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„Edda - oder: mein Deutschunterricht“ von Jürgen Wagner


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Lieber Jürgen,

die "Edda", die ich auch habe, ist manchmal für einen heutigen Menschen fast unerträglich. Damals und auch in den "Heldensagen" war das Heldbild völlig anders, als heute. Die jungen Leute würden Dir wahrscheinlich "Bushido " sagen, den sie als Helden sehen. Schrecklich, aber es ist so. Für mich sind Helden noch so etwas wie Martin Luther King oder Nelson Mandela, oder Gandhi und dann gibt es viele kleine Alltagshelden, die zum Beispiel tagein und tagaus demente Menschen pflegen, ohne unfreundlich zu werden.

liebe Grüße,

Heidi


Jürgen Wagner (20.01.2015):
Ja, so sehe ich es auch. Das war auch mir dem Schlussvers. Auch ein Satz von Sri Aurobindo hat sich mir ín dem Zusammenhang sehr eingeprägt: als Held brach ich einst auf - und als Diener kehrte ich zurück. Herzliche winterliche Grüße Dir von Jürgen

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Lieber Jürgen,
da würde ich sagen heute sind die
Helden ganz anders als vor langer
Zeit. Ich mag die komischen Gestalten
von früher nicht. Hitler war für viele
ja auch ein "Held". hoffentlich
schwärmen die Menschen in Zukunft für
andere Helden.
Na, früher war alles anders.
Herzlich Wally

Jürgen Wagner (20.01.2015):
Das Heldentum ist eine sehr belastete Geschichte, verknüpft mit Stolz, Ehre, Verherrlichung der eigenen Sippe oder des Volkes oder einer Idee. Aber manchmal schimmert immer noch etwas von seiner Wahrheit durch, wenn Menschen Großes wagen und auf sich nehmen für ein lohnendes Ziel. Es hängt daran, ob das Erstrebte der Gemeinschaft in schwieriger Zeit wirklich dient - sei es einer Familie, einem Unternehmen, einem unterdrückten Volk .... Früher war alles anders - heute hoffentlich auch! Herzlich! Jürgen

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Was ist heut' darunter zu verstehen?
Die Zeiten hatten jeweils "Helden".
Doch nicht nur Gutes sie vermelden,
deshalb muss ich es skeptisch sehen.
Ein Held, der ist für mich ein Vorbild,
ein Mensch, der sich nicht schont vor
allem. Der seine Liebe trägt als
Banner, und sie verstreut zum Wohl-
gefallen... Im Geiste kann er viel
bewegen, und das ist mehr als anderes
Streben. Er setzt Pfeiler in vielen
Herzen, diese werden eine große Menge bewegen...

Lehrer, ob sie immer das Beste vermitteln können? Sie lehren ja auch nur aus ihrer Sicht. Was "heldenhaftes Tun" letztendlich wäre, das kann ein junger Mensch auch heute noch schwer zuordnen, denke ich, da es immer auch mit Manipulation verbunden sein kann. Bis jemand zu einem "klaren" Wort fähig wird, vergeht schon eine beträchtliche Nachdenkzeit.

Schauen wir uns "Helden" immer sehr genau an!

Liebe Grüße von Renate



Jürgen Wagner (19.01.2015):
Das Wort ist eig. schon vergangen, aber manchmal kann man eine solche Antiquität wieder neu anschauen - so wie Du es auch getan hast. Wenn man Kinder oder junge Leute heute fragen würde, wer ist denn heute ein Held? Ich wäre gespannt, was da käme! Ich würde es gerne mit ihnen diskutieren und anschauen. Wir sprehcen heutelieber von Vorbilder. Aber es gibt durchaus diese Qualität außerordent-licher Hingabe und Mutes und Audauer - das wird es (hoffentlich) auch immer geben. Danke für Dein Nachdenken und Deine Antwort! Jürgen

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Zum Glück sehen wir heute Mord und Rache nicht mehr als Heldentaten. Das war eine ganz andere Zeit. Hoffen wir, dass sie nicht wiederkehrt.
Gut geschrieben, gefällt mir. Liebe Grüße, Wilhelm

Jürgen Wagner (19.01.2015):
Ja, das Heldentum muss in unserer Zeit neu gefasst werden. Wahrscheinlich erkennt man es erst im Nachhinein - so wie bei Nelson Mandela. Danke Dir! Jürgen

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