Jens Schriwer

Treibleben

 
In trübem Wetter schwimmen ebensolche Gedanken
lenken mich stets von den unwichtigen Wichtigkeiten ab,
die mich ständig beschäftigen sollten und fern halten
von dem was für mich einmal Leben sein könnte.
Hier sitze ich und starre aus dem Fenster,
obwohl ich doch in meine Bücher starren sollte,
um endlich in meinen Kopf zu kriegen,
was andere für wichtig halten.
Dann wende ich meine Blicke weg vom Fenster
und lese ein paar Worte, die sofort wieder verschwinden
unbeachtet vorüberziehen und nie gelesen waren.
Meine Gedanken springen von einem zum anderen,
ohne Ziel, mal in Kunst versunken und mal im Nichts,
ein paar Noten Musik, ein Gedicht gelesen und nicht sofort vergessen,
Bilder angeschaut, die keinen Sinn ergeben.
Texte, die ich nicht verstehe, aber wirklich interessant,
ich lerne viel, sammle Wissen, versinke ohne weiter zu kommen.
Ich komme weiter, über meinen Horizont
kein Ehrgeiz treibt mich und der Erfolg bleibt aus.
Allein mit machen Freunden, dumm und allwissend,
philosophisch ohne Glauben, physisch ohne Bewegung,
psychisch ohne Schiff im Meer, will keine Insel sehen.
Blind, weil ich das Licht aussperre, höre ich die Welt,
wie sie atmet und wie sie lebt, will ich bei ihr sein.
So wird es immer weiter gehen, bis ich umfalle
und irgendwann muss ich stürzen, wenn mir der Boden
unter den Füßen plötzlich fehlt, weil ich zu weit gegangen bin
über den Rand zu vieler Klippen und diesmal keiner da,
der mich im letzten Moment auffängt.
Danke dir für jedes Mal! Jetzt bist du nicht mehr bei mir,
ich habe nicht erkannt, dass du mich liebst, war viel zu sehr
damit beschäftigt mir selbst beim Untergang zu zuschauen.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.02.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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