Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„DUNKELCOLLAGE“ von Renate Tank

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Horst Werner (horst.brackergmx.de) 03.11.2017

Hallo Renate!

Im Sommer sah ich eine sehr alte Frau mit ihrer sechzehn Jahre alten
Enkelin auf einer Parkbank sitzen.
Das Gesicht und die Hände der Frau mit Runzeln und Falten,
ihrem Alter entsprechend, verschönt!
Gesicht und Hände des jungen Mädchens glatt und frisch,
mit der Jugendlichkeit kokettierend.
Beide saßen Hand in Hand im Sonnenschein auf der Bank
und unterhielten sich.
Ich blieb stehen, grüßte freundlich und entschuldigte mich,
das ich störe.
„Was für ein wunderschönes Bild!“, sagte ich mit bewegter Stimme.
Das Alter und die Jugend Hand in Hand!
Die beiden schienen mein Lob zu Genießen.
Die alte Frau erriet mir ihr Alter und erzählte, das die Enkelin
sechzehn sei.
Kurzum, ich durfte beide Fotografieren.
Den Händen, galt mein besonderes Interesse!
Mein Resümee, - Falten sind schön!
Liebe Grüße!
Horst Werner

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Hallo Horst Werner, es geht bei meinem Gedicht nicht um Altersfalten. Vielleicht liest du den Text nochmal ein wenig genauer. Grüße - Renate


Bild Leser

Mohrle (eMail senden) 03.11.2017

Liebe Renate,

ein sehr guter Text, der eindrücklich das Vergängliche beschreibt! Manchmal gelingt es aber auch ein wenig den "Dunklen" zurückzudrängen, indem man sich ganz bewusst dem "Hellen" zuwendet!

Herzliche Grüße schickt dir Helga

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Liebe Helga, der "Dunkle" verkörpert den Tod im Gedicht. Ich habe schon Menschen bei ihrem körperlichen Verfall begleitet, und die Bilder sind in mir eingebrannt. Jetzt wollten diese mal in Worte gefasst werden. Danke sehr für deinen lieben Kommentar. Einen schönen Sonntagabend dir! Renate


readysteadypaddy (onkel.merlinweb.de) 03.11.2017

Liebe Renate,

meinst du den Tod? Ein eindrückliches Gedicht, das uns alle betrifft. Leid, Schicksal, Tod... Und dennoch ist immer auch das Leben da...

Liebe Grüße, Patrick

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Lieber Patrick, danke für das "eindrücklich". Das Leben läuft aber auf der anderen Seite... Liebe Grüße - Renate


Elin (hildegard.kuehneweb.de) 02.11.2017

Liebe Renate,
ein sehr gutes Gedicht und ich sehe den Künstler, der das Altern
des Menschen in dessen Gesicht meißelt, den natürlichen Werdegang
des Älterwerdens.
Herzliche Grüße von Hildegard

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Liebe Hildegard, vielen Dank für deinen Kommentar, den ich noch etwas ergänzen möchte: Ich meine nicht allein die Zeichen des Älterwerdens mit meinen Versen, sondern ganz konkret den "Dunklen, den Tod", der die Menschen in ihrer Krankheit dermaßen verändert, dass sie wächsern und wie eingemeißelt die Spuren ihres Leides tragen. Liebe Grüße in deinen Abend - Renate


Bild Leser

Alma Brosci (eMail senden) 01.11.2017

Liebe Renate, bei den Zeilen des Gedichts musste ich sofort an das Dürersche Bildnis seiner
sehr alten Mutter denken, dem Tode nahe. Vielleicht war sie noch gar nicht so alt für unsere
heutigen Begriffe, aber sie war "gezeichnet" ! Schön, wenn ein Gedicht Bilder hervorruft!
Lieben Gruß .. Inge

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Liebe Inge, ja, dieses Bild kenne ich auch. Es passt gut zu meinem Gedicht, denn hier sieht man das vom Tod Gezeichnete. Danke sehr für deine Worte und Gedanken. Liebe Grüße am Sonntagabend - Renate


Roland Drinhaus (RD-Kingweb.de) 01.11.2017

Hallo Renate
Zuerst dachte ich, du beschreibst hier den Tod..... doch er meißelt
eigentlich nicht.
Vielleicht beschreibst du die Trauer?
L.G. Roland

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Lieber Roland, das ist Ansichtssache. Als dichterischer Ausdruck gefällt mir das sehr gut, denn wenn du einmal einen Menschern in seinem ständigen körperlichen Verfall begleitet hast, dann bemerkst du die "Hände des Todes", wie er mehr und mehr wegmeißelt und auch einmeißelt: das Bild des gesamten Menschen verändert sich total. Darum: "Gefürchteter Künstler aus Trauer und Pein". Liebe Sonntagsgrüße - Renate


rnyff (drnyffihotmail.com) 01.11.2017

Du zeichnest die Vergänglichkeit
In allerbesten Worten.
Das dunkle Tor zur Ewigkeit
Geht man durch Eingangspforten.
Herzlich Robert

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Danke sehr, lieber Robert. Schön gesagt! Grüße in den Sonntagabend - Renate


Tensho (eMail senden) 01.11.2017

Sind seine Falten durch den Hellen regenerierbar?
Ein dunkles Gedicht, was durch eben seine Eigenwilligkeit besticht.
LG Bernhard

 

Antwort von Renate Tank (05.11.2017)

Ich denke ja, da es eine Verwandlung sein wird... Danke sehr für "Eigenwilligkeit". Das gefiel mir. Sonntagsgrüße von mir - Renate


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