Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht
„Vorbei geschrammt“ von Andreas Thon


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...Andi, ich bin begeistert, das nenne ich zeitgenössische, moderne Lyrik.

LG von Bertl.

Andreas Thon (25.07.2014):
Danke, Bertl, für diesen lieben Kommentar. Und da ich weiß das viele mit zeitgenössischer Lyrik erst einmal nichts anfangen können bin ich auch immer gerne bereit meine Sachen zu erklären, und auch über die Kommentare nachzudenken die ich bekomme. Denn nur so kann auch ein gegenseitiges Geben und Nehmen statt finden...jedenfalls seh ich das für mich so. Kommentare nicht zu beantworten oder den Leser im Unklaren zu lassen empfinde ich als Schwäche des Autors. Große Autoren müssen sich in Podiumsdiskussionen den Fragen der Leser, Kritiker und Journalisten stellen, da sollten wir das hier im Kleinen auch schaffen. Aber jetzt bin ich schon wieder abgeschweift ;-)...LG Andi

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Zwei Worte, "Klasse Andi"!!! So euch beide liebe Grüße der Franz

Andreas Thon (22.07.2014):
Hallo Franz, danke für Deinen Kommentar. Und wie schon bei Ralph geschrieben...wenn man mit offenem Herzen durchs Leben geht, gibt man immer den anderen Menschen die Gelegenheit das Herz über ihren Asphalt zu schleifen. Wenn mans schnell genug merkt und schnell reagiert gibt es auch bloß ein paar Schrammen in den Randgebieten des Herzens ;-) Dir auch liebe Grüße von uns Beiden - Andi

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Lieber Andi, hier überwiegt das Gefühl gegenüber dem Intellekt, der zwar die schmerzhafte Erkenntnis wahrnimmt, aber vom Gefühl zurückgedrängt wird, ein dorniger Weg, den die Liebe zurücklegt. Herzlichst, Inge

Andreas Thon (22.07.2014):
Hallo Inge - ich mußte erst mal überlegen , aber Du hast recht: Das Gefühl regiert natürlich in der letzten Zeile und nimmt die zusätzlichen Dornen eher wahr die durch die Schrammen verursacht wurden. Und wenn man mit einem offenen Herz durchs Leben rennt, seine Liebe (nicht die partnerschaftliche) erst ein mal an jeden verschenkt, dann ist es ein dorniger Weg. Ich seh es aber als einzigste Möglichkeit an wahrhaftig zu leben. Danke für Deinen einfühlenden Kommentar, der mir schon wieder (wie auch der von Renate) einige neue Assoziationen und Ideen gebracht hat. LG Andi

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Die wenigen Worte können viel ausdrücken, wenn man ihnen nachgeht.

Es könnte bedeuten, dass man sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, bevor Schlimmeres am Seelenleben geschehen wäre. So ist man vielleicht sogar froh darüber und denkt es mit einer kleinen Ironie.

Die verdornten Felder sind ja schon Anzeichen einiger Schmähungen/Enttäuschungen, die erlitten wurden. Wie sagt man doch: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker!

Manchmal geht man einen längeren Weg durch Dornengestrüpp, bevor man den Blick wieder auf fruchtbares Land/Leben hat...

Liebe Grüße von Renate

Andreas Thon (22.07.2014):
Hallo Renate, - alles vollkommen richtig. Schrammen sind ja auch nicht so schlimm, gehören sie doch zur Patina des Herzens dazu. Wer keine Schrammen abbekommt hat nicht gelebt/geliebt...und so entstehen auch die verdornten Felder die um die fruchtbaren Gärten herum angelegt werden. Ich glaube es kann beides gleichzeitig bestehen - und trotzdem kann man mit offenem Herzen durch Leben gehen, sozusagen die verdornten Felder teilen, herausschauen, einen Gang aus den Gärten durch die verdornten Felder schaffen, der einen natürlich auch immer wieder verletzlich macht. Und ich finde die verdornten Felder sind auch realistisch und gar nicht so schlimm wie sie sich anhören - jeder hat sie in seinem Herzen - schlimm wird es erst wenn das Herz ganz daraus besteht bzw. wenn man sie nicht von Zeit zu Zeit rodet und an der Hoffnung und Liebe relativiert. Und wie schon bei Ralph geschrieben...wenn man mit offenem Herzen durchs Leben geht gibt man immer den anderen Menschen die Gelegenheit das Herz über ihren Asphalt zu schleifen. Wenn mans schnell genug merkt und schnell reagiert gibt es halt bloß ein paar Schrammen in den Randgebieten des Herzens ;-) Danke für Deinen tollen Kommentar der so viele Feinheiten erspürt hat. Das hat auch mich weiter gebracht und nachdenken lassen...und hat mich auch inspiriert noch ein weiteres Gedicht zu schreiben - Stichwort: Man kann auch mehrere Herzen haben die in der Brust schlagen. Ist aber noch nicht fertig, da muß ich noch etwas feilen wenn ich Zeit habe. LG Andi

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mit jeder neuen Liebe ( wolln mal hoffen, es bleibt bei einer..) ein paar Schrammen
mehr.
Schrammen sind nicht so wild, denk ich mal, Andi. Schlimmer wirds erst, wenn
die zu dauernd eiternden, nicht heilenden Wunden werden...Mal weitergesponnen...

Klein und fein - hier passt es.
Prima!

Gruß
Ralph


Andreas Thon (22.07.2014):
Hi Ralph - ich hatte es extra unter *Menschen* gesetzt damit man besser abgrenzen kann das es sich nicht um partnerschaftliche Liebe geht - wobei das natürlich auch da zutreffen kann (aber da gibts dann wirklich tiefe Wunden). Also schon richtig was Du da schreibst. Aber auch so geht man ja mit offenem Herzen durch die Welt (geht ja nicht anders wenn man wirklich leben will) und gibt dem anderen die Gelegenheit das Herz über den Asphalt zu ziehen. Natürlich nie so tief und viel kürzer (bis man es nicht mehr zulässt) als in so einer innigen Beziehung wie Du sie ansprichst. Deswegen landen die Schrammen ja auch in den verdornten Feldern, die wie ein Schutzwall die blühenden Gärten des Herzens umgeben. Sorry das ich das nicht eindeutiger klar machen konnte ;-( Danke für Deinen Kommentar über den ich mich echt gefreut habe. LG Andi

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Lieber Andi, vielleicht empfindet man manche Schrammen sogar als wohltuend, weil sie alte Narben vergessen lassen???
Dir wünsche ich eine gute Woche, lG, Christa

Andreas Thon (22.07.2014):
Ich weiß nicht, Christa, Schrammen sind wohl nie wohltuend, aber solange sie nur oberflächlich sind werden sie ja auch zur Patina des Lebens auf dem Herzen. Und meine außen liegenden Dornenfelder können auch was ab ;-) Ich wünsche Dir auch eine gute Woche - LG Andi

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