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„Der Tod“ von Michael Schmitt

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Renate Tank (renate-tankt-online.de) 29.10.2018


Meine Gedanken dazu:

Den neuen Tod, den gibt es nicht.
Er war schon immerdar derselbe.
Lebende stehn in seiner Pflicht:
er sagt uns jeden Tag: "Verwelke!"

Liebe Grüße von Renate

 

Antwort von Michael Schmitt (04.11.2018)

Hallo liebe Renate, danke für Deinen Kommentar! Ganz genau, den "neuen Tod", den gibt es nicht. Deshalb ja "leiden und sterben". Das was lebendige Wesen schon immer tun mussten! Das Leid ist ein natürlicher Begleiter des Lebens, und solange wir sterben müssen um dem Tod zu begegnen, wird er immer unser Meister bleiben. Ganz gleich wie anmaßend wir im Wahn neuer "Errungenschaften" sind. Es ist ein Aufruf sich darauf zu besinnen, dass wir zwar gestalten können, aber nicht das Leben oder Sterben an sich in seinem Wesen manipulieren können. Und ganz sicher nicht auf dem Weg den wir heute beschreiten. Viele liebe Grüße, Michael


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Minka (wally.h.schmidtgmail.com) 29.10.2018

Lieber Michael,
was meinst du mit dem "neuen Tod? Der Tod war immer schon auf verschieden Arten und immer schon in verschiedenen Variationen. Einen Neuen gibt es nicht. Du willst sicher etwas Bestimmtes damit sagen, doch ich weiss nicht recht was.
Herzlich Wally

 

Antwort von Michael Schmitt (04.11.2018)

Hallo liebe Wally, danke für Deinen Kommentar! Ja, Du hast vollkommen recht, es gibt ganz gewiss keinen "neuen Tod", es wird nur versucht den Prozess des Sterbens zu manipulieren. Mich hat anmaßendes Verhalten schon immer entsetzlich wütend gemacht, und das war auch mein Motor für diesen Text. Es ist nichts weiter als eine Provokation die zum denken anregen soll. Die bizarren Formen des Sterbens die wir kreiert haben, verraten nur wie krank unser Geist wirklich ist. Auf dem Weg den wir "zivilisierte Menschen" beschreiten, werden wir nicht bloß in der Medizin die unabdingbare Grausamkeit des Sterbens millionenfach bestätigen. Und wenn wir uns für noch so genial halten, werden wir ganz gewiss niemals das Wesen des Todes verändern. Was ich im übrigen auch gar nicht für erstrebenswert halte. Was das Sterben angeht, so sollten wir nicht weiter am physischen Prozess arbeiten, der funktioniert auch ohne unser dazutun hervorragend. Und Mittel um ihn zu erleichtern gibt es auch bereits zur Genüge. Ich glaube über dieses Thema könnte man ein Buch schreiben...na wie wär´s!? ;-) Viele liebe Grüße, Michael


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Trickie Wouh (1und1jasminonline.de) 29.10.2018

Lieber Michael.
Der Tod ist immer eine schlimme Sache.Obwohl er aber auch manchmal eine Erlösung ist.
Ich schick dir einen ganz lieben Gruß,
Brigitte

 

Antwort von Michael Schmitt (04.11.2018)

Hallo liebe Brigitte, danke für Deinen Kommentar! Der Tod an sich ist ganz gewiss immer eine Erlösung. Der Prozess der zu ihm führt, der ist oft nicht schön und würdig und nicht selten qualvoll. Egal was wir uns an Genialität auf die Fahnen schreiben, wir sind nicht im Stande den Tod in seinem Wesen zu verändern. Deshalb ist der "neue Tod" nichts weiter als eine Provokation die zum denken anregen soll, denn es gibt natürlich keinen neuen Tod. Solche Texte hab ich oft aus Wut über anmaßendes Verhalten verschiedener Menschen geschrieben. Ganz liebe Grüße, Michael


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chriAs (christa.astla1.net) 29.10.2018

Lieber Michael,
DER Tod, wenn er eintritt, kann nicht so schlimm sein. Die eben Gestorbenen wirken so erlöst, ruhig, fast möchte ich sagen glücklich.
Aber während unseres Lebens sterben wir viele kleine Tode, Enttäuschungen, Abschiede ... nehmen den Boden unter den Füßen, man steht vor einem dunklen Loch, glaubt zu stürzen - aber irgendwo findet sich eine Wegspur, ein Lichtstrahl führt zurück.
Ganz liebe Grüße,
Christa

 

Antwort von Michael Schmitt (04.11.2018)

Hallo liebe Christa, danke für Deinen Kommentar! Es wird so sein wie Du sagst, der Tod selbst ist die Erlösung. Das Sterben allerdings kann von friedvoll bis grausam jede Ausprägung annehmen. Die vielen "kleinen Tode", die aber natürlich nicht zu selbigem führen, sind schmerzvolle Erfahrungen, die wir alle machen. Mir ging es nur darum, dass es natürlich Quatsch ist von einem "neuen Tod" zu sprechen, da wir immer nur bizarre Formen des Sterbens kreieren wenn wir von neuen Errungenschaften z.B. zur Lebensverlängerung sprechen. Ich wollte nur ein wenig provozieren, da ich Anmaßung auf den Tod nicht ausstehen kann. Es wird soviel "zum Wohle der Menschheit" entwickelt, aber die Welt wird nicht besser, sondern immer kaputter. Und unsere genialen Köpfe beweihräuchern sich und zelebrieren ihre entsetzliche Dummheit und ihre Gier, während wir applaudieren. Es ist ja so verlockend, denn damit kann man gut verdienen...und noch lukrativer wird es, wenn wir das Sterben im großen Stil perfektionieren...und exportieren. Ein Hoch auf den Wohlstand und den Fortschritt auf Leichen. Liebe Grüße, Michael


tryggvason (olaf-luekenweb.de) 29.10.2018

Heute: Der Mensch stirbt in der Wunderwelt medizinischer Apparaturen einen nahezu schmerzfreien Tod, Das verlautbaren zumindest die Mediziner. Meist stirbt er aber ganz allein und unbegleitet.

Gestern: Der Mensch stirbt - auch nicht immer - im Kreis seiner Familie. Der Tod ist ein von der Gesell-
schaft akzeptiertes Ganzes , vielleicht geht er gar als ihr Oberhaupt. Noch im Tode darf er ein Stück Gewissheit seiner Leistungen im Leben mit ins Grab nehmen. Er war für seine Umgebung wichtig.

Olaf

 

Antwort von Michael Schmitt (03.11.2018)

Hallo Olaf, ich sehe das ganz genau so, die "moderne" Medizin fokussiert sich komplett auf den physischen Prozess des Sterbens! Aber wir spüren, dass das nicht alles ist! Und weniger grausam wird der Tod durch High-Tech und Drogen auch nicht. Danke für Deinen Kommentar! Viele Grüße, Michael


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