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Patrick Rabe (09.01.2016):
Lieber Bertl, dieser Text ist ein Gemeinschaftswerk von meinem Charles Bukowski- und meinem Allen Ginsberg-Ich. Wenn mal wieder ein Slam in meinem Hamburger Außenposten stattfindet, werde ich ihn vielleicht dort runterrocken. Liebe Grüße, Patrick
Patrick Rabe (09.01.2016):
Liebe Irene, ich habe mich sehr über dein Parallelgedicht gefreut. Merkwürdigerweise habe ich die Gedanken, die ich dir wohl mitteilen wollte, in den Kommentar an Aylin geschrieben. Da war der Herr Freud wieder am Werke. Ich wollte schlicht einmal loswerden, dass meine Vorbilder in Sachen Lyrik keine Rockmusiker sind. Oder findest du, dass meine Gedichte in irgendeiner Weise nach Lennon, Dylan oder Morrison klingen? Also, ich nicht. Man ist halt schnell in so 'ner Schublade drin. Naja, nichts für ungut. Ich ruf dich gleich mal an. Mal sehen, wer schneller ist, der Kommentar oder das Telefon. Liebe grüße, dein Patrick
Patrick Rabe (09.01.2016):
Liebe Renate, in meinem Gedicht ist doch Humor, oder? Humor, der den fetten Pathos immer wieder bricht. Zum Beispiel die Zeile: "Alle Leute sind doch permanent am Labern" gefällt mir selber sehr (soviel zum Thema Eitelkeit). Ich habe dieses Gedicht ein bisschen im Sinne Kafkas geschrieben, der mal sagte: "Kunst muss in der Lage sein, wie eine Axt das gefronene Meer in uns aufzuhacken". Und vor allem sollte Dichtung die Erlaubnis haben, alles auszusprechen, was da ist, selbst wenn es es krass oder finster anmutet. Natürlich steckt auch ein bisschen "Berufsfrustration" hinter der Sache. Auch nach tausenden Jahren Dichtung, schönsten Versen und heilensden Worten ist die Menschheit in der Masse immer noch ein sich gegenseitig die Köppe einhauendes Neandertalervölkchen. Man muss nur mal erwähnen, wie "Mensch" die Botschaft Jesu umgesetzt hat. Und deswegen beschlich mich der Verdacht, dass Otto Normalverbraucher von Lyrik vielleicht unberührt bleibt... Und das diejenigen, DIE es berührt, ihrem Wesen nach selber Dichter sind, zumindest jedoch eher sensibel und empathisch. An diesem Punkt angekommen, lande ich automatisch wieder bei Jesus, aber DICH kann ich ja nicht damit nerven: "Selig sind die Sanftmütigen..." "Ihr seid das Salz der Erde". Vielleicht müssen wir als Menschheit wirklich die Hoffnung setzen in die paar wenigen, die offen genug sind, um etwas zu begreifen und in die noch wenigeren, die das Begriffene auch in Taten umsetzen.
Liebe Renate, alles Liebe für dich und Grüße in ein schönes Wochenende von Patrick
Patrick Rabe (08.01.2016):
Liebe Inge,
Bob Dylan hat geschrieben: "Erschaffe niemals etwas. Man wird es falsch verstehen, es wird sich an dich ketten und sich niemals ändern." Wie kann man DANACH noch ein Gedicht schreiben!? Naja, bekanntlich kann Bob ja auch nicht damit aufhören... Existenzialistische und artverwandte Gedanken rumoren manchmal in meinen Synapsen, warum sie nicht zu Papier bringen? Und trostlos finde ich das Gedicht ganz und gar nicht. Bloß ehrlich. Und die Wandlung? Das kann man nur bei sich selber erreichen und auch das ist schon schwer genug. Hoffnungsvolle Dichtergrüße vom Paddy
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