Lieber Wolfgang, also nicht aus dem Bauch heraus, sondern aus der Meditation! Und ähnlich wie aus dem Winter der Frühling hervorbricht, "schleicht als Botschaft sich ins Gedicht, was da liegt in tiefer Schicht". Und dann ringt Gunkel um die Form - wie Goethe es auch tat (sind sie verwandt?): an seinem "Faust" schrieb er ein ganzes liebes langes Leben lang! ... lieber Wolfgang: Dein Gedicht gefällt mir, weil es wahr ist und weil es schön ist: ein gelungenes Ringen um die Form von Inhalten aus "tiefen Schichten"! ... Ich danke Dir für diese Bekanntschaft mit Gunkel und grüße Dich herzlich: August.
Sonnenfisch11.04.2008
Lieber Wolfgang!
Dem Dichter, der es ernst meint, haftet etwas vom Prometheus an, finde ich, während ich dein Gedicht lese.
Der Poet schöpft aus dem Dunklen, hebt sein Werk ans Licht, und ist, beinah wie durch einen Bann an sein Geschöpf gefesselt, muss es immer aufs neue verbessern und in eine Form bringen, die vor seinem Auge bestehen kann.
Fluch und Gnade zugleich...
Entschuldige,ich hoffe, ich übertreibe nicht, aber dein schönes Poem hat mich halt ans Grübeln über den Schöpfungsgedanken in der Kunst gebracht!
Grüsse dich herzlich, ein schönes Wochenende! Heino.
hsues11.04.2008
Das gefällt mir sehr, lieber Wolfgang! Die Ideen enstehen bei Nacht oder im Halbschlaf, aber dann müssen sie in Form gebracht werden. Ja, stimmt genau!
Liebe Grüße von Anne-Marie
Anne-Marie Zuther11.04.2008