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„Schuld und Sühne“ von Roland Drinhaus

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FranzB (eMail-Adresse privat) 19.03.2014

Auch hier lebe und denke ich nach dem Motto, „Wer frei von Schuld ist………………………….“! Dir Roland Grüße der Franz der keine Steine werfen mag

 

Antwort von Roland Drinhaus (19.03.2014)

Lieber Franz Jetzt, wo du den Bibelspruch zitierst, fällt mir ein bissiger Radiokommentar ein, den ich in diesem Zusammenhang hörte: "Man mag bei Hoeness gewiss gerne denken "wer frei von schuld ist, der werfe den ersten Stein" ich bin mir daher ziemlich sicher, dass Hoeness in Deutschland in diesem Falle von vielen kleinen Kieseln getroffen würde..." -Ende Kommentar- wie auch immer Franz; ich hoffe, dass Hoeness nun seine Strafe genauso mit Anstand verbüssen kann, wie er vor Gericht ihn gezeigt hat. Ich persönlich hätte eine Geldstrafe bzw. ein hohes Bußgeld für ausreichend befunden. L.G. Roland


Nordwind (nordwind19-wehtyahoo.de) 17.03.2014

Lieber Roland,

ein hervorragendes Gedicht, ebenso deine Anmerkung, dem wir, mein Partner, Bella und ich nur zustimmen können, obwohl hier die Meinungen auseinander gehen, was man natürlich akzeptieren muss. Auch wir haben über den Fall gesprochen und Bellas Mann, der Richter ist und auch Bayernfan, sieht die Verdienste, dennoch sieht er die Verfehlung, die natürlich juristisch geahndet werden muss und findet die Strafe angemessen. Ich persönlich wäre auch wie du dafür, dass er eine Millionenstrafe für gemeinnützige Zwecke entrichten sollte.

LG Gabriele

 

Antwort von Roland Drinhaus (18.03.2014)

Liebe Gabriele Das finden eines objektiv exakten Strafmaßes ist bei genauer Betrachtung dasselbe, wie das Finden einer Nadel im Heuhaufen. Schon alleine die Definition des Begriffes "Kriminell" stösst an gewisse Grenzen, wenn man versucht reine verbrecherische Absicht oder Gewalt, von einem mehr oder weniger unbeabsichtigtem oder unterschätztem Fehlverhalten abzugrenzen. Betrachten wir einfach mal den Begriff "Zockerei": Der eine verspielt Haus und Hof beim Poker oder in der Spielhalle.... er verursacht letztlich einen Schaden, den er, besonders wenn es exzessiv geschah, nicht wieder ausgleichen kann. Kommt dieser "Zocker" nun ins Gefängniss, oder ist es nicht vielmehr so, dass er nach einer Privatinsolvenz dann sogar noch in eine Therapie kommt? Hoeness hat nun sogar mit viel Gewinn gezockt und damit Vermögen angehäuft.... wie kommt es nun, dass er den durch seinen Gewinn entstandenen Schaden nicht bezahlen "darf"? Wie steht er da, im Vergleich zum Spielsüchtigen (der Antrieb zur Tat war bei beiden derselbe). Dieses ist nur ein kleiner Nebenaspekt in einem Fall, bei dessen Bewertung eigentlich niemand den kompletten Überblick haben kann. Dein Kommentar hat einmal mehr gezeigt, wie sehr sich viele Menschen mit diesen Fragen nun auseinandersetzen und welche Kreise es zieht.... und man kann sicher vieles noch dazu sagen. Ich bedanke mich an dieser Stelle nun für deinen netten und zustimmenden Kommentar und sende dir ganz herzliche Grüße. L.G. Roland


hermser (karstherrmanngooglemail.com) 16.03.2014

Hallo Roland,

ich bin völlig deiner Meinung,
Uli Hoeness ist ein großer Macher des FC Bayern,
er war nicht nur ein großer Fußballer, sondern auch ein solider Manager mit
sozialem Arrangement.
Deswegen verdient er für mich als Fan besondere Hochachtung.
Aber privat hat er sich steuerlich strafbar gemacht,
und dafür muss er gerade stehen, wie wir alle kleinen Leute auch.
Nach seinem erhobenen Abgang und der bevorstehenden Strafe wird es ihm leicht
fallen auch Millionen zu spenden, was er bisher auch immer getan hatte.
Gern gelesen Gruß Karsten


 

Antwort von Roland Drinhaus (18.03.2014)

Lieber Karsten Geradestehen dafür muss er.... das ist ganz klar. Denn die Rechtslage verlangt es so; und vor dem Gesetz sind alle gleich. Mein Gedicht (und besonders die Anmerkung) soll deshalb letztlich auch nur Denkanstöße bringen, in welcher Art und Weise eine Schuld gesühnt werden kann. Gerade im Fall Uli H. gibt es dazu enorm viele Meinungen, Aspekte und Möglichkeiten. Er wirft die Frage auf, ob die Gefängnissstrafe dafür grundsätzlich das richtige (Universal-)Mittel ist. Schon allein die Wirkung einer (Haft-)Strafe ist bei einem alten Mann mit Familie und jahrelangem Promileben in Luxus ganz anders, als bei einem ungebundenen jungen Menschen, der seine Heimat noch garnicht gefunden hat.... daher "therapiert" diese Strafe den einen ganz anders als den anderen. Vielen Dank für deine freundliche Anmerkung und herzliche Grüße, Roland


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ketti (hans-j.kettelerosnanet.de) 16.03.2014

Hallo Roland, Du hast ein ehrliches Gedicht geschrieben, dem ich von der Thematik nur zustimmen kann. In Deiner
aufwendigen Anmerkung hast Du Dich speziell mit dem Fall Hoeness beschäftigt.
Hier werden sich die Meinungen vielleicht regional bezogen etwas
unterscheiden. Wir Norddeutsche sind
möglicherweise etwas strenger.Doch bin ich absolut Deiner Meinung, dass Ulli Hoeness durch seine Tätigkeiten bei Bayern München und sein Lebenswerk
(auch im sozialen Bereioch) unsere absolute Wertschätzung verdient hat, die über seine zugegebenen Verfehlungen
hinausgeht.
Die Familie meiner Tochter ist mit Kind und Kegel Mitglied beim FC Bayern und ich konnte eine große Traurigkeit feststellen.

LG Hans-Jürgen

 

Antwort von Roland Drinhaus (18.03.2014)

Lieber Hans-Jürgen Wenn man es genau nimmt, habe ich mit meiner Anmerkung beim Thema Uli Hoeness ein sehr heisses Eisen angefasst.... Fußball ist eben noch immer eine sehr beliebte Nebensache und die damit verbundenen Emotionen haben immer das Zeug, richtig hochzukochen. Das merke ich sogar ein wenig bei allen drei Kommentaren, die ich zu meinem Gedicht erhalten habe. Denn keiner der Kommentare bezieht sich auf das Gedicht alleine (wie angemerkt, gehen die Leser offenbar konform); es geht tatsächlich in der Hauptsache um das Thema Uli Hoeness und Fußball. Ich gebe dir Recht, dass die Norddeutschen mit Hoeness sicher härter ins Gericht gehen würden; trotzdem (und das ist eine der interessanten Facetten an dem Fall) sind vor Gericht alle Menschen gleich zu bewerten. Der Richter hat somit weise gehandelt, als er in seinem Urteil mit dreieinhalb Jahren etwas mehr als die Mitte aus den Forderungen von Anklage und Verteidigung gewählt hat. Dieses Urteil ist Umfragen zufolge tatsächlich mehrheitlich begrüßt worden. Und trotzdem: Ich bleibe bei meiner Meinung, dass eine hohe zu zahlende Geldstrafe (wenn auch dabei ein gerechtes Maß gefunden würde) als Bestrafung das effizientere und fairere Mittel gewesen wäre..... denn mal ehrlich: Gefängnisstrafen haben den Zweck, einen Menschen von seinem Fehlverhalten in Einsicht und Reue zu sühnen.... alldas jedoch ist bei Hoeness im Prinzip schon vor Gericht geschehen; somit verändert die Haftstrafe beim guten Uli im Prinzip garnichts und er wird zukünftig ganz bestimmt so eingestellt sein, diesen Fehler (ich vermeide bewusst den Begriff Straftat) noch einmal zu wiederholen. Ganz herzlichen Dank für deinen tollen Kommentar und liebe Grüße, Roland


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