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„Ein Hundeleben unter Menschen“ von August Sonnenfisch

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Monika Schnitzler (eMail-Adresse privat) 10.09.2015

es sollte wohl jemand nun auch mal einen Kommentar schreiben, der nicht Hundefeind ist.
Grundsätzlich würde ich sagen , muss man, wenn in einem Lokal Hunde erlaubt sind, damit rechnen, dass dort auch aHunde sind. Wem das nicht passt, der muss Lokale wählen, wo Hunde verboten sind.
Der Hund bellte nicht und lag zwischen Frauchen Beinen- was also ist das Problem?
Die Sache mit dem Schoß ist natürlich daneben, sowas macht man nicht als Hundebesitzer.
Ich denke, wenn ein lautloser Hund auf der Erde aber ärgert, den ärgert auch die Fliege auf der Wand.
Ich persönlich hätte mich so nah mit meinen Hunden nicht an den Tisch gesetzt, nicht aber wegen der Hunde, sondern weil ich es nicht mag, wenn solche Menschen einem dann immer "ihre Blicke" zuwerfen.
Mit mir hätte der Prot also auch Ärger bekommen, wenn ich auch meinen Hund nicht auf den Arm genommen hätte.

Also aufgepasst bei der Lokalwahl

GG von Aylin

Fazit: wer keine Hunde will, sollte dahin gehen wo keine sind...

 

Antwort von August Sonnenfisch (11.09.2015)

3. Versuch (mit Präzisierung): Werte Aylin, mir geht es um unterschiedliche Bedürfnisse, und wie wir damit umzugehen in der Lage sind: kriegerisch (dann ist man für den anderen ein Hundefeind, wenn man es nicht mag, wenn sie dir das fremde Tier dicht an deine Schuhe legen: das Tier lag ja nicht zwischen Frauchens Füßen, sondern außen vor, zwischen den ihren und den meinen - als wäre ich ihr Gatte - diese Stelle hast du anscheinend nicht aus ihrem Kontext heraus gelesen: ich habe sie nunmehr mit vielen Worten präzisiert) ... oder gehen wir koopperativ mit unseren (notwendigerweise immer wieder auftretenden) Differenzen um. Am Ende gab es hier ja eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel war - doch (wir haben es in dieser Konkurrenzgesellschaft eben nicht anders gelernt) die für beide verträgliche Lösung wurde nicht lustvoll kreativ (und damit in gegenseitigem Respekt), sondern in Feindschaft praktiziert. ... Auch hier im Forum treten ja periodischerweise Differenzen auf, die dann kriegerisch ausgetragen werden - was uns schon etliche bedauerliche Austritte gekostet hat. Unnötigerweise - lehrte doch schon Sokrates vor 2.500 Jahren, dass es mit Synthesen auch ginge - und wir dazu durchaus in der Lage wären ... Wie auch immer, ich danke dir, Aylin. Herzlich: der dumme August


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hansl (eMail-Adresse privat) 10.09.2015

Lieber August,

köstlich! Ähnliche Herrchen- und Frauchenerlebnisse hatte ich auch schon. Der Hund war immer noch der Normalste von den Dreien...

Liebe Grüße
Faro

 

Antwort von August Sonnenfisch (11.09.2015)

Lieber Faro, der Hund vermag ja auch besser zu kommunizieren als wir Menschen in dieser subtil direktiven Zivilisation - mit ihren permanenten und allgegenwärtigen Denkverboten: Sobald du einen authentisch eigenen Gedanken denkst, bist du flugs ein Hundefeind oder ein Fremdenfeind oder ein XY-Feind ... Und Marshall B. Rosenberg (1934-2015) will ohnehin keiner und keine kapieren (nicht einmal die Frauen lieben ihn, wo er doch Empathie liebte und lebte)! Herzlich: August


cwoln (chr-wot-online.de) 09.09.2015

Lieber August,

Man muss ein Hundeliebhaber sein, wenn einem beim Essen der Geruch eines Hundes ständig in die Nase steigt und dieser einem bittend anschaut, ob man nicht etwas für ihn fallen lässt....
Du hast das Problem auf deine Weise gelöst.

Grüße von Chris

 

Antwort von August Sonnenfisch (13.09.2015)

Witzig, liebe Chris, wie schwer wir uns bislang tun, so eine kleine Hundedifferenz in einem schütter besetzten Bistro kommunikativ zu kommunizieren - und jetzt sollen wir 1 Million Menschen integrieren aus fremden Kulturen (Herrn Orbans Ideen, die Traumatisierten vor Ort (d. h. in den Ländern um Syrien herum) zu unterstützen, werden von der Diktatur einer Merkel-schen Regierung ebenso abgetan, wie meine Bedürfnisse von jenen Hundehaltern in jenem Bistro). ... Ich danke dir! Herzlich: August


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Margit Farwig (farwigmweb.de) 09.09.2015

Lieber August,

manchmal müsste man Hund sein. Die Kellnerin hätte besser dein Gedeck nachträglich an einen anderen Platz setzen können. Dann hätte es aber keinen entlarvenden Dialog gegeben...:-)

Liebe Grüße von Margit

 

Antwort von August Sonnenfisch (11.09.2015)

Liebe Margit, das Gestühl war ebenso italienisch wie kapitalistisch eng gestellt und sie wollten unbedingt an die Tisch neben den meinen und der Hund musste unbedingt mir zu Füßen sich niederlegen (nicht zwischen die Füße von Frauchen, wie unsere Mitautorin Aylin dies irrtümlicherweise gelesen). Dass der Mann nicht eifersüchtig wurde, wo seine Ehebeste doch Schulter an Schulter mit mir saß! Du siehst: eine sehr schreibeträchtige Situationn - zumal wir ja nirgends gelernt haben, damit spielerisch umzugehen. ... Wie auch immer, ich danke dir! Herzlich: August


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chriAs (christa.astla1.net) 09.09.2015

Lieber August,
dass eben nicht alle Menschen Hundefreunde, sind, müssen auch Hundefreunde mal einsehen. Schließlich hast du es ihnen höflich gesagt. Leider bringe nicht jeder den Mund auf, wenn ihm was zuwider ist, und diesen Mut bewundere ich an dir!
Liebe Grüße in den Tag, Christa

 

Antwort von August Sonnenfisch (11.09.2015)

Es war einfach zu dicht, liebe Christa - und sie gingen anscheinend davon aus, dass mir ihr Hund ebenso lieb ist wie ihnen. Bei nicht wenigen Mneschen schläft er ja sogar mit ihnen mit im Bett. Und hier in diesem Bistro sollte er direkt an meinen Füßen liegen dürfen (nicht zwischen den Füßen von Frauchen - was ja immer noch ziemlich dicht gewesen wäre, bei diesem italienisch dichtem Gestühl: die Dame saß ja Schulter an Schulter mit mir! Dass ihr Mann da nicht eifersüchtig wurde! ... wie auch immer: in dieser subtil direktiven Zivilisation, bist du ein Feind, wenn du nicht mit den Bedürfnissen deiner herzallerliebsten Mitmenschen kon-form gehst. Das tat ich nicht, also war ich nicht nur ein Hundefeind, sondern auch ihr Feind. Was ja pure Einbildung war. ... ein jeder von uns erleidet derlei permanent - und einige verließen an solcher Stelle unser Forum, um von demselben Käse dann woanders angestunken zu werden. Es ist immer dasselbe in dieser subtil direktiven Zivilisation. Aber das darf man nicht erkennen. Nur hier ganz heimlich, wo es ohnehin keiner liest außer dir. ... Lachen wir weiter darüber, über diese Komik. Herzlich: der dumme August (ich kann mir diesen Titel der Dummheit leisten!)


rnyff (drnyffihotmail.com) 09.09.2015

Der Freund des Menschen sei der Hund.
Das ist seit alters her Befund.
Der Hund jedoch wurd nie befragt,
Ob`s ihm beim Menschen auch behagt.
Und umgekehrt nicht Jedermann,
Hat diesen eitlen Hundewahn.
Herzlich Robert

 

Antwort von August Sonnenfisch (11.09.2015)

Lieber Robert, "DER HUND JEDOCH WIRD NIE BEFRAGT, OB'S IHM BEIM MENSCHEN AUCH GEHAGT" ... Das gefällt mir! Weil es wahr ist! ... für mich, lieber Robert sind Hunde Lauftiere - doch in Gaststätten müssen sie lange Zeit brav daliegen und dürfen sich nicht mucksen - hundegemäß? ... und leben müssen die meisten von ihnen in Stadtwohnungen - und sich bewegen müssen sie sich, wenn's hinausgeht, zumeist an einer Leine. Im Tempo des Menschen, zuweilen des Menschen auf dem Fahrrad im Verkehr - hundegemäß? ... Darf ich alles nicht fragen, wenn es mich schmerzen sollte,hieße man mich als den solcherweise Fragenden einen "Hundefeind"! ... Vielleicht bin ich aber - als ein Bauernenkel - der eigentliche Hundefreund, nämlich ein altruistische Hundefreund ... Wie auch immer: lustvoll-kreatives Ringen um Lösungen, die alle zufriedenstellten, sogenannte sokratische Synthesen, gibt es in dieser subtil direktiven Zivilisation so gut wie nicht. Zumeist bekriegen wir einander - sobald Differenzen auftreten - was ja logischerweise immer wieder vorkommt. Zuweilen auch hier im Forum. ... Ich danke dir! Herzlich: August


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freude (bertlnagelegmail.com) 09.09.2015

...August, gut beobachtet, so ein Verhalten gibt es nicht selten;-) kommt aber absolut deinem Top-Prosagedicht zugute! *Lach*
LG von Bertl.

 

Antwort von August Sonnenfisch (13.09.2015)

Lieber Bertl! Tja, wenn mensch Kommunikation nur streitenderweise erlernt und praktiziert hat (statt kooperativerweise, z. B. via die Synthesen eines Sokrates) - zumal in vorliegendem Beipiel ja genug Platz war zu genügend Abstand ... dann kann mensch sich eben mal wieder mit Rechthabereien verlustieren. ... Ich danke dir! Herzlich: August


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