Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„die Sehnsucht zu leben“ von Karin Hufnagel

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freude (bertlnagelegmail.com) 02.03.2011

Karin, c'est la vie;-) sehr beeindruckend geschrieben. GlG von Bertl.

 

Antwort von Karin Hufnagel (04.03.2011)

hallo Bertl, ja, so gehts manchmal... vielen dank für dein Lob - hab mich sehr drüber gefreut. ganz liebe Grüße Karin


suveg (suvegagmx.de) 01.03.2011

Das ist sehr traurig, melancholisch, wie Du es beschreibst, geht es echt an die Nieren, aber eigentlich mehr an die für Traurigkeit zuständigen Bereiche der Seele, um es etwas weniger weltlich auszudrücken.
Es muss eine bedauernswerte arme "Kreatur" sein, eine arme Frau, die sich so sehr zurückzieht, von der Außenwelt (wenn ich das richtig interpretiere) und dem Leben, sich bewusst entzieht, den Weg der Enthaltsamkeit vom Leben wählt. Ihre Gründe wird sie haben, und das ist das Traurige, dass man ihr offenbar nicht helfen kann. Dass sie selbst nicht mehr zu wissen scheint, wie sie ein für alle Male diesen Teufelskreis des inneren Rückzugs besiegen kann - und nur noch ein paar lichte Momente hat, in denen sie wieder ins Licht des Lebens zurückfindet. Das beschreibst Du so toll!

Übrigens erinnert mich vom Gefühl und der Stimmung her und der Thematik Dein Gedicht ein wenig an das des gebrochenen Raubtiers, dessen starker Wille (nach Leben und der Freiheit jenseits seines Raubtierkäfigs) gebrochen ist durch die Gefangenschaft in dem Käfig, wo er von den Menschen betrachtet wird. Du als begeisterte Dichterin kennst es bestimmt, das Poem, es heißt: "Der Panther" und stammt von Rainer Maria Rilke.

Der Hauptunterschied ist aber, ganz klar, dass Deine Protagonistin ihre Unfreiheit in sich, ihr Zurückziehen und das Sich-selbst-Verschließen selbst und absolut freiwillig gewählt hat - und das Raubtier in Rilkes Gedicht keine große Wahl hatte und vermutlich zwangsweise von Menschen eingesperrt wurde. Keine Ahnung, ob die Parallelen so groß sind, aber eine leise Anspielung ist es für mich schon. Gefällt mir äußerst sehr.

LG, eddi suvega

 

Antwort von Karin Hufnagel (04.03.2011)

hallo lieber eddi suvega, was sie mit dem Panther auf jeden Fall gemeinsam hat, ist, dass auch sie sich dieses "in sich selbst verschwindens" nicht ausgesucht hat. Bei ihr war es die Krankheit Alzheimer, die sie dazu gemacht hat. Und diese "Lichtblicke" kommen immer seltener und diese Angst wieder ins Vergessen hinüberzugleiten, kann man in den Augen lesen. Der verzweifelte Versuch sich an gewohnten Dingen festzuhalten, um wieder ein Stückchen Alltag zu finden, der sich dann einfach wieder auflöst. Um schließlich in dieses Nichts zu stürzen wo alles keine Bedeutung mehr hat...keine Menschen, keine Gesichter, keine Namen. Ich habe einige Gedichte dieser Art geschrieben, sie ähneln sich ziemlich. Aber es hatte mir damals ein wenig geholfen mit der Situation zurechtzukommen, als meine Mutter über Jahre gegen diese Krankheit ankämpfte...bis der Tag kam, als nicht mehr wußte, wer ich bin. Ich freue mich über deinen sehr interessanten und ausführlichen Kommentar. Du hast dich sehr intensiv mit meinem Gedicht beschäftigt und ich danke dir für dein großes Lob. ganz liebe Wochenendgrüße Karin


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Paule (paul-uhlweb.de) 01.03.2011

Sollte sich frei machen, das Mädchen! Einfach schöne Gedanken zur Sonne, zum Frühling machen...
Herzlich der Paul

 

Antwort von Karin Hufnagel (04.03.2011)

hallo lieber Paul, sicherlich wäre sie sehr gerne deiner Aufforderung gefolgt...aber die Krankheit wollte es wohl anders... ganz liebe Grüße Karin


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 01.03.2011

Ein traurig-schönes Gedicht um einen Menschen, der langsam fortschreitend seine Erinnerung an sein Leben verliert. Die Momente des klaren Erkennens werden immer seltener - aber genau dann wird "die Sehnsucht zu leben" stark verspürt.

Du hast dafür wieder einmalig wehmütige und zarte Verse geschmiedet, die die Mitte des Herzens treffen.

Liebe Grüße an Dich, Renate

 

Antwort von Karin Hufnagel (04.03.2011)

liebe Renate, sehr traurig ist es mit ansehen zu müssen, wie ein Mensch langsam ins Vergessen wandert. Es ist nicht möglich ihn aufzuhalten. Ab und zu schaut er zurück und erinnert sich.. ich danke dir für einen sehr einfühlenden Kommentar für dieses Gedicht, das ich aus meinem Herz geschrieben habe. (es ist nicht das einzige dieser Art) ganz liebe Grüße Karin


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