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„Die Abseitsfa... äh Abschaltfalle“ von Edward Suvega

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DieDorste (doro.stemmerweb.de) 10.07.2011

Lieber Edward, in dem Protestgedicht hast du deine Meinung gut rübergebracht.
Trotzdem bin ich froh, dass die Regierung diesen Salto rückwärts genommen hat.
Zu gut weiß ich noch, wie im Frühjahr mein Sohn, knapp 30 ziemlich deprimiert zu mir sagte: "Stell dir vor, wenn ich in Rente gehe, laufen noch die AKWs.
Die Prognose gilt jetzt glücklicherweise nicht mehr.
Das Thema Atomenergie habe ich auch öfter bereimt, "Kein Frühling in Fukushima, Was solln wir mit dem Atommüll machen - oder anderes zum Thema Im Wind des Wandels.
lg Dorothea

 

Antwort von Edward Suvega (10.07.2011)

Liebe Dorothea, notwendig, ja, sehr sogar, war dieser Salto Rückwärts, wie Du ihn beschreibst. Nur fällt es mir schwer, dem ganzen Versprechensbrei zu glauben, den die Regierung da neu anrührt. Zu wenig passt dieses neue Rezept zu dieser politischen Klientel. Das gleicht mir einem Fast-Food-Restaurant, in dem jetzt auf einmal edle, noble 1A-Gourmethäppchen wie in einem 5-Sterne-Grandhotel gereicht werden und man sich jetzt um wirklich gehaltvolle Kost bemüht. Grün ist einfach nicht die Sache der CDU, auch dieser Ausstieg ist sowieso nur ein Vorwand bzw. ein willkommener Hilfsanlass, um die schwindenden Wählerstimmen in neuer Soße anzudicken, in Soße, die eigentlich schon mal so da war. Auf einer Demo, die ich am 28.05. in der glorreichen Stadt Münster/Westfalen besuchte, traten auf einer Bühne nicht nur altgediente, engagierte Atomgegner und junge Neugegnerspunde auf, sondern eine junge betroffene Frau, eine Deutsch-Japanerin, die aus unmittelbarer Nähe Fukushimas kommt, deren größter Teil der Verwandtschaft dort auch wohnt. Sie erzählte dann, wie erschütternd und traurig, wie menschlich unfassbar schrecklich es ist, diese Verwandten nicht mehr besuchen zu können (und umgekehrt: diese auch nicht mehr sie als junge Verwandte in Deutschland besuchen können/dürfen), da die Strahlung zu groß ist und das Gebiet dort so verseucht ist, dass bei physischem Kontakt bzw. also Aufenthalt am selben Ort eine Kontaminierung wahrscheinlich ist. Ich war den Tränen nahe, konnte aber nicht weinen, weil ich seit geraumer Zeit nicht mehr genau weiß, wo meine Tränenkanäle sind. Ja, Fukushima: Das Thema hat mich auch beschäftigt, genau wie Dich, liebe Dorothea, seit langer Zeit, da es mir so unendlich leid tut, was die Menschen dort erleiden müssen und mussten. Es soll ja noch ein Erdbeben wieder gegeben haben in Japan. Ja - und es muss jetzt eine Epochenwende, ein Zeitenwandel stattfinden. Eine grüne Zukunft für uns Menschen all überall und den sexy Planeten, den wir bevölkern und bewohnen. Und ich seh da optimistisch, positiv eigentlich in diese Zukunft: Wir Menschen werden es schaffen, es wird alles gut. Und Quatsch mit dem Maya-Kalender, dass am 21. Dezember 2012 die Welt untergehen soll, in aller Angeblichkeit. Blödsinn! Schließlich müssen wir alle an diesem Tage Geschenke für Weihnachten oder Heiligabend besorgen - und schöne Karten... Ja, der "Wind des Wandels", jener "Wind Of Change" ist mir noch sehr geläufig, 1991 und so, kurz nach der Wende, Mauerfall. Ist doch noch meine Zeit, meine Spätjugend, meine glorreiche Episode. LG, eddisuvega


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