Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Die Vögel singen nicht mehr“ von Hartmut Wagner

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Ernst Woll (dr.wollversanet.de) 13.08.2017

Warum so pessimistisch, lieber Hartmut? Schau doch in die Natur, da ist Leben pur und es wird niemand gelingen die Vögel ganz zum Schweigen zu bringen.
LG Ernst

 

Antwort von Hartmut Wagner (15.08.2017)

Lieber Ernst, herzlichen Dank für Deine aufmunternden Worte. Aber manchmal besuchen mich so um halb fünf morgens, wenn ich nicht schlafen kann, Gedanken, die mich im Innersten treffen, weil sie mir meine Vergänglichkeit, meine Ohnmacht, mein Ausgeliefertsein an unkontrollierbare Kräfte und das Eingesperrtsein in mein Ich bewusst machen. Theodor Storm, einer meiner Lieblingsautoren, schrieb nicht umsonst in dem wunderbaren Gedicht: "Lied des Harfenmädchens": "Heute, nur heute bin ich so schön, morgen, ach morgen muss alles vergehn! Nur diese Stunde bist Du noch mein. Sterben, ach sterben, soll ich allein!" Wir kommen allein auf die Welt und sterben allein! Dann tröste ich mich: "Liebe besiegt Einsamkeit und alles Traurige!" Und am Abend war ich im Garten und habe weißen Sommerflieder gepflückt, der jetzt im Zimmer nach Sommer duftet. Und gleich will ich noch ein Gedicht über den Tod Nelson Mandelas bei e-Stories bringen, das zwar traurig, aber noch tröstlicher ist. Die besten Wünsche und Grüße, Hartmu!t


Bild Leser

chriAs (christa.astla1.net) 11.08.2017

Ein Gedicht voll Resignation, wenn im Alter nur noch Erinnerungen bleiben. Doch wer zufrieden mit sich selber ist, erlebt gerade da die kleinen Freuden des Alltags (das konnte ich bei meiner Tätigkeit als Seelsorgerin und Gesprächsbegleiterin im Altenheim erfahren).
Grüße ins Wochenende, Christa

 

Antwort von Hartmut Wagner (16.08.2017)

Liebe Christa, das waren zeitweise Nachtgedanken, die kommen einfach manchmal ungefragt zu mir. Ich helfe übrigens jeden Dienstag ehrenamtlich als Unterstützer einer AWO-Gruppe älterer Damen. Da koche ich Kaffee und arbeite ansonsten als eine Art Faktotum und Assistent der Leiterin bei der Durchführung dieses Spielenachmittags. Das mach mir großen Spaß! Ansonsten genieße ich die Arbeit in meinem Garten, Fahrrad fahren und viele andere Dinge. Trotzdem denke ich gelegentlich an meine Endlichkeit, Vergänglichkeit und sonstigen Grenzen , und die aller anderen Menschen, Lebewesen und sogar der unbelebten Natur. Dann fallen mir Worte aus einem Lied Reinhard Meys ein: "Ich wollt, es wär' wieder viertel vor sieben!", oder von Hannes Wader: "Und nichts bleibt, wie es ist!" oder von Theodor Storm: " Ein grünes Blatt aus längst vergangenen Tagen. Ich nahm es so im Wandern mit! Damit es einst mir möge sagen: 'Wie laut die Nachtigall geschlagen, wie grün der Wald, durch den ich schritt!' " Die besten Grüße und Wünsche, Hartmut1


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