Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Anastasis (eine österliche Trilogie)“ von Patrick Rabe

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Sonnenfisch (sonnenfischlive.de) 30.03.2016

Lieber Patrick! Ich freue mich, dass auch du dich dem Ostermysterium poetischerweise zugewandt hast! Soeben googelte ich: ANASTASIS (griechisch: Auferstehung) und nach Johannes Chrysostomos ("Goldmund", da ein großer Prediger), Erzbischof von Konstantinopel (344 oder 349 bis 407) liege die Bedeutung des Ostersonntags im Sieg des Christus über Tod und Hölle - über welche Art von Tod? ... Nach Rudolf Steiner (1861-1925) erschien der auferstandene Christus seinen Jüngern nicht leibhaftig, sondern in Gestalt eines Phantoms (= der geistige Urgrund unseres physischen Leibes) und die Jünger waren zu dieser Zeit hellsichtig, so dass sie ihn sehen konnten ... Man sagt auch, der SCHLAF sei ein kleiner Tod: bei jedem Einschlafen verließen Geist und Seele den Leib und seine Lebenskraft - und kehrten beim Aufwachen wieder in diesen zurück ... In deinen interessanten Gedichten, interessant durch ihre Bilder und durch ihre Thesen - finde ich glasklare Stellen und eher mystische Stellen - jedenfalls habe ich sie mit großem Interessen gelesen. Insbesondere die Schluss-Strophe hat für mich absoluten Tiefgang. Und tatsächlich gibt es in unserem Inneren einen Sog in die Tiefe (welchen mensch als Ruf des inneren Christus interpretieren kann). ... Herzlich: August

 

Antwort von Patrick Rabe (31.03.2016)

Lieber August, danke für deinen Kommentar. Mit Steiner, den ich durchaus gelesen habe, habe ich nicht so viel am Hut. Er begeht mir zuviel Umdeutung und Neudeutung von alten Mythen in für meine Begriffe fragwürdiger Art. C.G. Jung erschließt ebenfalls alte religiöse Bilder für die Gegenwart, ihn finde ich schlüssiger als Steiner. Im Ernstfall lasse ich mich vom Urtext tragen und inspirieren. Alles Interpretieren, alle Sekundärliteratur, birgt auch immer die Gefahr der Absolutsetzung des Aspekts, den der Schreiber meint, in der Schrift erkannt zu haben. Mögen also unsere Ansichten über Steiner auch auseinander gehen, so eint uns offenbar doch unsere, das mystische einschließende Lebenserfahrung. Der Tod, von dem in der Bibel die rede ist, scheint mir ein innerer Tod zu sein, der durch die Hinwendung zum Göttlichen überwunden werden kann. Das hat mehrere Ebenen... Mit lieben Grüßen, Patrick Rabe


Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de) 30.03.2016

Lieber Patrick,
diese drei Gedichte sind noch
ergreifender und ehrlicher, als die in
*Eros und Agape*! Du hast dich tief
hinterfragt und deshalb wird man wohl
diese Trilogie zum Besten zählen, das
du jemals geschrieben hast. Aber ich
bin ja weder Prophet, noch Kunstpapst.
Trotzdem: Gratuliere!
Liebe Grüße, dein Andreas

 

Antwort von Patrick Rabe (30.03.2016)

Danke, lieber Andreas. Was bleibt mir da noch zu sagen. Ich schweige in Demut. Hab schöne Tage. Dein Patrick


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 30.03.2016

Irgendwann im Leben, so meine ich
lieber Patrick, ist der Mensch mit
diesen drei Stationen mittels seiner
eigenen Erfahrung in Berührung gekom-
men. Ich habe mich in deinen drei
Gedichten ganz finden können:

*Im Erkennen, dass die LIEBE auch von
mir nicht verraten werden darf und
dass es doch geschehen ist...

*Im Mitfühlen, wie Gott Vater selbst
am Sterben seines Sohnes gelitten
hat...

*Den "eigenen Abgrund" anzusehen, der
durch Fehlverhalten die LIEBE mitge-
kreuzigt hat, aber auch die Hoffnung
des Erkennens und des besseren Stre-
bens...

Deine gefundenen Worte haben mich zu
Tränen gerührt und auch froh zugleich
gemacht, weil hier ein MENSCH den Mut
hat, sich zu entblößen, sich zu zeigen
und auch ganz deutlich zu bestätigen,
dass wir ALLE im gleichen Boot sitzen
und keiner größer ist als der andere.
Wir sollten irgendwann einmal erkennen,
dass das "gegenseitige Dienen" eine
Antwort an die LIEBE/an das LEBEN ist
und nicht das "Beherrschenwollen".

Danke, dass du so ergreifende und
tiefgreifende Seelenpoems veröffent-
lichst.

Alles Liebe!

Renate

 

Antwort von Patrick Rabe (30.03.2016)

Liebe Renate, nur, wenn wir uns "nackt" machen, kann Segen fließen. Solange wir voreinander unsere Masken aufhaben, denkt jeder, mit seinen Schatten oder Verrücktheiten alleine zu sein und kreuzigt umsomehr andere, an denen er diese Verrücktheiten, die er so sehr fürchtet, wahrnimmt. Wer die Hosen runterlässt, ist immer in Gefahr, gekreuzigt zu werden. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Dankbarkeit, Liebe, Wertschätzung. Man darf auch vor geworfenen Steinen keine Angst haben. In Christus, in der Liebe, gibt es keinen Tod. Vielen Dank für deinen einfühlsamen Kommentar. Hat mich sehr bewegt! Liebe Grüße, Patrick


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I Bebe (irene.beddiesgmx.de) 30.03.2016

Lieber Patrick,

von den drei Gedichten rührt mich das letzte am meisten an. Es steht in enger Beziehung zu der Predigt, die ich am Sonntag in Berlin gerhört habe über die Auferstehung und Erlösung von uns allen schon jetzt aus der Liebe Gottes heraus.

Liebe Grüße, deine Irene

 

Antwort von Patrick Rabe (30.03.2016)

Liebe Irene, diese drei Gedichte "kamen in den Ostertagen zu mir". Ich glaube, jeder Leser wird ein anderes als Lieblingsgedicht wählen. Diese Ostern waren sehr intensiv. Ein toller Gottesdienst, viele gute Gespräche, kontroverse Diskussionen... Wie mein Pastor mit mitgab: Glaube heißt Auseinandersetzung. Leben gleichfalls, möchte ich hinzusetzen. Jetzt, wo ich das akzeptieren kann, leide ich auch nicht mehr daran, sondern finde es sehr spannend. Glaube ist auch dazu da, dort einen Ruhepol zu finden. Aber Reibung gehört zum geschäft. Und ein andauerndes Ruhen in Gott wäre sicher auch nicht lebensgemäß. Ich find's spannend, dass der aufgeklärt lockere Pastor Olli, die ängstliche Baptistin, die sich fürchtet, Sünden zu begehen, die tief herzensgläubige Renate, die mönchische, vegane Evangelikale, der punkige Jens Böttcher, der Ex-Drogenfreak Nick Cave und ich alter Mystiker in einem Boot sitzen...und dann wieder doch so gar nicht. Wer nur seine Form des Glaubens gelten lassen will, wird zum Sektierer. Solange wir wissen und spüren, dass Liebe unser aller Fundament ist, können wir aber in Respekt und gerne auch mal hitzig über die Unterschiede diskutieren. Nehmen wir uns doch die Juden zum Vorbild... Liebe Grüße, dein Patrick


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Alma Brosci (eMail-Adresse privat) 29.03.2016

Paddy, alle drei Gedichte sind mit Herzblut geschrieben. Ich mag insbesondere das
erste ... Auch wenn es überhaupt nicht meine Welt ist, berühren mich deine
Worte und deine Gefühlswelt ... lieben Gruß ... Inge

 

Antwort von Patrick Rabe (29.03.2016)

Danke, Inge! Wir Menschen sind füreinander fremde Sterne, geeint durch das Band der Liebe und gemeinsame Gefühle. Liebe Grüße, Paddy


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