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„Verletzlich“ von Michael Schmitt

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Goslar (karlhf28hotmail.com) 22.10.2018

Lierber Michael,

wir leben in einer Zeit der Gewalt. Es hat sogar auf den Sport übergegriffen. "Ich gewinne, du verlierst". Gewinnen ist alles. Aber auch in der Politik werden alle höflichen Schranken niedergerissen. Siehe das Land das alles beherrschen will
mit einem fast Despoten an der Spitze. Die guten alten Werte sind überholt. So wie auf der Autobahn wird nur vorwärts gerast. Die armen Kinder, die in diese Welt hineingeboren werden. Ich bin 90 Jahre alt....und froh so alt zu sein.

Dein Gedicht hat mir sehr gefallen.

Herzlich Karl-Heinz

 

Antwort von Michael Schmitt (22.10.2018)

Lieber Karl-Heinz, da ich großen Respekt vor dem Alter habe, ehrt es mich umso mehr, dass Dir mein Text gefällt! Danke für Deine Rückmeldung! Natürlich ist es bedrohlich, dass es viele Krisen und bedrohliche Szenarien in der Welt gibt! Ich denke aber, dass hier viele Faktoren eine Rolle spielen, zum einen bekommen wir in Echtzeit den Mist aus allen Ecken der Welt präsentiert! Zum anderen ist durch die Vernetzung des gesamten technischen Equipments das uns umgibt sowieso ein enormer Stressfaktor gegeben! Und dann werden globale Probleme plötzlich durch unerwünschte Zuwanderung so real! Hier wird unheimlich mit existentiellen Ängsten gespielt, denn Angst macht Menschen berechenbar! Aber mal ehrlich, es gab immer Kriege und es gab immer Krisen, und ich bin mir sicher, dass es für die Betroffenen niemals schön gewesen ist! Wir sind in Deutschland einen solchen Komfort gewöhnt, dass wir nur selten darüber nachdenken, woher dieser Wohlstand kommt! Eins ist denke ich klar, wir machen keine Milliarden mit dem Export von Blumen! Und was den Sport betrifft, hier wird doch nicht nur beim Fußball klar, worum es wirklich geht, wenn Millionen für einen einzigen Spieler über den Tisch gehen! Ein Armutszeugnis und eine Kapitulation vor Werten ist dies allemal! Ich wünsche Dir, dass Du den Respekt erfährst, den Du verdienst! Viele liebe Grüße, Michael


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Trickie Wouh (1und1jasminonline.de) 19.10.2018

Lieber Michael!
Ein sehr tolles Gedicht.Ich hab es sehr gerne gelesen.Und es stimmt jedes Wort.
Sei ganz lieb gegrüßt,von
Brigitte

 

Antwort von Michael Schmitt (22.10.2018)

Liebe Brigitte, vielen Dank! Natürlich freue ich mich über eine solche Rückmeldung sehr! Viele liebe Grüße, Michael


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 19.10.2018

Lieber Michael,

du hast ein wunderbares Gedicht geschrieben, leider sieht es in der heutigen Gesellschaft
anders aus. Sobald man Schwäche zeigt, ist man sofort dem Nobbing gefeit. Um diesen zu
umgehen, zeigt man sich härter als man ist. Es ist eine unehrliche Gesellschaft geboren.

Liebe Grüße von Hildegard

 

Antwort von Michael Schmitt (19.10.2018)

Hallo liebe Hildegard, erstmal vielen lieben Dank für Deinen Kommentar! Ich kann Dir nur bedingt zustimmen, denn einerseits trifft das in bestimmten Strukturen in Firmen, Banken, Organisationen etc. sicher zu, aber auf der anderen Seite gibt es viele Menschen die grundsätzlich diese Haltung zum Leben einnehmen und sich \"prophylaktisch\" emotional abschotten! Manche einfach aus Bequemlichkeit, weil jedes unnötige Risiko eine Belästigung darstellt und die eigene Komfortzone gefährdet, andere aus Angst eine Verletzung erleiden zu können. Das ist natürlich eine willkommene Rechtfertigung, da man mit emotionaler Not eine Abschottung jederzeit rechtfertigen kann. Aber wenn alle nach dieser Maxime handeln würden, wären wir auch alle auf dem besten Wege absolute Soziopathen zu werden. Es gibt keine aufrichtige Interaktion mit anderen Menschen die frei von Risiken ist. Sich zu verstellen erhöht in jedem Fall erstmal die Gefahr nicht ernst genommen zu werden, oder noch schlimmer, als Beleidigung empfunden zu werden, weil es an authentizität mangelt. Liest man einen fremden Text, so filtert man diesen natürlich unbewusst nach bekannten Mustern, und so entgehen einem womöglich kleine Details, die die vermeintliche Aussage in ihrer Bedeutung verändern. Ich habe zu Beginn geschrieben was passiert, wenn man \"schwache\" Strukturen angreift. Die vermeintliche Schwäche durch Offenheit ist in Wirklichkeit keine Schwäche, wenn man seine Stärken und auch Schwächen kennt und diese nicht versteckt. Flexibilität ist eine Grundvoraussetzung für Aktionen jeglicher Art, ein erstarrter Mensch ist geistig wie körperlich auf REaktionen begrenzt, wird somit berechenbar, manipulierbar, schwach und letztendlich sehr verletzlich. Somit ist nicht der fühlende und offene Mensch der verletzliche, sondern der, der glaubt dass er Stärke präsentiert! Ich selber mache immer wieder die Erfahrung, dass es eine Wohltat ist zum eigenen Versagen zu stehen und sich dadurch Respekt zu verschaffen. Die Menschen die dies zum Anlass nehmen auf mir rumzuhacken, nehme ich nicht ernst und schon gar nicht empfinde ich sie als Bedrohung, da sie so begrenzt sind, dass sie mir nichteinmal gefährlich werden könnten, wenn sie es darauf anlegen würden. Ehrlich gesagt ist so glaube ich das größte Problem unser Ego, das uns verbietet ein vermeintliches Risiko einzugehen, indem wir uns Schwächen eingestehen. Ein bisschen weniger Ego ist viel mehr Freiheit! Leider halten viele Menschen ihr Ego für ihr wahres ich. Sie glauben dass Verletzungen das \"ich\" schädigen. In Wirklichkeit treffen sie in erster Linie unser Ego und das mag nunmal gar keine Demütigung. Wirft man einen Blick auf das innere ich, hinter dem Ego, so merkt man, dass Verletzungen hier heilen. Das ist schmerzhaft und manchmal nur aus der Distanz sichtbar, aber ich weiß, dass auch schlimme Wunden heilen können. Diese Grenzerfahrungen bleiben zum Glück vielen Menschen erspart. Umso ärgerlicher, wenn ausgerechnet diese dann Schwächen anderer ausnutzen. So ist das mit Seelen die unterschiedliche Reifegrade haben. Viele liebe Grüße, Michael


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chriAs (christa.astla1.net) 19.10.2018

Lieber Michael, mir gefällt dein Gedicht sehr gut! Leider ist es in unserer Geschellschaft nicht mehr erwünscht, sich verletzlich zu zeigen. Ellbogentechnik ist der Weg zum Erfolg. Auch Freunde, so man sie hat, stehen der Verletzlichkeit hilflos gegenüber ....
Liebe Grüße von Christa

 

Antwort von Michael Schmitt (22.10.2018)

Liebe Christa, Danke für Deinen Kommentar, natürlich ist Schwäche und Verletzlichkeit unattraktiv für Andere! Sucht doch fast ein jeder nach starken Leitbildern mit denen er sich identifizieren kann. Und nicht selten sind Menschen mit emotionalen Äußerungen überfordert, erkennen sie sich selbst in dieser Hilflosigkeit. Verwerflich finde ich dieses Verhalten erst dann, wenn sie dies aus Bequemlichkeit tun, weil man ihnen lästig ist. Hier ist aber natürlich auch die Bezeichnung „Freunde“ deplatziert! Ganz liebe Grüße, Michael


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