Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„. . . stell dir vor, es gäbe keine Zeit . . .“ von Gudrun Zydek


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Hallo Gudrun ein tolles
Gedicht. Man kann es
sich nicht vorstellen.
Es grüßt Margit
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Liebe Gudrun, das gefällt mir sehr, dass du unser Gefangensein in die Zeit meditierst: unsere moderne erwachsene Gewohnheit, ja dieses Eingeschliffensein, welches geradezu zwanghaft ist, nicht im "Hier und Heute" zu sein, mitnichten - und damit des Löwenanteiles unserer Kraft uns zu berauben - ohne dies recht zu bemerken, weil ja alle in dieser Haltung dahinagitieren: sie ist geradezu ubiquitär ... ausgenommen die Kinder, die Narren und die Musiker/innen (Künstler/innen eben)! Wie könnte ich recht die Geige spielen ohne mit Haut und Haaren, mit Sinn und Seele im Hier und Jetzt zu sein?
"Stell dir vor, es gäbe keine Zeit,
und nach des Geistes Schöpferkraft
würd Absicht augenblicklich sein."
Das ist es.
Zwei Fragen zu dieser Perle von Gedicht:
(1) könnte "und gestern gleich der Zukunft meinen" entfallen?
(2) ist in der drittletzten Zeite da wo "Schein" steht, "Sein" gemeint?
Liebe Gudrun, wie auch immer, ich danke dir sehr für diesen Beitrag, zumal ich dieser Tage mit einem Mann in mittleren Jahren radeln war, der permanent nicht im "Hier und Heute" sich befand - eine schwere Übung für mich: er fuhr permanent einen halben Meter vor mir, er redete permanent etwas zu leise, er hörte mich nur durch einen Schleier, er redete am Fließband, ohne sich auf mich zu beziehen. Meine Bitten, in Kontakt mit mir zu radeln und mehr Stimme zu geben und mich anzuhören, wurden registriert, doch nicht erfüllt.
Er konnte es nicht.
Bei anderen sehen wir das ja leichter als bei uns selber - daher Byron Katies
Umkehrungen (dieser Autorin von "Lieben, was ist").
Weil solche Nichtbegegnungen in der Begegnung gang und gäbe sind in unserem unkünstlerischen Kopfzeitalter, deshalb freut mich dein Zeitgedicht über die Maßen!
"Stell dir vor, es gäbe keine Zeit,
dass es nur immerwährend Jetzt:
Du könntest handeln hier und heut!"
Dieses fünfmalige "Stell dir vor" erlebe ich als eine kraftvolle Einladung, einmal innezuhalten und zu schauen, was eigentlich alles möglich wäre im "Hier und Heute". Bravo!
Mit herzlichen Grüßen, liebe Gudrun von August.

Gudrun Zydek (23.09.2008):
Lieber August, deine Kommentare sind mir immer wieder eine große Freude, gehst du doch wie kaum einer hier an ein Werk heran, denkst dich hinein, fühlst dich hinein, ziehst Parallelen und fragst, wo dir etwas unklar ist. --- Ein gutes Gedicht hat wie ein Traum verschiedene Ebenen, es vermittelt Wahrheiten, die auf ihre Weise unterschiedlich sind - entsprechend dem Rang ihrer Ebene. Ein Spruch aus einem Gedicht von mir verdeutlicht das vielleicht: "Ein jeder sieht dieselbe Wahrheit mit seinem eignen Licht der Klarheit!" c) Gudrun Zydek In noch anderen Worten: Wovon ich nichts weiß, kann ich auch nicht wiederfinden. Deine Deutung meines Zeitgedichtes ist sehr wohl zutreffend, diese Ebene ist unbedingt darin enthalten. Aber sie hat noch eine weitere über sich. Und hier komme ich zu deinen beiden Fragen. Zu (1):könnte "und gestern gleich der Zukunft meinen" entfallen? --- Nein, auf keinen Fall, lieber August, weil ich es explizit so meine. Es gibt die Zeit nicht wirklich, sie ist tatsächlich eine Illusion. Wenn das aber so ist, dann kann ich im Jetzt und Hier auch das Gestern und das Morgen verändern, weil alles gleichzeitig ist. Nur immer jetzt. Das beantwortet dir auch schon deine zweite Frage: (2) ist in der drittletzten Zeile da wo "Schein" steht, "Sein" gemeint? --- Ich meine hier tatsächlich "Schein", obwohl das Wort "Sein" auf der anderen Ebene richtiger wäre. Mein Gedicht ist ganz und gar nicht hypothetisch, sondern aus eigenem Erfühlen und sogar Erleben entstanden. Ich befand mich schon mehrmals in diesem Zustand des ewigen Jetzt, das erste Mal übrigens gleichzeitig mit einem anderen Menschen, der es auf seine Weise erlebte. Dieser Zustand wurde von weiteren Menschen beobachtet, die zwar etwas Ungewöhnliches wahrnahmen, aber nicht wussten, was es war. In so einem Zustand des ewigen Jetzt ist der Zeitpunkt immer richtig. Wann immer du in einem Musikstück deinen Einsatz hast z. B., spielt keine Rolle, du setzt ein und es passt. Es fühlt sich ein bisschen wie eine immer wiederkehrende Warteschleife an. Ich fühlte mich dabei wie in Watte gepackt und obwohl ich mir meiner Gegenwart im Raum körperlich bewusst war, war ich weit weg (hinter dem Vorhang, s. u.). Im ersten Moment wollte sich Panik ausbreiten, aber dann konnte ich ganz gut mit der Situation umgehen. Sie war sehr verwirrend, das schon, aber auch sehr aufschlussreich. Wir bekommen immer Fragen auf unsere Antworten, oft allerdings, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Auch den Schleier, von dem ich im Gedicht spreche, habe ich in Visionen schon mehrfach gesehen. Er ist hauchzart und trotzdem undurchdringlich für die meisten Menschen. Ich nahm ihn als "ätherische Gaze" wahr. Eine Ahnung vom dem ewigen Jetzt bekommt der Musizierende, der Künstler, die Kinder und die Narren. Damit hast du unbedingt Recht!!! In mir ist die Musikerin (Sängerin) und ganz viel von einem Narren. Ich habe vor ein paar Tagen nach einem Konzert über den Narren geschrieben. Was darin steht, können aber nur ebenfalls Narren richtig begreifen. Mein Steckbrief erzählt dir mehr von mir, lieber August, falls du Fragen haben solltest, und natürlich auch meine Homepage www.gudrunzydek.de. Was du mir geschrieben hast von der Radtour mit deinem Bekannten, kann ich gut nachvollziehen. Ich kenne solche Menschen aus eigener Erfahrung. In meinem Gedicht "Ein Mensch von Einfluss" steht die Zeile: "Vielleicht warst so beschäftigt du, zu tun, dass du darauf vergessen hast zu sein?" Ich danke dir, lieber August, für deine willkommenen Zeilen und für dein Bravo, zeigt es mir doch, dass ich diese "Perle nicht vor die Säue geworfen habe"! Nimm das fünfmalige "Stell dir vor" ein weiteres Mal als kraftvolle Einladung, innezuhalten und zu schauen, was eigentlich alles möglich ist! Ich grüße dich herzlich, Gudrun

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Liebe Gudrun,
schrecklicher Gedanke,ich denke es wäre manchmal schön die Zeit mal anhalten zu dürfen,aber so ganz ohne Zeit,kann ich mir gar nicht vorstellen,hilfe.
Dir einen schönen Tag.maria
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Doch gäb es ohne Zeit auch keinen Raum?
Zweifelnd danke ich Dir für die schöne Zeile "...würd Absicht augenblicklich sein..."!
Gute Nacht!
Miriam
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Liebe Gudrun,

Man müsste sie eigentlich klein schreiben, weil man sie nicht sieht. Allerdings fühlt man sie im Alter, und man merkt, was sie einem angetan hat.

Sehr schön dein Gedicht,

Herzlich grüßt Karl-Heinz mit oftmals einer eins.
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Liebe Gudrun,
du weißt wohl, ich schätze dich sehr.
Das bedeutet aber nicht, dass wir über alles Übereinstimmung finden müssen. Es würde einfach zu weit führen, in diesem Rahmen - oder überhaupt - alles Mögliche abhandeln zu wollen.
Ich bin mir weitgehend sicher, dass das Leben jedes Menschen zeitlich begrenzt ist und gerade die Vorstellung vom ewigen Leben eine Illusion darstellt. Das muss aber keinen Attheismus bedeuten.
Herzlichen Dank auch für deinen überaus erfreulichen Kommentar zu meiner "Schnitterin".
Liebe Grüße von Heinz

Gudrun Zydek (19.09.2008):
Lieber Heinz, und ich weiß es zu schätzen, dass du mich schätzst! Ich respektiere fremde Meinungen unbedingt, auch wenn ich sie nicht teile. Meine Lebenseinstellung schon seit vielen Jahren findet sich in diesem Spruch von mir: Sei offen für alles Unglaubliche – es hat eine fünfzigprozentige Chance wahr zu sein! (c)Gudrun Zydek Gerade habe ich einen Film über Kolumbus gesehen. Er inspiriert mich zu folgender Aussage: Mit Scheuklappen entdeckt man keine neuen Welten! (c) Gudrun Zydek Das meine ich nun ganz wertfrei und allgemein, lieber Heinz! Wundere dich bitte nicht über mein angehängtes (c), aber das tue ich aus leider gegebenen Anlässen. Ich finde meine Werke und Sprüche überall im Internet wieder, aber meist ohne meinen Namen. Dem will ich nun nicht auch noch Vorschub leisten. Hast du da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und wie gehst du damit um? Vielleicht hast du ein paar Tipps für mich? Ich danke dir für deinen ehrlichen Kommentar, solche sind mir sowieso die liebsten, und grüße dich herzlich, Gudrun

ewiss

19.09.2008
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Liebe Gudrun, Du hast vollkommen recht, dieses Wort Zeit ist von Menschen gemacht und wird ständig überwacht. Man sollte einmal sagen: Ich hab kein Zeit...und dann Dein Gedicht lesen und darüber nachdenken, dass alles im Leben eigentlich zeitlos ist, nicht zu verwechseln mit endlos !
Liebe Grüße an Dich und für Dein wunderbares Gedicht, Edeltrud
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Hallo Gudrun, du hast viele überlegenswerte Momente in deinem Gedicht zusammen gefasst. Ehe wir mit der Überlegung über die Zeit zu einem Ergebnis kommen, ist unsere Zeit hier abgelaufen. Die Ewigkeit wird uns die Aufklärung bringen. Liebe Grüße Norbert
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Liebe Gudrun, das ist echt sehr schwierig mit dieser Zeit zu verstehen, denn ich verdränge immer alles und wie oft sage ich: *Es hat noch Zeit*, gemach, gemach. Dein Gedicht macht echt nachdenklich und ich habe es bereits mehrmals gelesen. Wenn ich ehrlich bin, ich kann es mir gar nicht vorstellen. Wie soll ich damit neu umgehen, wäre gleich meine Frage, aber Du hast es bereits mehrmals kommentiert.
Liebe Wochenendgrüße schickt Dir Gundel
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Liebe Gudrun,
Das können wir uns nicht vorstellen, das es keine Zeit gäbe. Ich zumindest nicht. Und dann?? Wenn der Tag dann nicht schön ist, dann hast du keine Aussicht auf einen Morgen wo es dir besser gehen kann. Und froh sein kannst das einen schlechten Tag vorüber ist. Ich verstehe schon was du meinst in deinem Gedicht. Bin warscheinlich zu nüchtern dafür. Muss es gleich wieder analysieren, erklären. sagt man da so??
Liebe Grüsse Selma.

Gudrun Zydek (19.09.2008):
Liebe Selma, ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit! Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich weiß. Deshalb kann ich deine Einwände gut verstehen. Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine sehr verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes. Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt. Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft augenblicklich, aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein." Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Gudrun

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Möchte ich mir nicht vorstellen, liebe Gudrun, dass es keine Zeit gäbe. Dann hätte ich dein wohltemperiertes Gedicht nicht lesen können. Herzlich sei gegrüßt von RT
P.S. Der 2. Vers war eigentlich sehr bewusst anders gewählt ... Was Heine, Kästner oder Kaléko dürfen, sollte auch einem ´kleinen` Schreiberling nicht verwehrt werden, oder?

Gudrun Zydek (19.09.2008):
Lieber Rainer, das ist natürlich ein mehr als berechtigter Einwand von dir. *Schmunzel* Würde mir auch Leid tun, wenn du mein Gedicht nicht lesen könntest. Aber ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit! Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich gebe es zu. Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine SEHR verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes. Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt. Du kannst es augenblicklich ändern. Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft "augenblicklich", aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein." Irgendwann werden wir so leben, ein schöner Gedanke. Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Gudrun

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Zeitlos, ewig! Wundervoll!!! Wie oft möchte ich besagtes Wort Zeit vergessen!!! Liebste Grüße Dir Gudrun
Franz
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Liebe Gudrun, ein wunderbares Gedicht, ohne Zeit oder zeitlos keine Zeit erleben.... der Ewigkeit entgegen... herrliche Gedanken.. Ganz liebe Grüße zu dir von Gabriela.

Gudrun Zydek (19.09.2008):
Liebe Gabriela, da du auf dem geistigen Wege bist, dürfte dir meine Aussage nicht gänzlich unbekannt sein, denn ich meine es tatsächlich genau so, es gibt keine Zeit! Sie ist eine Illusion - nur für uns, damit wir uns hier zurechtfinden. Wenn man von diesen Dingen noch nicht so viel weiß, ist das eine ganz schön schwierige Vorstellung, ich gebe es zu. Darf man aber ab und zu Blicke hinter den Vorhang werfen, dann ist es eine SEHR verwirrende Erfahrung, aber sie bestätigt viel nur intuitiv und geistig Erfasstes. Wer im ewigen Jetzt lebt, ist immer am richtigen Zeitpunkt, er ist immer im richtigen Handlungszeitraum. Genauer gesagt, heißt das, du musst nicht bis morgen warten, wenn dir etwas nicht gefällt. Du kannst es augenblicklich ändern. Auf diese Weise findet das Leben in den geistigen Ebenen statt, der Gedanke erschafft "augenblicklich", aber natürlich nur, wozu er fähig ist. Das meine ich mit der Aussage: "und nach des Geistes Schöpferkraft wird Absicht augenblicklich sein." Irgendwann werden wir so leben, ein schöner Gedanke. Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße, Gudrun

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