Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Verbrannt oder begraben werden“ von Karin Grandchamp

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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 01.03.2017

Liebe Karin,

du hast ein Gedicht verfasst, was für viele sehr heikel ist. Für uns beide steht auch fest,
dass wir eingeäschert werden möchten und anonym begraben werden. Das Sterben gehört
einfach zum Leben, was wir erst vor kurzem erleben mussten. Unsere Nichte, gerade erst
42 Jahre alt geworden, musste wegen Krankheit ihren Mann mit Sohn verlassen. Dazu
habe ich auch ein Gedicht geschrieben "Zwei Herzen" vom 21.02..Auch sie hat den Wunsch
der Einäscherung gewählt.
Liebe Grüße von HIldegard

 

Antwort von Karin Grandchamp (03.03.2017)

Liebe Hildegard! Der Tod ist zwar ein heikles Thema aber da ich fünf Familienmitglieder in anderthalb Jahren verloren habe (Heute ist die Bererdigung von meinem Schwager) macht man sich halt doch darüber Gedanken. Einiges sollte man vor seinem Tod regeln, so wie auch die Organspende. So weiss auch meine Tochter Bescheid. Da es kein bestimmtes Alter fürs Sterben gibt, sollte man es rechtzeitig machen. Vielen lieben Dank , liebe Grüsse Karin


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Paule (paul-uhlweb.de) 01.03.2017

Auch Gerlinde und ich, mrein Bruder und viele Verwandte und Bekannte lassen sich verbrennen. Ich brauche kein Denkmal, das Kinder und Enkel dann pflegen müssen - oft von Auswärts her.
Meine Leute undv´Freunde denkenn auch so an mich. Ein Grabmal fördet diese Erinnerung nicht, schon garnicht, wennn Angehörige das nur an Allerheiligen schmücken und besuchen, bis der Pfarrer mit dem Wedel wieder gegangen ist...
Herzlich der Paul

 

Antwort von Karin Grandchamp (03.03.2017)

Hallo Paul! Ganz deiner Meinung. Mir ist lieber, wenn mich meine Familie zu Lebzeiten besucht als einmal im Jahr, auf dem Friedhof. In ein paar Jahren sind wir eh vergessen und kaum einer denkt noch an uns. Für mich ist die Verbrennung auch hygienischer. Die Friedhöfe sind zum grossen Teil voll und es würde mich nicht wundern, wenn es eines Tages nur noch die Option gibt, sich verbrennen zu lassen. Mit Dank liebe Grüsse Karin


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FranzB (eMail senden) 01.03.2017

Bei uns ein Baumgrab in der Urne liebe Karin! Grüße Dir jedoch liebe Karin der Franz
*Alle machen nur Geld damit!

 

Antwort von Karin Grandchamp (03.03.2017)

Lieber Franz! Das ganze Drumherum bei einer Beerdigung ist mir Schnuppe egal. Ob im Sarg oder verbrannt, weg ist weg. Mit Dank herzliche Grüsse Karin


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esuark (gekrhigmail.com) 28.02.2017

Liebe Karin
Du bist ein Thema angegangen über das man nicht gerne spricht und doch irgenwann eine Entscheidung braucht. Heute haben viele entschieden sich nach dem Ableben veräschern zu lassen. Dieses habe ich auch geplant und dann will ich Anonym in die Erde gebracht werden, denn wir haben hier keine direkten Verwandten und die Grabpflege wäre nicht gegeben. Zum Anderen laufen nach 25 Jahren die Liegefristen ab und dann wird mit den nicht zersezten Teile nicht immer würdig umgegangen. Finazielle Überlegungen gibt es dabei nicht, denn umsonst kann man wohl den Tod haben, aber dann nimmt jeder was er noch kriegen kann.
Nur liebe Karin Du hast doch noch so viel Zeit, jedenfalls wünsche ich sie Dir, um Dich ernsthaft damit zu beschäftigen, da sieht es bei mir schon anders aus.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend. Liebe Grüße Gerhard

 

Antwort von Karin Grandchamp (01.03.2017)

Lieber Gerhard! Wir wissen nie, wie viel Zeit wir dafür haben. Vor zwei Monaten ist mein Bruder im Alter von 71 Jahren gestorben und vor drei Tagen mein Schwager mit 72 Jahren.Sie waren nur ein paar Jährchen alter als ich und das brachte mich dazu, dieses Gedicht zu schreiben. Ich habe auch keine direkten Verwandten hier drum habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Ich möchte auch nicht meine Tochter belasten. Ich kenne die Preise für eine Verlängerung des Grabes und auch die eines Friedhofsgärtners. Mein Vater ist seit über zwanzig Jahren von uns gegangen und keiner von uns Kindern wohnt dort in der Nahe. Folgedessen mussten wir das Grab pflegen lassen. Vielleicht merkst du jetzt, warum ich mir Gedanken darüber mache. Danke für deinen ausführlichen Kommentar, herzliche Grüsse Karin


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Goslar (karlhf28hotmail.com) 28.02.2017

Liebe Karin,

unsere Einäscherungen sind schon seit Jahren bezahlt. Die Asche wird in alle Winde verweht. Wenn der Körper tot ist dann gibt es kein Erwachen. Das mag die Seele tun. Als Realist kann ich mir nicht vorstellen noch einmal auf die Welt zu kommen.
Auf jeden Fall nicht in diese Welt.
Herzlich grüßt dich,
Karl-Heinz

 

Antwort von Karin Grandchamp (01.03.2017)

Lieber Karl-Heinz! Ich denke auch, dass die Einäscherung die beste Lösung ist. Ansich spricht man nicht gerne über dieses Thema aber man sollte das doch zu Lebzeiten regeln. Sich mit Mitmenschen darüber austauschen, ist manchmal eine grosse Hilfe. Drum sage ich auch dir vielen lieben Dank, herzlichst Karin


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I Bebe (irene.beddiesgmx.de) 28.02.2017

Liebe karin,
mein Mann und ich hatten diese Frage schon vor 12 Jahren gelöst und verfügt, dass wir verbrannt und anonym begraben werden. Mein Mann ist schon auf einem Urnenfeld. Irgendwann werde ich auch dort sein. Unsere Kinder sind einverstanden, sie leben teilweise ein gutes Stück von Hamburg entfernt.
Vieles hat sich verändert, das finde ich aber gut. Es heißt ja nicht, dass man nie an das "Grab" treten kann, denn immerhin weiß man das Feld. Teilweise gibt es auch anonyme Felder, an denen am Rand Plaketten angebracht werden dürfen mit Namen und Daten der Verstorbenen.

Mach dir deine Entscheidung nicht zu schwer, in 100 Jahren lebst du kaum noch in der Erinnerung von Verwandten und Freunden. . .
Liebe Grüße
Irene

 

Antwort von Karin Grandchamp (01.03.2017)

Liebe Irene! Ich möchte nur, dass ich dieses Problem zu Lebzeiten noch löse. Vielleicht ruhe ich dann in Frieden. Ich werde mich wohl auch verbrennen lassen. Vielen lieben Dank für deine Aussage, die ich im Kopf gespeichert habe. Herzliche Grüsse Karin


rnyff (drnyffihotmail.com) 28.02.2017

Mit Deinem Jahrgang eilt das ja noch nicht, aber gut wenn man sich Gedanken macht. Für mich ganz klar, verpulverisieren und dann vom Winde verweht oder im Wald weit verstreut oder im Wasser versenken, in CH und Portugal kein Problem in Deutschland meines Wissens verboten, vermutlich wegen Gewässerverschmutzung, da sieht man wie die eben sind. Kannst Deine Asche auch in das Weltall spedieren , etwas teuer oder Dein Liebster macht aus der Asche einen Diamanten und trägt Dich dann am Finger. Kosten je nach Grösse wenige tausend €. Neuerdings gibt es auch eine Kompostierungsmöglichkeit im Sinne von Gefriertrocknung. Du siehst, es lohnt sich zu überlegen, bevor man steif ist. Herzlich Robert

 

Antwort von Karin Grandchamp (28.02.2017)

Guten Abend Robert! Wenn ich heute dieses Gedicht geschrieben habe, hatte es einen Grund. Mein Schwager ist vor zwei Tagen gestorben und kommt, so wie er es wollte, ins Familiengrab. Meine Schwägerin möchte hingegen verbrannt werden nach ihrem Tod. Ich denke, du weisst, dass ich aus Frankreich komme. Meine Schwiegereltern, die beide vor etwa anderthalb Jahren gestorben sind, wurden verbrannt. Nachdem meine Schwägerin einen Antrag beim Bürgermeister gestellt hatte. hatte sie die Erlaubnis, ihre Eltern( die Asche) in ihrem Garten zu vergraben. Dort pflegt sie diesen Ort, als wäre es ein Grab. Die Gesetze sind anscheinend nicht überall die gleichen. Ich danke dir uns wünsche dir erholsame Abendstunden, herzlichst Karin


Horst Werner (horst.brackergmx.de) 28.02.2017

Ach Karin!
Du hast in deinem Gedicht geschrieben, was auch ich fühle!
Die Totenkultur hat sich in Deutschland geändert!
Sollen wir uns verscharren lassen, wie ein Tier?
Anonym!
Meine Eltern wurden beide in einen schönen Eichensarg beigesetzt!
Ich möchte im Friedwald beerdigt werden!?
Meine zwei Töchter sind für eine Anonyme Beisetzung!
Vieleicht ließt du mal meine Kurzgeschichte: Jonas!
Jonas bin ich!

 

Antwort von Karin Grandchamp (01.03.2017)

Lieber Horst Werner! Ich persönlich bin eigentlich mehr für die Einäscherung. Wie und warum ich dazu kam, dieses Gedicht zu schreiben, kannst du in den anderen Kommentaren lesen.Sofern ich einen Moment frei habe, lese ich gerne deine Geschichte. Ich grüsse dich herzlichst und danke dir, Karin


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