Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Der erfolgreiche Bettler“ von Robert Nyffenegger

Das Gedicht lesen - oder weitere Beiträge und Infos von Robert Nyffenegger anzeigen.

Beiträge anderer Autorinnen und Autoren aus der Kategorie „Autobiografisches“ lesen

Sonnenfisch (sonnenfischlive.de) 22.12.2018

Hallo Robert! Das gefällt mir!
Überhaupt könnte man öfters etwas Ausgefallenes,
etwas Außergewöhnliches,
etwas Unerwartetes tun!
Obgleich sie ja gründlich versuchten
(und immer noch versuchen)
uns solch kindlichen = kolumbus-schen = kopernikus-schen
Unternehmensgeist auszutreiben.
"Zivilisieren" nenne ich das - und das haben sie ihren Kindern
seit Jahrhunderten und Jahrtausenden angetan.
Als "Normaliät" belobigen sie es.
Unterstützt wurden ihre Bemühungen
durch das Hängen, Köpfen, Rädern und Vierteilen -
sogenannte Spiegelstrafen
(d. h. Strafen, die das Verbrechen widerspiegeln sollen).
Auch das Sitzenbleiben in der Schule
und der Pranger an zentralem Ort waren
ihnen wertvolle Maßgaben und Maßnahmen.
Einen Jesus von Nazareth hatten sie gekreuzigt:
er gab eben zu viele Wahrheiten von sich, der Unglücksrabe.
Und trotz unserer vorbildlichen Zivilisiertheit,
welche hervorragende Fähigkeiten im Konkurrieren und Moralisieren einschließen,
verunglimpfen gewisse Religionsgemeinschaften uns als "Erbsünder",
die sich selber zu heilen außerstande seien.
Und heutzutage werden wir zwar nicht mehr gehängt und gerädert,
doch unsere Reglemetierung geschieht mitlerweile
so subtil, dass wir Halbdackel es kaum je wirklich bemerken ...
... Doch dir hat das eigentlich nicht wirklich erlaubte,
da von dir "nur" gespielte Betteln bärigen Spaß gebracht,
selbst des Nachbarn Hund hatt seine Freud
(scheint ja ein musikalisches Tier zu sein)
- und in den Nebenwirkungen hat dir dein schauspielrisch gelungener Auftritt
auch noch ein paar Noten eingebracht!
... Herzlich: der August

 

Antwort von Robert Nyffenegger (23.12.2018)

Danke Dir ganz herzlich für den kompetenten, wahrhaftigen Kommentar, dem ich nur mit meinen einfachen Worten beipflichten kann. Der Ursprung meines Verses kam so: ich wurde in der Stadt von einem etwas verwahrlosten jungen Mann mit entsprechendem Hund angesprochen: Hesch mer öppis Stütz, i muess wieder Hasch ha. Verstehst Du sicher auch und man ist erstaunt über diese Offenheit, also kriegte er von mir - von einem, der sonst nie etwas gibt - einen Fünfliber.In der Folge versuchte ich mich in seine Lage zu versetzen und so entstand die Geschichte. Ganz lieber Gruss und schöne Festtage wünsche ich Dir und Familie, Robert


Bild Leser

FranzB (eMail senden) 22.12.2018

Lieber Robert. Oft denke ich, fährt man in eine entfernte Stadt, in der man nicht bekannt ist, dann macht man gerade in dieser Zeit sehr schnell Kohlen!
Doch dann kommt die andere Seite, man nimmt es diesen Menschen, die es leider besser brauchen!
Dir viele Wünsche für die Festtage der Franz

 

Antwort von Robert Nyffenegger (22.12.2018)

Die Sozialleistungen in CH sind für Schweizer und Ausländer mit Niederlassung so hoch, dass keiner betteln muss, ausser für die erwähnten Sonderwünsche.In der Stadt Zürich ist Bettelverbot in Bern darf jeder betteln. Eine Zeitlang kamen ganze Kinderbettelhorden aus dem Osten, Roma etc., dem wurde jetzt der Riegel geschoben. Danke Dir und wünsche ganz schöne Festtage, herzlich Robert


Nicht vergessen: Eigenen Kommentar zum Gedicht verfassen!

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für die Leserkommentare liegen bei den jeweiligen Einsendern.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für die Beiträge oder von den Einsendern verlinkte Inhalte.
Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).