fragt nicht, ob man sie siehet.


(Angelus Silesius ("Schlesischer Bote" (1624-1677))
in "Cherubinischer Wandersmann"
(c) 1984 Philipp Reclam junior Stuttgart,
Buch 1, Nr. 289: "Ohne Warum")
August Sonnenfisch, Anmerkung zum Gedicht

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