Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Barabbas“ von Christiane Mielck-Retzdorff

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Michael Buck (micha.buck1962gmail.com) 07.04.2010

Jener Barabas schien der Masse näher zu sein, als Jesus in diesem Moment, zu damaliger Zeit, wie es wohl auch heute allzu oft zum Ausdruck kommt.
Und jener Jesus, ich glaube er würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste was innerhalb seiner Glaubensgemeinschaft in der Vergangenheit, wie auch heute alles passiert, so er denn tot wäre.
Ob er auch ihnen verzeihen würde...
Ein zum Nachdenken anregendes Gedicht, liebe Christiane, mit sehr viel Diskussionsstoff, und das nicht nur zu Ostern.
Liebe Grüße. Micha.

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (08.04.2010)

Lieber Micha, ich danke Dir für deinen Kommentar, der auch den Bezug zur modernen Gesellschaft sieht. Würden wir nicht auch heute den fiesen Betrüger dem Heilsbringer vorziehen. Das Böse läßt uns besser erscheinen, während uns das Gute den Spiegel vorhält. Für mich war besonders die Erkenntnis wichtig, dass dieses Buch der Bilder und Gleichnisse, die Bibel, nicht Pilatus und das römische Recht zum alleinigen Täter abstempelt. Die Tatsache, dass letzlich das Volk die Schuld an Jesu Kreuzigung trägt, wird von der Kirche in den Hintergrund gedrängt. Eigentlich ist Jesus nicht für unsere Schuld sondern wegen ihr gestorben. Als weiser Mann hat Jesus das erkannt und den Menschen mit ihren Schwächen vergeben. Das ist die Kernaussage seiner Lehre, die aber auch wenig propagiert wird, da sie das notwenige Rechtsgefüge in Frage stellt. Dabei hat er wohl nur gemeint, dass Vergebung wichtig ist für die Freiheit der eigenen Seele. Sie soll den Opfer helfen, ihr Leben in Vertrauen an das Gute fortzuführen, aber nicht die tTäter vor weltlicher Strafe schützen. So fügte sich auch Jesus der Justiz und befreite seine Seele durch die Vergebung. Mancher Psycholge wäre heute arbeitslos, wenn die Menschen das erkennen würden. Ich freue mich, dass Du auch die Brisanz dieses Themas für die Gegenwart erkannt hast. Herzlich grüßt Christiane


hsues (hsues_47web.de) 02.04.2010

Obwohl nicht gläubig, findre ich die Zeilen von dir sehr tiefgründeng, weil sie exemplarisch sind für erschüttertes Vertrauen und beleidigten Glauben in den heutigen Tagen!
Danke dir, schöne Ostertage, herzl., Heino.

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Lieber Heino, wenn man die Ereignisse dieses Karfreitags als Gleichnis betrachtet, dann haben wir einen zu Tode verurteilten Mann, dessen Begnadigung in der Hand des Volkes liegt, das jedoch lieber einen Mörder verschont. Trotzdem vergibt der qualvoll sterbende am Kreuz ihnen allen. Das symbolisiert eine große Hoffnung in das Gute in den Menschen. In der heutigen Zeit dominiert das Böse in den Medien und im Fernsehprogramm. Täglich wird unser Vertrauen erschüttert. Da ist der Lichtstrahl des Glaubens manchmal das Einzige, was den Weg erhellt. Ich wünsche auch Dir fröhliche Ostertage und sende liebe Grüße Christiane


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hansl (eMail senden) 02.04.2010

Liebe Christiane,

hier mahnt für mich ein gläubiges, lyrisches Ich in überzeugender Form.. :-)

Liebe Grüße
Faro

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Ich danke Dir für dieses Kompliment, lieber Faro, und wünsche Dir eine fröhliches Osterfest. Liebe Grüße von Christiane


Simone Wiedenhoefer (eMail senden) 02.04.2010

Liebe Christiane,
sehr schöne Zeilen, die gut zum heutigen Tage passen.
Die Menschheit ist blind, taub und stumm. Was kann man von ihr erwarten?
Herzlich grüßt Dich Simone

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Dass sie sich darauf besinnt, dass Jesus am Kreuz den Menschen vergeben hat, die seinen Tod wollten, liebe Simone. Karfreitag sollte der Tag des Verzeihens sein, damit Jesu Tod einen Sinn bekommt. Fröhliche Osterfeiertage wünscht Dir Christiane


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Margit Farwig (farwigmweb.de) 02.04.2010

Liebe Christiane,

heute wird nicht mehr ans Kreuz genagelt.

Im Wort gesteinigt
mit loser Hand geworfen
das Wort aufersteht

(c) Margit Farwig

Er ist unsere Hoffnung und Zuversicht!

Liebe Grüße und frohe Ostertage Dir von Margit

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Liebe Margit, ans Kreuz genagelt wird nicht mehr, aber wir vernichten auf andere Art Menschen, ihr Existenz und ihre Seele. Nach der Bibel hat letztlich nicht Pilatus den Tod von Jesus verschuldet sondern das Volk, dass Berabbas begnadigt hat. Doch Jesus hat ihnen am Kreuz vergeben und somit sollte der Karfreitag der Tag der Vergebung sein, sonst wäre Jesus umsonst gestorben. In diesem Sinne wünsche ich Dir fröhliche Ostertage und sende Dir herzliche Grüße Christiane


Die Lilie (britta.schaefer.hammweb.de) 02.04.2010

Liebe Christiane,
das sind sehr eindringliche Worte. Und ja, ich glaube auch, in der heutigen Zeit, gäbe es sicher viele, die Barabbas schrien, weil ihnen der Glaube fehlt.
Mensch lernt nur schwer und manchmal garnicht.


Mit lieben Grüßen
Britta

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Ich danke Dir, liebe Britta, Auch heute werden die guten Menschen wenig oder gar nicht gewürdigt. Mörder begleiten uns durch das Abendprogramm, und gut ist der Wirtschaftsgauner, der viel Geld scheffelt. Doch Jesus vergibt allen. Das mag schwer verständlich sein, hebt ihn aber über alle Menschen. In diesem Sinne wünsche ich Dir fröhliche Ostern und sende ganz liebe Grüße Christiane


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FranzB (eMail senden) 02.04.2010

Kann nur sagen. Sehr gerne gelesen liebe Christiane und ja, wahre Worte von Dir!!! Nun Dir min seute Deern und Alexander frohe Ostern im Sinne Glauben und Frieden!!!
Franz und Monika min Herzblatt

 

Antwort von Christiane Mielck-Retzdorff (03.04.2010)

Ich danke Dir, lieber Franz, und würde mich auch sehr freuen, wenn Du meine Geschichte "Auf verschlungenen Wegen" lesen würdest. Sie ist zwar recht lang, aber ich lege wie immer viel Wert auf deine Meinung und vielleicht auch die von deinem Herzblatt. Deiner ganzen Familie wünschen wir fröhliche Ostern und für den Lütten viele, viele Ostereier. Herzliche Grüßen Christiane und Alexander


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