Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Die Uhr“ von Roland Drinhaus

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hansl (eMail-Adresse privat) 31.01.2015

Lieber Roland,

Die Uhr hör ich in Bomben ticken,
die ihren Zünder selbst nicht kennen.
Erst wenn sie uns ins Jenseits schicken
wird durchgeknallt der Mensch sich nennen...

Liebe Grüße
Faro

 

Antwort von Roland Drinhaus (01.02.2015)

Lieber Faro Gut gedichtet... dem ist nichts hinzuzufügen; denn meist lernt der Mensch erst nach dem Schaden (schön wärs, wenn er es in diesem Falle auch könnte). Die Hoffnung, dass der Mensch im letzten Moment die Zünder entfernt, sollte man behalten.... eine schwere Bürde für kommende Generationen. Danke für den vielsagenden Reim, der so geschrieben gewiss auch ein guter Aphorimus wäre. L.G. Roland


Ernst Woll (dr.wollversanet.de) 31.01.2015

Lieber Roland,
irgendwann hört jede Uhr auf zu ticken und irgendwann wird auch die Welt untergehen – regional ist das ja in den vergangenen Millionen Jahren schon einige Male geschehen und aus einen überlebenden Keim hat sich wieder neues Leben entwickelt und weiterentwickelt. Betrübt bin ich über unvernünftiges Handeln vieler Menschen.
Ein vielsagendes Gedicht, habe es gern und interessiert gelesen.
Herzliche Grüße
Ernst

 

Antwort von Roland Drinhaus (01.02.2015)

Lieber Ernst Gäbe es eine Uhr über die Jahrmillionen, wäre der Mensch erst um 5 vor 12 auf die Welt gekommen. Aus dem Gesichtspunkt heraus, ist "unsere" Zeit bislang nur eine kurze Phase.... in der es uns aber zweifelsohne in Rekordzeit gelungen ist, viel kaputtzumachen. Deshalb ist es an der Zeit, am Bewusstsein zu arbeiten (dass vieles im Argen liegt, wissen wir schon lange). Das Prinzip "Wachstum" stösst an seine Grenzen.... Rüstung gibt es zuviel.... Geld ist unkontrollierter Spekulation ausgesetzt.... und trotzdem machen alle weiter, als wäre nichts geschehen. Umdenken beginnt mit neuen Ideen; vielleicht fällt uns Autoren auch mal das Richtige ein. In der Hinsicht danke ich für deinen Kommentar und wünsche einen schönen Sonntagabend und Wochenstart, Roland


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Lyrikus (eMail-Adresse privat) 30.01.2015

Lieber Endzeitdichter Roland!
Man möcht´ am liebsten bloß HÄNDE FALTEN
Auch zwischen noch so hohen STURMWELLEN...
Hilflos wie sich 2 stur KÄMPFENDE HALTEN
Wie laut ticken die Computer-WURMSTELLEN
?!? Ich glaub eher, dass es schon 13 (Uhr) schlägt!!!
Herzl. hoffnungsfrohe Freitagnachtgrüße vom Jürgen im verschneiten Ländle

 

Antwort von Roland Drinhaus (01.02.2015)

Holla.... bei euch hats auch geschneit, Jürgen? So wie ichs mitbekomm, fast überall. Wer kämpft denn da? Der Mensch gegen Natur oder Welt? Oder gar gegen sich selbst? Wichtig wärs, alle schlössen Frieden; aber selbst das würde der Welt, der die Wurzeln ausgegraben werden nicht helfen. Ich habe im ersten Kommentar bei Irene Beddies mal darauf hingewiesen, dass es darauf ankommt, auf welche Uhr wir schauen (die Schuldenuhr z.B. kann unendlich laufen.... man muss nur ständig ihr Display vergrößern). Und wer weiss.... vielleicht ist es selbst um 13 Uhr noch nicht zu spät. Daher sende ich dir mal freundschaftlich aufmunternde Grüße ins Schwabenland und wünsche einen angenehmen rutschfreien Wochenstart, Roland P.S. Hände falten ist auch nicht verkehrt.


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freude (bertlnagelegmail.com) 30.01.2015

...Roland, dein mahnendes Gedicht ist mit Abstand das beste, das es zur Zeit gibt. Man meint immer, die Vernunft müsste einmal siegen, aber dem ist nicht so. Dein guter Link verdeutlicht uns zusätzlich noch alles.
Es gibt immer mehr Probleme, die im 21. Jhdt. auf uns zukommen und nicht einmal die einfachsten bekommt man den Griff. Jeder ist sich selbst nur der Nächste. Wir kritisieren die Großmächte unüberlegt öffentlich in allen Medien, da ist das Internet nicht unbeteiligt und es entstehen auch dadurch immer wieder neue Brandherde.
Es findet eine Volksverhetzung da und dort statt, die nur der Lobby und den Reichen dient und ändern tut sich nichts.
Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn alles auf einmal den Bach runter geht. Es würde Seiten füllen, würden wir auf alles noch näher eingehen.
Respekt vor deinem super Gedicht und lG, Bertl.

 

Antwort von Roland Drinhaus (01.02.2015)

Lieber Bertl Dein langer Kommentar zeigt mir, wie sehr dieses Thema auch dich beschäftigt und (leider) liegst du in deiner Einschätzung richtig. Trotz der aussichtslosen Lage müssen wir zusehen, dass wir Autoren die kommenden Generationen durch positive und mutmachende Texte und Gedichte aufbauen; denn Möglichkeiten -unabhängig davon ob sie der Masse helfen, oder individuell, wird es in Einzelfällen zumindest noch fast bis zuletzt geben. Ich bleibe in meiner Auslegung zum Gedicht, ob es das Beste ist, lieber sehr bescheiden (es gibt viele Autoren, die es mindestens genausogut in Worte fassen (könn(t)en)); aber ich denke, es gehört auch Mut dazu, schonungslos ehrlich zu sein. Wichtig ist, dass man ein Bewusstsein nur ändern kann, wenn die Ernsthaftigkeit der Lage deutlich (und durch Fakten belegt) ist. Dieses Thema muss ich daher zukünftig noch hier und dort ausführen; aber ich werde genauso auf der Suche bleiben, aufbauende oder aufmunternde Worte in der Mehrzehl zu suchen. Themenbereiche gibts genug darüber. Nun danke ich dir noch herzlich für deinen so ausführlichen Kommentar und wünsche dir heute einen schönen Sonntagabend und einen guten Wochenstart. Nachher bringe ich noch ein positives Gedicht, aus einem seltsamen Blickwinkel.... vielleicht bis dann und servus, Roland


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 30.01.2015

Die Erde/Menschen haben schon viele Gefahren überstanden. Heute ist alles
noch mehr gedrängt. Der Platz wird
enger, der Weltfrust wird größer, die
Machtpositionen werden wieder mehr
ausgebaut, Feindbilder neu und massiver
geschaffen. Die Natur ächzt. Alles ist
in Aufruhr. Auch die Erregung/Aggression
der Menschen steigt an...

Du hast ein sehr gutes Gedicht ge-
schrieben und viele brennenden Dinge
beim Namen genannt.

Trotzdem möchte ich die Hoffnung,
dass wir (durch Erlangung eines
neuen Bewusstseins) das Blatt wenden
werden, nicht aufgeben.

Ich lasse dir mal ein Gedicht da,
welches ich 2009 geschrieben habe.
Das Thema ist schon lange in den
Köpfen!

Liebe Grüße von Renate


WELTENUHR

Was peitscht mein Herz
in sein Erfrieren,
wenn die Gedanken
wandern gehn?

Den TURM der Zeit
kann man nicht sehn,
so hoch sind seine Hallen.
Und denke mir:
was wird geschehn,
wenn ALLE Zeiger fallen!

© Renate Tank
06.01.2009




 

Antwort von Roland Drinhaus (01.02.2015)

Liebe Renate Vielen Dank für deinen mir zustimmenden Kommentar. Bei diesem Thema ist es schon aller Ehren Wert, wenn Menschen objektiv und selbstkritisch genug sind, dies auch kundzutun. Hoffnung... man sollte sie immer haben; ob es nun ein Bewusstseinswandel ist (leider lernt der Mensch noch zu häufig nach dem eingetretenen Schaden/in diesem Falle wäre das zu spät) oder (wie bei mir) ein gewisses Grundvertrauen in die Wissenschaft und Technik (die noch sehr fleissig ist, aber hier nur mit sehr viel Glück etwas bewegen kann) bleibt natürlich offen. Sehr beeeindruckt hat mich dein Gedicht aus 2009. Dieses beleuchtet das Ganze genauso mit weniger Worten genauso. Ein Trost der mir persönlich bleibt ist es auch, dass die schlimmeren Zeiten wohl erst irgendwann nach uns eintreten werden; aber die Traurigkeit darüber wird bleiben. Mir persönlich ist es dahingehend auch wichtig, zukünftig positive Gedichte weiterhin in der Mehrheit zu schreiben, um Zuversicht und Trost zu stärken. Vielen Dank und ganz liebe Grüße für dich sendet dir, Roland


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I Bebe (irene.beddiesgmx.de) 29.01.2015

Lieber Roland,

ich bin keineswegs überzeugt, dass die Uhr uns noch so wenig Zeit lässt. Immerhin hat die Welt so manche Katastrophe kosmischen Ausmaßes und menschlicher Uneinsichtigkeit überlebt und immer wieder Neues hervorgebracht. Vielleicht mögen die wenigen Sekunden auf das Ende der Menscheit zielen, aber das ist ja nicht weiter tragisch, so wie sich verhält.
Übrigens, wie oft ist schon der Weltuntergang beschworen worden und niemals eingetreten. Sind nicht auch Sekunden im Sinne der Bibel selbst eine Ewigkeit?

Nachdenkliche Grüße von Irene

 

Antwort von Roland Drinhaus (29.01.2015)

Liebe Irene In deinem Kommentar klagst auch du das Verhalten der Menschen an.... und unter dem Aspekt, dass das Leben auf der Welt auch ohne Menschen weitergeht, gebe ich dir auch vollkommen Recht. Tatsächlich hat die Menschheit schon manche Krisen und Probleme gemeistert; jedoch sind die Probleme und Konflikte der heutigen Zeit aus meiner Sicht auch in ihrer Vielfalt sehr kritisch. Neben der Kriegsgefahr ist hier besonders der einsetzende Treibhauseffekt (das Treibhaus ohne Fenster) zu nennen; insbesondere die Frage der Begrenzung der CO² Emissionen zeigt deutlich, wie wenig kompromissbereit die Welt-Eliten derzeit sind.... man hat kürzlich ausgerechnet, dass alle noch vorhandenen (noch nicht verbrannten) fossilen Brennstoffe ausreichen, die Welt um ein Vielfaches zu überwärmen. Das bedeutet, dass das Problem nicht dadurch gelöst ist, wenn die Ressourcen erst einmal verbraucht werden und ausgehen. Auch die Geschichte mit der Uhr täuscht ein wenig (es kommt nämlich darauf an, nach welcher Uhr man sich richten soll). Wäre im Hinblick auf die gesamte Geschichte der Welt heute 12 Uhr, dann wäre der Mensch (oder der Affe) erst um 5 vor 12 auf der Welt erschienen.... bei 3 vor 12, hätte die Menschheit somit erst etwa die Hälfte seiner Zeit hinter sich gebracht.... das erscheint zunächst beruhigend; im Hinsicht auf die realen Konflikte aber, sind dann erscheinen die 3 Minuten allerdings auch umso realer. Unsere Generation betrifft es aber mit Sicherheit nicht mehr, Irene.... und das ist ja schonmal die Hauptsache. Liebe Grüße, Roland


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