Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Freitod“ von Ramona Jährling


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Liebe Ramona,

der Gesellschaft im allgemeinen gegenüber gebe ich dir - zwar unwillig ;-) - recht..aber, aber..wenn man Familie hat ..vor allem Kinder...Verantwortung gegenüber dem Nächsten, dann hat die Freiheit ihre Grenzen.. auch die Freiheit, die du meinst.. meine ich :-))

Liebe Grüße
Faro

Ramona Jährling (27.09.2010):
Lieber Faro Freiheit kennt keine Grenzen. Diese Verantwortung gegenüber seiner Familie, besonders Kindern und ganz besonders wenn sie noch klein sind ist das Stoppschild welches für den Anfang aufhält. Gut für jene, die am Ende die Hinterbliebenen wären. Aber ich denke, irgendwann sind alle Aufgaben erledigt. Alle Worte gesagt und jede Verantwortung in bewusstere Hände gelegt. Dann hält nichts mehr auf. Liebe Grüße, Ramona

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Liebe Ramona,
ich habe zwar mit der Kirche nichts am Hut, dennoch denke ich, dass es eine Art Sünde ist, Selbstmord zu begehen.
Ob es die Sünde nun gibt oder nicht, aber das Leben ist ein Geschenk und es gibt Menschen & Tiere, die so Schlimmes aushalten müssen und so viele Kinder die todkrank sind, die gerne leben möchten, allein darum sollte man schon keinen Gedanken daran verschwenden sein Leben wegzuwerfen.
Dein Gedicht trifft mich tief, denn ich habe früher oft an Freitod gedacht, eigentlich heute noch, aber ich denke ich hätte nicht den Mut mehr dazu, außerdem trage ich auch Verantwortung, da kann ich mich nicht einfach vor drücken.
Liebe Grüße sendet Dir Simone

Ramona Jährling (26.09.2010):
Liebe Simone Der Punkt auf den es in meinem Text ankommt ist, dass die Entscheidung einem selbst obliegt. (Hier nehme ich jetzt mal die Kranken aus die weder geistig noch körperlich dazu in der Lage sind, sich dies aber bestimmt wünschen würden). Warum und ob man diese Lösung wählt kann oft niemand begreifen. Denn für den der diesen Schritt geht bedeutet es nicht das Leben wegzuwerfen. Es freut mich, dass du einen Weg gefunden hast mit deinen Gedanken daran umzugehen und ich wünsche dir viel Kraft für dein weiteres hoffentlich langes und erfülltes Leben Liebe Grüße, Ramona

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Ist ein sehr heißes – bissiges Thema Ramona mit dem ich mich auch dann und wann beschäftige. Eines mit Sicherheit, muss jeder mit sich selbst abklären und man kann dies niemals global sehen. Dies drauf bezogen, wie sieht es das eigene Gewissen und auch Barbara hat richtig gesagt, man kann dann nicht´s ändern!!! Das man anderen sehr großes Leid aufbürdet dies nur am Rande und daran, denken zu wenige die den Suizid wählen. Wie Gott dies bewertet, dies erfährt man wenn es zu spät ist und im Glauben gesehen, hat nur Gott Recht Leben zu schenken oder zu nehmen!!!!!!!!!!!!! Grüße Dir
Franz


Ramona Jährling (26.09.2010):
In manchen Menschen ist es lange das einzige Thema ohne das sie es wissen. Erst wenn sie sich dessen bewusst werden, fangen sie an darüber nachzudenken. Das eigene Gewissen kommt dann erst zum Zug. Das man anderen großes Leid aufbürdet kann man nicht verallgemeinern. Da kommt es wohl auf die Situation an in der sich alle Beteiligten befinden. In meinen Augen NIMMT Gott nicht Leben Liebe Grüße, Ramona

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Liebe Ramona,
mit dieser Freiheit habe ich mich oft getröstet. (Meine Mutter hat uns mit diesem "Spielchen" drangsaliert und uns so emotional erpresst. Unbewußt habe ich das wohl übernommen...)Heute weiß ich, daß ich so nicht gehen möchte. Es war da auf einmal so ein Gefühl, das ich nicht beschreiben kann. - Es scheint doch wesentlich mehr zu geben, als wir mit unserem kleinen Verstand denken können...- Vielleicht gibt es ja doch eine Art Göttlichkeit - und bestimmt ganz anders, als die anerzogene... - Verstehen kann ich Dich mehr als gut!!! - Es ist Lebensangst, Kummer, Schmerz, vermeintliche Sinnlosigkeit, Armut, Perspektivlosigkeit, Liebeskummer und Einsamkeit, die uns so denken lassen - und die Grausamkeit des Lebens überhaupt. - Gewiss ist meine Liste nicht vollständig. - Doch auch, wenn es keinen Gott gibt, Engelchen sind wir auch nicht...- Wir können unsere Art liebenswert zu sein verbessern. - Nicht für andere, sondern für uns. - Das dürfte lohnend und möglich sein...
Ganz liebe Grüße an Dich! - Ich zumindest halte Dich für einen wunderbaren Menschen. Frank

Ramona Jährling (25.09.2010):
Dank dir lieber Frank :-) Und Dank für dein liebes Kompliment bezüglich dessen, dass du mich für einen wunderbaren Menschen hälst :-) Ein böses Spiel, dass deine Mutter da mit dir gespielt hat. Und ganz sicher nicht im Klaren darüber welches Ausmaß es auf dein eigenes Leben hat. Umso mehr freut es mich, dass du deinen Weg gefunden hast. Der Glaube ist gar nicht so verkehrt dabei. Ich denke mit deinem zuletzt aufgeführten Beispiel "die Grausamkeit des Lebens überhaupt" hast du die Liste vollständig gemacht. Mehr bedarf es nicht. Wenn ausnahmslos jeder sich seiner liebenswerten Art erinnern und sie pflegen würde wär das Leben um einiges einfacher Liebe Grüße, Ramona

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Perfetto Ramona, und deshalb hab' ich dich auch in mein letztes Gedicht Dichterinnen und Dichter, Teil 3, eingebaut. LG Bertl.

Ramona Jährling (25.09.2010):
Dankeschön lieber Bertl :-) Schade schon der letzte Teil :-( Bin gespannt wie dein Urteil ausfällt Liebe Grüße, Ramona

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Liebe Ramona,
da hast du natürlich Recht,trotzdem würde ich immer probieren jemand der das vor hat davon abzubrigen.
gut geschrieben

glg<der Klaus

Ramona Jährling (25.09.2010):
Danke lieber Klaus :-) Ich denke, dass es nicht einfach ist das zunächst zu erkennen und wohl doppelt schwer es anzugehen. Aber es ist schon mal gut das du es versuchen würdest Liebe Grüße, Ramona

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Hm, es reisst mich dazu hin, dir einen Kommentar zu schreiben. Das Gedicht hat mich nachdenklich gestimmt. Kann Leben Fluch sein? Wer sollte ihn aussprechen? Ist Leben Chance? Wie sieht diese Chance aus? Ein Sechser im Lotto? Für mich ist Leben die Aufforderung, dieses jeden Tag neu zu entdecken. Es gibt gesellschaftliche Zwänge. Um mich zu ernähren, muss ich einer Arbeit nachgehen. Diese muss ich zur Zufriedenheit meines Arbeitgebers erledigen. Ich kann es als Zwang oder auch als Symbiose sehen. Ich denke, entscheidend ist der Blickwinkel, aus dem wir unser Umfeld betrachten. Jeder baut sich seine Wirklichkeit, in der er lebt. Und diese Wirklichkeit, die er sich baut, erlebt er auch. Ich kann mich als arm betrachten, weil ich nicht so viel habe wie andere. Ich betrachte mich aber nicht als arm. Ich habe ein Leben, mein Leben. Es ist einzigartig.Ich sende keine Benotung deines Gedichtes. Es ist dein Gedicht. Gruß Detlef

Ramona Jährling (25.09.2010):
Dankeschön Detlef :-) Freut mich, dass du dich hast hinreißen lassen ein paar Worte dazu zu sagen. Umso mehr weil es dich nachdenklich stimmt. Man muss über den Tellerand hinaus schauen (nicht bös gemeint) um die Frage nach dem Fluch beantworten zu können. Es kommt wohl darauf an was es jeden Tag neu zu entdecken gibt und ob überhaupt. Das man einer Arbeit nachgehen muss bei der es obenan steht den Arbeitgeber zufrieden zu stellen um sich zu ernähren ist, finde ich, nicht zwingend notwendig. Hier liegt die Betonung darauf, dass man seinen Arbeitgeber zufrieden stellen muss. Es gäbe, wenn nicht bei allem was man tut ein anderer die Hand aufhalten würde, schon die Möglichkeit sich zu ernähren und sich mit seiner eigenen Hände Arbeit selbst zufrieden zu stellen. Aber das zu erörtern ginge jetzt zu weit :-) Ich selbst zähle mich auch nicht zu den Armen. Denn Reichtum messe ich nicht materiell. Ob mein Leben allerdings einzigartig ist.... Es ist eben ein Leben Liebe Grüße, Ramona

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Liebe Ramona,
dein Gedicht ist sehr gut geschrieben. Wie du so treffend schreibst, ...das Leben ist Chance und Fluch zugleich.... Mit dem Freitod nimmt man sich und anderen jegliche Chance, etwas zu ändern...
Viele Grüße von Barbara

Ramona Jährling (25.09.2010):
Liebe Barbara Dank dir für dein Kommentieren :-) Vielleicht hat man bis zu dieser Entscheidung geändert und geändert solang es der Wille und die Kraft durchzuhalten vermochten. Aber wer weiß das schon. Liebe Grüße, Ramona

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