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„Schleifsteine“ von Michael Reißig

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Ernst Woll (dr.wollversanet.de) 14.08.2017

Hat mir ausgezeichnet gut gefallen, lieber Michael. Musste an die Sprichworte denken: Ein Stein schleift den anderen und zu fein geschliffen hält nicht. Aber ich vermute Du wolltest auch Beziehungen zur Gesellschaftskritik und Arbeitswelt herstellen. Überall sehen wir Abgeschliffenes. Ich denke auch daran, dass noch in meiner Kindheit die Scherenschleifer mit ihrer transportablen Schleifmaschine sich in den Dörfern postierten und gekonnt die zu schärfenden Haushaltsgeräte wieder gebrauchsfähig machten. Es waren meist arme Handwerker.
Dieses Handwerk nahm eine erstaunliche Entwicklung besonders auch für Medizingeräte. Vielen Dank, Du hast also ein sehr interessantes, variables nach vielen Deutungen und Richtungen zu diskutierendes Thema angesprochen.
LG Ernst

 

Antwort von Michael Reißig (15.08.2017)

Lieber Ernst, das habe ich so gemeint und du hast dieses Thema in deinem ausführlichen Kommentar anhand von weiteren Beispielen eindrucksvoll belegt. Ich danke dir für den tollen Kommentar! LG. Michael


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Monika Schnitzler (eMail senden) 09.08.2017

ich denke, lieber Michael, du sprichst auf die heutige rbeitswelt an, die manche Arbeitnehmer wie Sklaven hält. Die Großen sammeln das Gold und die Kleinen schleifen sich ab...
LG von Monika

 

Antwort von Michael Reißig (09.08.2017)

Liebe Monika, auf jeden Fall, aber nicht nur! Die Dinge, die die Politik schleifen gelassen hat, z.B. in Bezug auf den Abgasskandal müssen natürlich jene Menschen ausbaden, die keine Lobby haben, die eventuell mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bestraft werden, oder mit Niedriglöhnen oder Kurzarbeit sich abfinden Musen, und dafür in einem Hamsterrad der permanenten Angst landen. Aber ich habe mit meinen Worten versucht, die Leser für das zu sensibilisieren, was für Folgen es haben könnte, wenn man im Leben zu viele wichtige Angelegenheiten einfach schleifen lässt. Ich danke dir für den tollen Kommentar! LG. Michael


rnyff (drnyffihotmail.com) 08.08.2017

Gut und einleuchtend, als Selbstständiger ist man zumindest nicht fremd betroffen.
Mein Hamsterrad hab ich gemacht
Mit eignem Material.
Ich hatte es nicht bloss zur Pacht,
Es war die eigne Wahl.
Und als es dann genug gedreht,
Hab ich es abgestellt.
Und keiner hat es mir verwehrt,
So bin ich aufgestellt.
Herzlich Robert

 

Antwort von Michael Reißig (08.08.2017)

Lieber Robert, ich danke dir für den ausführlichen trefflichen Kommentar! Das passiert, wenn man sich zu hohe Ziele steckt, deren Erfüllung unrealistisch ist. Aber wenn man wiederum zu viele hoch wichtige Aufgaben schleifen lässt - ob bewusst oder nicht, sei dahingestellt, verschluckt einem das Hamsterrad, weil einem nichts anders übrigbleibt, als das Versäumte nachzuholen, um nicht noch in weitere Fallen zu tappen! Ich danke dir für den toll gereimten Kommentar! LG. Michael


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Margit Farwig (farwigmweb.de) 07.08.2017

Lieber Michael,

schwere Kost, denn Schleifsteine schleifen unermüdlich, was ihnen angeboten wird. Ob es gut für den Gegenstand ist oder nicht, weiß man erst hinterher. Vorsicht ist geboten, nicht selbst an einen solchen zu geraten...

Liebe Grüße von Margit

 

Antwort von Michael Reißig (08.08.2017)

Liebe Margit, ich danke dir für den tollen Kommentar! So in etwa habe ich es in etwa gemeint. Man sollte im Leben halt nicht zu viel schleifen lassen, da sich ansonsten neue Probleme in schwindelerregenden Höhen auftürmen, die die lockeren Halden aus "Schleifstaub" ins Rutschen bringen, und die mühsame Aufbauarbeit auf dem kürzesten Weg ins Hamsterrad führt. Aber auch an den Problem halten verdient sich ein Klientel eine goldene Nase! Verlierer und Sieger ringen um die Vorherrschaft, wobei ich davon ausgehe, dass zum Beispiel die "Schleifer" in Bezug auf den Abgasskandal in der deutschen Automobilindustrie dem "Goldstaub" frönen dürften. Die Zeche dürften jene Mitarbeiter zahlen, die unter dem für sie unsichtbaren "Schleifstein" malocht haben!


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freude (adalberttele2.at) 07.08.2017

...Michael, die Zeit schleift alles gleich. Hier der Beweis dazu:
https://markuscerenak.com/die-2-gesetze-des-hamsterrades-und-warum-sie-niemand-auffallen.html
LG Bertl.

 

Antwort von Michael Reißig (08.08.2017)

Hallo Adalbert, die Auswirkungen mancher \"Schleifkünste\" müssen diejenigen tragen, die nicht mit \"Goldstaub\" abserviert werden - siehe Abgasskandal in der deutschen Automobilindustrie. Ein toller Post, der besagt, dass man sich nicht freiwillig dem Hamsterrad ausliefern soll, um unbedingt etwas erreichen zu wollen, was die eigenen Möglichkeiten auf den Kopf stellt. Denn auch ein Hamsterrad dreht sich nicht bis in die Unendlichkeit. Ich danke dir für den Kommentar und den tollen Link! LG. Michael


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