Klaus Dietrich

Die Frau in schwarz

Ganz allein steht sie am Abgrund,
nur der Wind weht ihr durch's Haar 
Sie trägt nur ein schwarzes Kleid
und war ihm noch nie so nah
 
Barfuß steht sie auf dem Felsen,
doch die Kälte spürt sie nicht
denn Gefühle geh'n verloren,
wenn ein Herz einmal zerbricht
 
Und ihr Blick er geht ins leere,
Meer und Sterne sieht sie nicht
Nur der helle Schein des Mondes,
fällt auf sie mit goldenen Licht
 
Dann hört sie die leise Stimme,
die der Wind sacht zu ihr weht
" Nie verlieren wirst du jene,
die du tief im Herzen trägst " 
 
Nebel legt sich über's Meer,
aus der Ferne klingt ein Lied
Sie erkennt die Melodie,
die sich jetzt im Nebel wiegt
 
Und sie sieht ihm dort im Nebel,
streckt die Arme nach ihm aus
Lässt sich fallen in die Nacht,
nur der Nebel fängt sie auf
 
Niemand sah sie jemals wieder,
niemand hat sie je vermisst
Niemand redet gern darüber,
was damals geschehen ist
 
Doch in manchen klaren Nächten,
wenn das Mondlicht golden scheint
Legt sich Nebel über's Meer
und die Frau in schwarz erscheint
 
Und sie singt das alte Lied,
von der Suche nach dem Glück
Denn zu dem was man so liebt,
kehrt man stets wieder zurück
 
Ruhlos irrt sie durch die Nächte,
Sehnsucht ist es was sie treibt
Denn so ganz geht man doch nie,
solang Hoffnung in uns bleibt 
 
 
 
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.04.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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