Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Schweigende Liebe“ von Annelie Kelch

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Tensho (eMail senden) 14.06.2017

Liebe Annelie,
es sind sehr ehrliche Worte, die du da gefunden hast. In der Erinnerung glättet sich Vieles. Ecken, Kanten und Unangenehmes verschwinden. Du beschönigst nichts. Das ist gut so. Längst nicht jeder bringt hierzu den Mut auf - den Mut gegenüber sich selbst und gegenüber der Welt.
Ein herzlicher Gruß Bernhard

 

Antwort von Annelie Kelch (14.06.2017)

Herzlichen Dank, Tensho, für deinen treffenden Kommentar. Es ist jedoch - gottlob - so, dass ich nicht stets (immer) so kritisch bin, was Eltern und Verwandtschaft anbelangt. Es kommt ganz darauf an, wie es mir geht. Das ist vielleicht ein Fehler, aber es ist so. Unser Gedächtnis sei ein Mythenmaschine; man forme sich so eine neue - bessere? - Vergangenheit, las ich heute; aber ich bin auch immer bereit, Gutes anzuerkennen: schöne Weihnachts- und Osterfeste, Eltern, die gearbeitet haben, gutes Essen, ein sicheres Dach über dem Kopf. - Das ist ein Menge - im Vergleich zu manchen Kindern, die es viel, viel schlechter haben. Ganz liebe Grüße, Annnelie


Night Sun (m.offermannt-online.de) 14.06.2017

Liebe Annelie, der Abschied von Verstorbenen gilt für immer, nur die Erinnerungen bleiben. Dir liebe Grüße, Inge

 

Antwort von Annelie Kelch (14.06.2017)

Liebe Inge, schön, mal wieder von dir zu hören. Dann weiß ich nämlich: mein Gedicht ist angekommen. Lies bitte auch meine Kommentare an deine Kollegen. Du verstehst mein Gedicht dadurch noch besser. Die Erinnerung an manches Schreckliche, das wir als Kinder erlebt haben, wird im Alter gemildert. Das ist ganz gut so. Es ist besser, ohne Hass zu leben und die rosarote Brille aufzusetzen. Ich bin meistens bereit, nur das Gute zu sehen, das mir widerfahren ist. Man wird selbstbewusster - und würde sich, mit diesem Bewusstsein, in der Kindheit ganz anders verhalten, als es geschah. Ich habe vieles stumm heruntergeschluckt. Manchmal allerdings bleibt nichts als Wehmut - und mich erschreckt die Vorstellung sehr, dass sich meine Eltern, würde ich sie heute wiedertreffen, was ja nicht möglich ist, immer noch so stur verhalten und ihre Fehler nicht einsehen. Ganz liebe Grüße zu dir, Annelie


Miaukuh (werner.baumgartengmail.com) 13.06.2017

Hallo Annelie,

ein sehr ehrliches, ausgesprochen schönes Gedicht. Es ist persönlich, schick es diejenigen an die es gerichtet ist. Ehrliche Gedichte lassen sich schön mitfühlen.

Sehr gut.

Liebe Grüße,
Werner

 

Antwort von Annelie Kelch (14.06.2017)

Lieber Werner, das würde ich ganz sicher selbst dann nicht "tun", wenn die Betreffenen, von denen in diesem Gedicht die Rede ist, noch leben würden. Sie würden es eh nicht verstehen. Meine Eltern hatten es noch viel schlechter als ich ... Ich bekam regelmäßig - immer - mein gutes Essen, hatte schöne Weihnachts- und Osterfeste, zu jedem Geburtstag Geschenke und immer ein sicheres Dach über dem Kopf. Ich wurde auf die höhere Schule geschickt - ja, man schenkte mir sogar hin und wieder Bücher (viel zu wenig); dafür habe ich Ihnen dankbar sein müssen; darüber hinaus habe ich auch noch eine Ausbildung absolvieren dürfen und, und, und ... Mein psychischer Gemütszustand spielte keine Rolle für meine - am heutigen Maßstab gemessen - sehr strengen Eltern. Das ist so eine Sache, für die ich Ihnen oft sogar dankbar bin, weil ich mich weitestgehend gut zu benehmen weiß und meistens höflich, freundlich, hilfsbereit und pünktlich bin (Grundhaltung). Liebe Grüße, Annelie


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