Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„gleichgeschlechtliche Paare -und ihre Kinder“ von Roland Drinhaus

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Renate Tank (renate-tankt-online.de) 04.10.2017

Sehr gut von dir veranschaulicht,
daraus erwachsen viele Fragen.
Ein jeder hat dazu was zu sagen.
Und diese Fragen werden zu Plagen.
******
Die Kinder haben' s auszutragen,
sie werden einmal Fragen haben...
Es ist ja nicht damit getan,
dass sie echte Liebe erfahr'n.
Denn mit der Zeit, da kommt das Denken!
Wie werden sie ihre Wünsche lenken?
Wohnt im Körper der Anspruch "Mann",
wie verhält er sich dann,
wenn zwei Männer ihn erzogen?
Ist sein Frauenbild verbogen?
Eine Kette voller Fragen
erwartet uns nach langen Tagen,
und wir werden entschuldigend sagen:
Der ZEITGEIST hat uns zugeraten.

So sind wir Gewissensnöte los,
der Verführer ist entlarvt.
Wir stellen uns ganz unbedarft
und machen uns selbst wieder groß.

Was dieser ZEITGEIST uns souffliert,
ist oft mit Giften temperiert.
Den Ohren klingt es angemessen
und wir kämpfen ganz versessen,
bis sein Wille sich erfüllt.
Und in den Brunnen fällt das Kind...

Ich glaube nicht daran, dass das
eine gute Entscheidung war.

RUFT DOCH MAL DAS NEUE LESENSWERTE GEDICHT
VON THOMAS S. LUTTER AUF
(Kann man auch auf youtube finden):

ADAM UND ELMAR IM PARADIES

In großer Nachdenklichkeit - Renate

 

Antwort von Roland Drinhaus (04.10.2017)

Liebe Renate. Ich habe das Gedicht von Thomas S. Lutter vorhin gelesen und festgestellt, dass er sich prinzipiell gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften wendet. Das ist in meinem Falle nicht so. Ich denke, dass der angesprochene ZEITGEIST nur das gesellschaftsfähig macht, was seit etwa Ende der 90er in unserer Gesellschaft gewachsen ist und unaufhaltsam ihren Einfluss in das allgemeine Leben bringt.Ich habe nichts dagegen und nehme einfach zur Kenntniss, dass es inzwischen viele lesbische und schwule Paare gibt, die inzwischen oft auch schon langjährig bestehen. Früher wurden sie toleriert und jetzt eben gleichgestellt. Was spricht also dagegen, dass sie steuerlich nun gleichgestellt sind und das sie auch vor den Altar treten dürfen? Wenn sie sich lieben, sollen sie doch... sag ich. Denn mich betrifft es tatsächlich garnicht, da ich selbst in meinem Bekanntenkreis nicht ein einziges gleichgeschlechtliches Paar habe. Beim Punkto Kinder jedoch hatte ich nachgedacht und gestutzt; denn wir wissen beide: Der aktuelle Zeitgeist in seinem Wandel ist inzwischen so schnell-lebig geworden, dass selbst die angesprochenen Paare im Alltag soviele alte und neue Probleme um sich herum haben, dass eventuelle Kinder darin allzuleicht untergehen können. Zu groß ist aus meiner Sicht die Gefahr, dass die Kinder in der Erziehung charakterlich zu einseitig geprägt werden. Vielleicht -und das ist gerade ein direkter Einfall von mir, wäre es ratsam, Möglichkeiten zu erarbeiten, dass gleichgeschlechtliche Paare einen Erziehungsbefähigungs- nachweis (z.B. in Form eines Kurses) absolvieren, BEVOR sie ein Kind adoptieren. Jetzt sagen viele, was soll der Aufwand.... und ist das nicht schon wieder so eine Art Diskreminierung? Ich denke Nein..... denn wer sich für so einen Kurs anmeldet beweist letztendlich dann auch, dass die eigene Beziehung intakt ist und (!) dass dieses Paar auch wirklich ein Kind will. Ich könnte in meine Antwort nun noch viele andere Aspekte einbringen..... aber ich denke, es soll für heute reichen. Ich freue mich jedenfalls, viele schöne Kommentare zu einem Thema bekommen habe, um das sich viele Gedanken machen. Dafür danke ich gerne auch dir..... mal sehen, ob ich zukünftig noch öfters auf solche Realthemen komme. Es macht Spaß, sie zu besprechen. Gleich veröffentliche ich wahrscheinlich noch einen Apho zu einem ganz anderen Thema (ist schon fertig) ....bin gespannt wie das noch ankommt. Liebe Grüße sendet dir, Roland


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ketti (hans-j.kettelerosnanet.de) 03.10.2017

Lieber Roland, Dein ernsthaftes Gedicht zu diesem heiklen Thema ist sehr gut
gelungen.Ich habe auch nichts dagegen, dass gleichgeschlechtliche Paare
heiraten dürfen. Nur was die integration von Kindern in Homo-Ehen anbelangt,
habe ich größte Bedenken.

LG Hans-Jürgen

 

Antwort von Roland Drinhaus (04.10.2017)

Lieber Jürgen. Anhand meines Gedichtes erkennst du ja, dass ich diese Bedenken ebenso teile. Nichtsdestotrotz habe ich aber gern einmal diese Thematik dargestellt und freue mich, dass sich schon jetzt mehr Autoren gemeldet haben, als ich ursprünglich angenommen habe. Ich bin gespannt, ob noch weitere so gute Wortmeldungen dazu ankommen und danke dir für deinen Kommentar. L.G. Roland


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freude (bertlnagelegmail.com) 03.10.2017

Gleichgeschlechtlich wird zur Qual,
ein Problem ist's alleweil.

Roland, jeder, wie er möchte, wir sind ja offen für alles.

LG Bertl.

 

Antwort von Roland Drinhaus (04.10.2017)

Lieber Bertl. Ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften nun gleich eine Qual sind, da enthalte ich mich mal; denn die die sie wählen, wissen bestimmt, was sie möchten. Ob Kinder allerdings eine solche Beziehung nun komplikationslos verbessern, ist aber mein Denkansatz um den es hier geht. Die Einstellung "jeder wie er möchte" und das offensein für diese Art von Beziehungen und auch deren Toleranz ist auf jeden Fall eine gute und zeitgemässe Einstellung. L.G. Roland


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I Bebe (irene.beddiesgmx.de) 03.10.2017

So groß ist manchmal der Unterschied sicher nicht, den Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren in der Erziehung kennenlernen. Sind nicht viel zu viele Frauen und Männer alleinerziehend (manchmal voller Hass auf den ehemaligen Partner) und können auch nicht das Rollenverhalten des anderen Geschlechts gut vermitteln. Hauptsache ist doch, die Kinder werden geliebt, anerkannt und gefördert . . . und ihnen wird nicht eine einseitige Ausrichtung aufoktrojiert.
Das ist meine Meinung (ohne Erfahrung).
LG Irene

 

Antwort von Roland Drinhaus (04.10.2017)

Liebe Irene. Im Prinzip kann es auch alleinerziehenden passieren, mit den Problemen der einseitigen Erziehung konfrontiert zu werden; da hast du vollkommen Recht. Ich bin bei diesem Thema auch ohne Erfahrung und habe mich für dieses Gedicht einfach mal gedanklich in deren Lage versetzt. Deine Meinung gefällt mir gut und ich danke für den guten Kommentar. L.G. Roland


Hauspoet Hans (witteborg.hansgmx.de) 03.10.2017

Sehr gut thematisiert, mit viel Humor und Fleiß dargestellt.
Sexuelle Orientierung ist eine Sache, bleibt jedem in Freiheit selbst überlassen,
verpflichtende Partnerschaft ist ebenfalls nur gut. Aber Kinder? da bin ich mir sehr unsicher!

 

Antwort von Roland Drinhaus (03.10.2017)

Wir sind bei der Thematik einer Meinung, Hans. Im Gedicht, wo es um die Kinder geht, bist du wie ich eher ratlos; denn wir sind dahingehend keine Fachmänner und ich habe ja nur meine Zweifel zum Ausdruck gebracht. Ich danke dir fürs lesen und deinen schönen Kommentar. L.G. Roland


rnyff (drnyffihotmail.com) 03.10.2017

Das Thema ist so richtig heiss,
Denkt man darüber, rinnt der Schweiss.
Ich stimme Dir auch völlig zu,
Ein Stier ist einfach keine Kuh.
Herzlich Robert

 

Antwort von Roland Drinhaus (03.10.2017)

Hallo Robert, da hast du in wenigen und dazu noch amüsant gereimten Worten die Thematik genau getroffen. Und klebt die Kuh sich, wie ihr Mann, zur Tarnung einfach Hörner an, so kann sie ihn doch nicht kopieren, denn auch ein Glied gehört den Stieren. Danke für den treffenden Beitrag und noch einen schönen Feiertag gewünscht, Roland.


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