Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Das Ebenbild, das vergessen und verdrängt ...“ von August Sonnenfisch

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R.Schön (Naxyriaweb.de) 10.08.2017

Ein Manifest an all die Menschen, die sich fürchten ihrer inneren Stimme zu folgen, die längst gezähmt und viel zu gelähmt sind, um auch nur eine Kopfbewegung Richtung Ebenbild zu vergeuden. Kein Wunder, dass sich die Orthopäden in einer epochalen Hochsaison befinden, während all die Patienten sich auf Yogakurs verbinden, um sich wieder zu finden? Lieben Gruß von Ramona

 

Antwort von August Sonnenfisch (10.08.2017)

Liebe Ramona, ich freue mich, wieder von dir zu lesen! ... Ja, der Trend, die Mode, der Zeitgeist sind mächtig: begonnen bei den Steinkreationen in den Gärten (früher wollte mensch die Gärten begrünt und blühend und mit köstlichen Beeren), dann die dunklen Brillengestelle (früher trug mensch möglichst unauffällige Brillen), dann die kurzen Socken, die im Schuh verschwinden (sieht für mich davongehopst aus), oder neuerdings die seitlich millimeterkurzen Männerhaarschnitte oder schon länger anhaltend die offenen langen Frauenhaare (formlos und für die Trägerin wohl lästig, meine ich), oder der m. E. schamlose Usus, einen Sprechenden partout nicht mehr ausreden zulassen: es gilt als angemessen, zu intervenieren und dafür die Meinungsfreiheit zu reklamieren (der Talkshowmodus des Gesprächs im Alltag) ... m. E. alles unüberprüfte Moden, Trends, Zeitgeisterscheinungen im Kleinen --- was die große Linie anbelangt: diese hast du in deinem Kommentar bereits in Worte gefasst - und Neale Donald Walsch veröffentlichte darüber ein Taschenbuch mit dem Titel: WAS WIRKLICH WICHTIG IST (Ullstein 2013) - welches ich allerdings erst angelesen habe. .... wie auch immer: ich danke dir und grüße dich herzlich: August


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Monika Schnitzler (eMail senden) 09.08.2017

wenn wir ein Ebenbild Gottes wären, August, dann wäre es wahrllich ein übler Gott.
ich sehe es anders: Die Verkündigungen der Kirche können nicht mal von ihren eigenen Priestern eingehalten werden, da nützt auch kein frenetisches Selbstlamento.
Wenn es einen Gott gibt und der die Menschen geschaffen hat, dann sind sie ihm aus dem Ruder gelaufen. Von allen Tieren dieser Welt hat der Mensch seine Kompetenzen, die er als Geschenk mitbekam, am übelsten genutzt- und Gott kann da gar nix dafür...
Wenn Pastore Kinder f..., ist das das Schlimmste, was man an Scheinheiligkeit aufbieten kann.
Wenn Kirche immer reicher wird und die Ärmstenin Brasilien und sonstwo immer ärmer werden, ohne dass die Kirche ihren Reichtum mit ihnen teilt, dann sind ihre Thesen nicht mehr als schnöde Phrasen.
Deshalb reizt mich dein stark religiös eingestimmtes Werk zum Widerspruch.
Christen sind nicht besser als andere und ihre Religion wird ihnen auch nicht dabei helfen, es zu werden.
Ich respektiere Gläubige egal welcher Religion in ihrem Glauben an sich, aber als moralischer Duktus eignet sich wohl keine Religionsinstitution heute mehr.
LG von Aylin

 

Antwort von August Sonnenfisch (09.08.2017)

Werte Aylin, ich danke für deine Antwort zu meinem Gedicht, das behauptet, wir hätten "vergessen und verdrängt", dass wir göttlicher Natur seien. Ich beziehe mich bei diesem Gedicht mitnichten auf die christlichen Kirchen (die Gott ja noch immer als gnädig ansehen, nicht aber als die Liebe), sondern auf das Taschenbuch von Donald Neale Walsch "GESPRÄCHE MIT GOTT" - wohl ein innerer Dialog aus dem Jahr 1996 "Conversations with God" bei Putnam New York, deutsch: 1997 Goldmann München ... Im übrigen wusste Sokrates, der alte Grieche, noch von unserer göttlichen Natur, billigte er uns doch einen DAIMONION zu, eine innere Stimme von göttlichem Ursprung - wenn ich mir allein die überlieferten Kunstwerke in Rom anschaue, da bleibt mir nichts anderes als ihm zuzustimmen. Eine Regung, die mehr ist als "Glaube" (ja, als "Gläubige" hätten sie uns gerne): da ist ein Wissen - ich erlaube mir, es "spirituelles Wissen und Vermögen in uns" zu nennen ... Herzlich: August


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freude (adalberttele2.at) 07.08.2017

...August, mahnend und zugleich offenherzig sind deine Worte, die sehr gut die jetztige Zeit spiegeln und wie gelähmt sehen alle zu, und was geschieht? Nichts!!!
Obwohl es uns noch nie so gut ging wie jetzt, sind wir umgeben von Marionetten, die nicht mehr viel Positives für die Menschen weiterbringen, weil sie eingeschüchtert und großteils egoistisch sind.
Da steht uns noch einiges bevor.
Ich hab dein Ebenbild gern und aufmerksam gelesen und es blieb für mich, schon einem älterern Mann, einiges im Gedächtnis hängen;-) so hoffe ich, dass dein Gedicht noch von vielen gelesen wird. Für mich jedenfalls war es spannender als jeder Krimi im Fernseh'n.
So lieber August im August, scheinbar wächst du gerade in diesem Monat über dich hinaus.
Es grüßt dich herzlichst, Bertl

 

Antwort von August Sonnenfisch (07.08.2017)

Werter Bertl, genau das ist m. E. unsere Möglichkeit und unser Job, was du sagst: ÜBER UNS HINAUSZUWACHSEN! ... Apropos "Marionetten": dazu gibt es doch dieses Mannheimer Lied, was mirnichts dirnichts als gewalttätig hingesellt wurde - was es m. E. mitnichten ist, wenn der Mensch genau hinhört: "MARIONETTEN" von Xavier Naidoo und Söhne Mannheims [Refrain] "Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein? Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter! Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein! Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter!" ......... (Adressatren dieser Worte sind die Abgeordneten) .......... Herzlichen Dank und ebensolche Grüße! Und auf Wiederlesen!: August


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