Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Der Rollstuhl!!!“ von Klaus Lutz


Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Klaus Lutz anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Autobiografisches“ lesen

Bild vom Kommentator
Gedanken sind frei und Träume grenzenlos.
Ein schönes Gedicht, wenn auch sehr traurig. Es zeigt die Belanglosigkeit vieler Probleme.
Wünsche dir Alles Liebe
Bild vom Kommentator
Lieber Klaus,

Ein trauriges Geschick, aber ich sehe in deinem schönen Gedicht sehr viel Positives. Ich musste auch an meinen Vetter denken, dem innerhalb von 2 Monaten beide Beine abgenommen wurden.

Herzlich grüßt dich
Karl-Heinz
Bild vom Kommentator
echt schön geschrieben, schön
beschrieben der alltag und doch das
besondere bei dir, halt dein erleben...
gefallen mir sehr gut deine zeilen,
lieber klaus.
von mir kriegst den daumen nach oben.

liebe grüße jürgen
Bild vom Kommentator
Lieber Klaus,
du hast dein Leben so eingerichtet, dass du damit klar kommst. Es ist sicher nicht immer leicht, aber die Lebenswellen kennt jeder. Sie sind nur bei jedem unterschiedlich hoch und tief.
Du hast die richtige Einstellung zu deinem Rollstuhl. Er ist dir ein Freund geworden, und das ist er ja auch wirklich.
Deine Gedanken kann man gut nachvollziehen.
Sonntagsgruß von Chris
Bild vom Kommentator
Lieber Klaus, ein beeindruckendes Werk der Interpretation von Freiheit. Zugleich macht es nachdenklich. Unsere schöne mobile und vernetzte Welt. Was ist Glück und wie viel bracht man?
Herzliche Sonntagsgrüße von Uwe


Klaus Lutz (12.07.2009):
Ich bin früher wirklich viel gereist. Ich habe mich einfach an die Strasse gestellt und bin weg. Oder mit einer Mitfahrgelegenheit. Was auch immer Interessant war. Bis nach Griechen- land. Das war mein Lieblingsland. Die Ägäis ist bezauberndd. Also auch die Türkische Küste und Griechenland. Und dann von da aus nach Asien. Das hat immer nur ein paar Pfennige gekostet. Oder einfach nach Ägypten. Kairo ist schön. Also sehr schöne interessante Stadtteile. Aber auch die Städte am Nil. Assuan und Luxor sind auch schön. Aber zu touristisch. Also das ist eine sehr schöne Ecke. Traumhaft ist auch der Orient. Oder immer noch. Ich meine jetzt Reisen! Nicht als Tourist. Lang- sam durch diese Länder zu Reisen. Sich Zeit nehmen. Und mit den richtigen Leu- ten. Die sich auch Zeit nehmen! Die auch dewswegen Reisen. Zeit und Sehen. Das Leben richtig sehen. Und sich dafür die Zeit nehmen. Das ist dann sehr Interes- sant. Es entsteht ein ganz eigenes Leben. Ein ganz eigenes Bewußtsein. Ganz eigene Gespräche. Ein ganz eigenes Wissen. Ein neuer Blick für das Leben. Es ist eben wahninnig schön in Pakistan. Abends über einen Basar zu laufen. Einen Tee zu trin- ken. All die Geschäfte. Es ist ein buntes interessantes durcheinander. Alles ist freundlich. Irgendwie entspannt. Und es stimmt alles. Die Leute mit denen man zusammen ist. Die Gedanken. Und die Zeit. Sie erscheint endlos. Und um so endloser sie erscheint. Um so schöner ist Sie. Es hat alles so eine Magie. Das Leben! Die Gedanken die Gefühle! Alles ist in einen Traum eingetreten. Alles wird zu Gold. Jede Sekunde ist von unenlicher Schönheit. Und die Zeit zeigt ihren Wert. Ihren ganzen Reichtum. Und gibt alles. Jede Se- kunde ist reines Leben. Und alles wird lebendig und zu leben. Klar! Groß! Unend- lich! Unsterblidch. Das ist das Reisen. Zeit und Sehen. Den Blick für das Leben wieder finden. Das Unscheinbare, dass sich erhebt. Göttlich und Heilig. All die Ge- bete um uns her. Die das Leben mit jeder Hoffnung spricht. Mit jedem Lachen! Mit jedem Gedanken. lg klaus!

ewiss

12.07.2009
Bild vom Kommentator
Lieber Klaus,
sehr anrührende und beeindruckende Worte hast du hier niedergeschrieben.
Der Glaube, auch an das Ich, die eigene Kraft, vermag sehr viel, löst Fesseln, innen, sowie äusserlich, bestärkt und macht frei, geht/fährt dem Sonnenlicht entgegen, da der Blickwinkel ein anderer und intesiver ist.

Dein Erzählgedicht ist wunderbar.

Lieb Sonntagsgrüße an dich, von Edeltrud

Klaus Lutz (12.07.2009):
Ich habe gerade eine schweren Nervenzusammen- bruch. Ich werde trotzdem versuchen zu antworten. Und ich habe Schmerzen in der Seite. Was wahr- scheinlich Krebs ist. Wenn der Nervenzusamm- bruch nichts seelisches ist! Dann habe ich nicht nur Krebs sondern auch eine Hirntumor. Ich denke also, ich bin sehr krank. Es kann sein, dass ich schon diesen Satz nicht mehr zuende kriege. Aber der Nervenzusammenbruch ist normal. Ich habe ihn schon, seit längerem erwartet. Es ist so überhaupt mein Körper. Diese zwei Kilogramm Übergewicht. Diese Querschnittlähmung. Das, mit dem dieser Körper eine hohe Sensibilität entwckelt hat. Ich muß bei allem aufpassen. Nur ein körnschen Salz und ich bin für Tage krank. Etwas Zucker zuviel im Tee. Und ich bin krank. Und nur noch das Bett hilft. Etwas zuviel Fett. Und mein Körper streikt. Es ist dieses Gefühl, eine Art der Lähnmung der Gedanken. Die mich dann überfällt. Das alles hängt mit der hohen emp- findlichkeit meiner Chemie zusammen. Das mer- ke ich auch bei jedem Klima. Bei Bewölkung bin ich nur noch kraftlos. Bei etwas Sonne fühle ich mich schon besser. Und bei blauem Himmel und Sonne, geht es mir einigermassen gut. Klar! Sonne! Wärme und chemische Prozesse. Dann ist dann alles klar. Der Zusamenhang ist wissen- schaftlich erwiesen. Eben nur bei mir sehr ex- trem. Und, durch die hohe Empfindlichkeit mein- es Körpers, bin ich dann gefährdet. Ich würde sagen, so stark gefährdet das ich immer vor dem Abgrund stehe. Mittlerweile ist es so schlimm, dass meine Cheimie auch auf Kuchen völlig fatal reagiert. Ich vertrage nur noch coo- kies. Und dann auch nur einen am Tag. Wenn es mir gut geht. Wenn nicht kann ich auch das vergessen. Dann bleibt mir noch Tee mit etwas Süßstoff. Wenn überhaupt. Es kann auch sein, dass ich dann einfach mal fasten muß. Also, ich darf nichts zu mir nehmen. Dann muß ich mir sagen: Was willst Du!" Täglich einen schwe- ren Nervenzusammenbruch. Oder verzichten und Schonung und das Leben. Wenn auch oh- ne etwas Süßes. Da brauche ich dann sehr viel Kraft. Und es ist ein Wunder. Die bringe ich auch auf. Irgendwie! Aus den Tiefen eines mir unbe- kannten Universums kommt die dann. Und ist einfach da. Hin und wieder ist das so schön und so gewaltig, dass mir ein paar Tränen aus den Augen treten. Diese Kraft, die sich mir immer wieder zeigt. Und die ich besitze, überwältigt mich dann voll und ganz. Ich bin dann ganz weg. Das sind so die Augenblicke wo ich es sehe. Auch dieses Leben, auch mein Leben: Es hat Sonne. Es hat Licht!" Trotz dem Krebs einem Tumor einer hohen sensiblen Chemie. Und täg- lichen Nervenzusammenbrüchen. Etwas bleibt mir. Ein kleines Licht bleibt immer. Dieses Wissen. Ich bin da. Und ich gebe nicht auf. Das ist es, mit dem ich am Ende immer ge- winne. Trotz all der Übel, die mich heimsuch- en. Stündlich! Täglich! Jährlich! Ich gebe nicht auf. Und entdecke die Kraft um mich her. Die es nur für mich gibt, aus all den unbe- kannten Universen. lg klaus!

Bild vom Kommentator
Lieber Klaus,
ich wurde im Glauben Christi erzogen, sanft, aber immer spürbar. Ich habe immer seine Kraft gespürt. Mal mehr mal weniger. Ich habe auch eine Zeit erlebt, da war sie fast unsichtbar. Aber ich habe ihn bis heute nicht verloren. Und desto älter wir werden um so mehr besinnen wir uns wieder seiner Güter und seinem Halt. Ob es nun Gott ist oder die Kraft, das ist mir egal, ich glaube an etwas und das hilft.
So verhilft es mir, mich sehr intensiv mit dem Leben und den Menschen auseinander zu setzten. Bis zur Schmerzgrenze. Und da sollte man begreifen, wir haben nur ein Leben und dieses lebe so wie es dir gegeben wird.
Dein Rollstuhl: Ich liebe es mich zu bewegen, es wäre eine Qual für mich, aber ich glaube ich würde Wege finden, es anders aus zu leben. Wissen tu ich es natürlich nicht. Sehr gerne gelesen. Ganz liebe Grüße
Bild vom Kommentator
ein gedicht, dass ich nachvollziehen kann, mein lieber klaus.. auch ich bin gebunden, in dem rollstuhl usa, darf nicht raus.. sicher wird mir diese freiheit wieder gewaehrt, doch ich habe fuer mich das traeumen entdeckt.. fahre mit meinen gedanken nach europa.. zu meinen kindern. nichts kann mich dann aufhalten. ein beeindruckendes gedicht, danke dass ich es lesen durfte.
herzlichst
kordula

Klaus Lutz (12.07.2009):
Ich habe Schmerzen da. Und Schmerzen da. Und, wenn mir überhaupt noch was gelingt, ist das glück! Ich bin am Ende. Ja, das ist es. Mein Körper ist zerstört. Und mein Geist ist zermürbt. In Wahrheit gibt es mich schon nicht mehr. Ich habe nichts mehr. Keine Gedanken mehr. Keinen Satz mehr. Nichts mehr. Ein Leben ist gelebt. Die Schönheit ist ausgeträumt. Die Liebe ist einfach verloren gegangen. Irgendwo zurück geblieben. Es gibt keine Wünsche mehr. Ich lebe einfach so weiter. Mit dem was mir noch geblieben ist. Einem Funken an Kraft. Ein Tee. Den Wunsch nach Frieden. Dem stillen Glück. Einsam ohne einen Gedan- ken. Hin und wieder eine Erinnerung. Ein Lä- cheln. Und Blicke. All das, was ich sehe. All das, was nur noch schweigt. Mir nichts mehr sagt. Mich einfach da stehen läßt. Mit dem Wissen das nur ich habe: "Ich hatte alle Schönheit dieser Welt. Ich hate alle Wahr- heit dieser Welt. Ich hatte alle Liebe die- ser Welt!" Ich hatte den Reichtum! Gedanken funkelnd und heller als der größte Stern. Ich weiß nicht warum ich aufgegeben habe. Kann sein es gibt auch kein Sätze mehr: "Für die Tiefe und für das Wahre das ich erkenne!" Ich werde mich verkleiden. Ich werde wieder als Clown erscheinen! Auf dieser Bühne! In diesem Leben! Auf dieser Welt. Ich werde die Wahrheiten finden mit denen die Menschen es wieder lernen: Die Freude und das Lachen. Wenn mir noch die Zeit bleibt. Wenn mir das Schicksal noch ein paar Jahre schenkt. Kann sein es ge- lingt mir dann noch. Ewas von dem was ich habe weiter zu geben. Diese Wahrheit und Liebe. Die so unerschöplich in mir wohnt. Und das Leben und die Welt sehen will. Und meine Einzigartigkeit und das Glück, das ich bin zeigt. Auf die Wunderbarste und Er- hebenste weise. Ein letztes mal probiere ich es. lg klaus

Bild vom Kommentator
Lieber Klaus,

für mich: sehr, sehr beeindruckende Gedanken, die in wohlpassende Worte feasst sind... Worte und Gedanken als eine verschweißte Einheit! :-)

Liebe Nachtgrüße
Faro

Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).