Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Schachbrettliebe(Sonett)“ von Aylin .

Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Aylin . anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Beziehungen“ lesen

Sonnenfisch (sonnenfischlive.de) 07.10.2018

Werte Monika,
* Zum ersten: das Bild des Schachbretts
ist für mich sehr zutreffend
für das, was in dieser Zivilisation so BEZIEHUNG genannt wird:
ein Bild für all das Vorgefertigte,
all das Vorgegebene - trotz der vielen vielen Möglichkeiten,
die ein Schachspiel bietet.
Doch m. E. sind wir Menschen im Grunde mehr als Schachfiguren:
wir sind in nuce EBENBILDER GOTTES -
das ist immer wieder an einzelnen Menschen zu sehen
(doch das wird dann gerne in der Dimension
seiner Bedeutung für alle übersehen):
* siehe die Goldkür von Aljona Savchenko und Bruno Massot 2018
* siehe das Buch "Du sollst nicht merken" von Alice Miller (1923-2010)
* siehe die Tanzbühnenkunst von Pinau Bausch (1940-2009)
* siehe die Gemälde eine Emil Nolde (1867-1956) ...
und wir schieben solche Gottesebenbildlichkeit
dann gedankenloserweise
solchen Größen allein zu:
wir projizieren unser aller Gottesebenbildlichkeit
auf sie: sie seien eben Genies - wir lediglich Erbsünder/innen.
* Zum zweiten: auch die Bilder König und Dame
sind für mich sehr aussagekräftig:
heutzutage ist in gar Manchem die moderne Frau die mächtigere,
der moderne Mann nur ein Schatten seiner selbst -
nach seinem jahrhundertelangen Missbrauch
für Armeen und kaltherzige Heldenrollen ...
... Wie auch immer:
ich danke dir:
Herzlich: August


henri (ingeborg.henrichsarcor.de) 05.10.2018

Anregend und nachdenkenswert der gewählte Schachbrett Vergleich. Vielleicht könnte Liebe, vordergründig betrachtet, einfacher sein, folgte sie ähnlichen Regeln...Doch, Liebe "spielt " anders.
Herzliche Grüße von Ingeborg

 

Antwort von Aylin . (05.10.2018)

es ist weniger die Liebe, die anders spielt, liebe Ingeborg, als das angeborene Machtdenken des Menschen an sich, der einen anderen in einer Beziehung umzuformen versucht. Lieben Dank dir und lG von Monika


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 05.10.2018


Ein hinreißendes Sonett.
So ein überaus anschaulicher Vergleich!

"Du machtest aus der Wilden eine Zahme."

Der Eingriff in das Wesen eines Menschen,
um ihn mehr an eigene Vorstellungen anzu-
passen, ist meistens mit einer großen Ent-
täuschung/Trennung verbunden.

Die echte Liebe nimmt den anderen an wie
er ist. Aus Liebe werden sie sich gegenseitig
etwas anpassen, was ja ein natürlicher Verlauf
ist. Umpolungen aber sind tödlich...

Liebe Grüße kommen von mir - Renate

 

Antwort von Aylin . (05.10.2018)

Liebe Renate, du hast es wieder einmal auf den Punkt gebracht. es geht nicht um Freiheit im Sinne von Trennung in einer Beziehung, sondern um die Freiheit, sich selbst zu entfalten. Du hast es ganz richtig gesagt. Vielen Dank und lG von Monika


Bild Leser

Michael Reissig (mikel.reiiggmail.com) 05.10.2018

Liebe Monika,
sowohl auf dem Schachbrett als auch in einer Beziehung gilt es, dir anstehenden Züge gründlich zu überdenken. Denn wer ständig nur wie ein Bauer geschoben wird, läuft Gefahr irgendwann mal zu entgleisen und dabei völlig aus dem Muster zu fallen.
Ein tolles Gedicht, wobei ich den Vergleich mit dem Schachspiel echt super finde!
LG. Michael

 

Antwort von Aylin . (05.10.2018)

danke, lieber Michael.. Das Verhältnis von Tonangeben sollte in einer Beziehung schon ausgewogen sein, sonst verliert sich einer. Da gebe ich dir völlig recht. Und überdenken, ja, auch das. Lg und danke dir von Monika


Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).