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Gudrun Zydek (23.09.2008):
Lieber August,
deine Kommentare sind mir immer wieder eine große Freude, gehst du doch wie kaum einer hier an ein Werk heran, denkst dich hinein, fühlst dich hinein, ziehst Parallelen und fragst, wo dir etwas unklar ist. ---
Ein gutes Gedicht hat wie ein Traum verschiedene Ebenen, es vermittelt Wahrheiten, die auf ihre Weise unterschiedlich sind - entsprechend dem Rang ihrer Ebene. Ein Spruch aus einem Gedicht von mir verdeutlicht das vielleicht:
"Ein jeder sieht dieselbe Wahrheit
mit seinem eignen Licht der Klarheit!"
c) Gudrun Zydek
In noch anderen Worten: Wovon ich nichts weiß, kann ich auch nicht wiederfinden. Deine Deutung meines Zeitgedichtes ist sehr wohl zutreffend, diese Ebene ist unbedingt darin enthalten. Aber sie hat noch eine weitere über sich. Und hier komme ich zu deinen beiden Fragen.
Zu (1):könnte "und gestern gleich der Zukunft meinen" entfallen? --- Nein, auf keinen Fall, lieber August, weil ich es explizit so meine. Es gibt die Zeit nicht wirklich, sie ist tatsächlich eine Illusion. Wenn das aber so ist, dann kann ich im Jetzt und Hier auch das Gestern und das Morgen verändern, weil alles gleichzeitig ist. Nur immer jetzt. Das beantwortet dir auch schon deine zweite Frage:
(2) ist in der drittletzten Zeile da wo "Schein" steht, "Sein" gemeint? --- Ich meine hier tatsächlich "Schein", obwohl das Wort "Sein" auf der anderen Ebene richtiger wäre.
Mein Gedicht ist ganz und gar nicht hypothetisch, sondern aus eigenem Erfühlen und sogar Erleben entstanden. Ich befand mich schon mehrmals in diesem Zustand des ewigen Jetzt, das erste Mal übrigens gleichzeitig mit einem anderen Menschen, der es auf seine Weise erlebte. Dieser Zustand wurde von weiteren Menschen beobachtet, die zwar etwas Ungewöhnliches wahrnahmen, aber nicht wussten, was es war. In so einem Zustand des ewigen Jetzt ist der Zeitpunkt immer richtig. Wann immer du in einem Musikstück deinen Einsatz hast z. B., spielt keine Rolle, du setzt ein und es passt. Es fühlt sich ein bisschen wie eine immer wiederkehrende Warteschleife an. Ich fühlte mich dabei wie in Watte gepackt und obwohl ich mir meiner Gegenwart im Raum körperlich bewusst war, war ich weit weg (hinter dem Vorhang, s. u.). Im ersten Moment wollte sich Panik ausbreiten, aber dann konnte ich ganz gut mit der Situation umgehen. Sie war sehr verwirrend, das schon, aber auch sehr aufschlussreich. Wir bekommen immer Fragen auf unsere Antworten, oft allerdings, wenn wir sie am wenigsten erwarten.
Auch den Schleier, von dem ich im Gedicht spreche, habe ich in Visionen schon mehrfach gesehen. Er ist hauchzart und trotzdem undurchdringlich für die meisten Menschen. Ich nahm ihn als "ätherische Gaze" wahr.
Eine Ahnung vom dem ewigen Jetzt bekommt der Musizierende, der Künstler, die Kinder und die Narren. Damit hast du unbedingt Recht!!! In mir ist die Musikerin (Sängerin) und ganz viel von einem Narren.
Ich habe vor ein paar Tagen nach einem Konzert über den Narren geschrieben. Was darin steht, können aber nur ebenfalls Narren richtig begreifen.
Mein Steckbrief erzählt dir mehr von mir, lieber August, falls du Fragen haben solltest, und natürlich auch meine Homepage www.gudrunzydek.de.
Was du mir geschrieben hast von der Radtour mit deinem Bekannten, kann ich gut nachvollziehen. Ich kenne solche Menschen aus eigener Erfahrung. In meinem Gedicht "Ein Mensch von Einfluss" steht die Zeile:
"Vielleicht warst so beschäftigt du, zu tun,
dass du darauf vergessen hast zu sein?"
Ich danke dir, lieber August, für deine willkommenen Zeilen und für dein Bravo, zeigt es mir doch, dass ich diese "Perle nicht vor die Säue geworfen habe"!
Nimm das fünfmalige "Stell dir vor" ein weiteres Mal als kraftvolle Einladung, innezuhalten und zu schauen, was eigentlich alles möglich ist!
Ich grüße dich herzlich,
Gudrun
Gudrun Zydek (19.09.2008):
Lieber Heinz,
und ich weiß es zu schätzen, dass du mich schätzst!
Ich respektiere fremde Meinungen unbedingt, auch wenn ich sie nicht teile. Meine Lebenseinstellung schon seit vielen Jahren findet sich in diesem Spruch von mir:
Sei offen für alles Unglaubliche – es hat eine fünfzigprozentige Chance wahr zu sein! (c)Gudrun Zydek
Gerade habe ich einen Film über Kolumbus gesehen. Er inspiriert mich zu folgender Aussage:
Mit Scheuklappen entdeckt man keine neuen Welten!
(c) Gudrun Zydek
Das meine ich nun ganz wertfrei und allgemein, lieber Heinz! Wundere dich bitte nicht über mein angehängtes (c), aber das tue ich aus leider gegebenen Anlässen. Ich finde meine Werke und Sprüche überall im Internet wieder, aber meist ohne meinen Namen. Dem will ich nun nicht auch noch Vorschub leisten. Hast du da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und wie gehst du damit um? Vielleicht hast du ein paar Tipps für mich?
Ich danke dir für deinen ehrlichen Kommentar, solche sind mir sowieso die liebsten, und grüße dich herzlich, Gudrun
Gudrun Zydek (19.09.2008):
Liebe Selma,
ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit!
Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich weiß. Deshalb kann ich deine Einwände gut verstehen.
Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine sehr verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes.
Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt.
Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft augenblicklich, aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein."
Es lohnt sich, darüber nachzudenken.
Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,
Gudrun
Gudrun Zydek (19.09.2008):
Lieber Rainer,
das ist natürlich ein mehr als berechtigter Einwand von dir. *Schmunzel* Würde mir auch Leid tun, wenn du mein Gedicht nicht lesen könntest.
Aber ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit! Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich gebe es zu.
Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine SEHR verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes.
Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt.
Du kannst es augenblicklich ändern.
Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft "augenblicklich", aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein."
Irgendwann werden wir so leben, ein schöner Gedanke.
Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,
Gudrun
Gudrun Zydek (19.09.2008):
Liebe Gabriela,
da du auf dem geistigen Wege bist, dürfte dir meine Aussage nicht gänzlich unbekannt sein, denn ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit!
Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich gebe es zu.
Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine SEHR verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes.
Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt.
Du kannst es augenblicklich ändern.
Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft "augenblicklich", aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein."
Irgendwann werden wir so leben, ein schöner Gedanke.
Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,
Gudrun
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