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„So sieht's heut in den Dörfern aus“ von Karin Grandchamp

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esuark (gekrhigmail.com) 22.01.2019

Liebe Karin
Gern gelesen
Ich erinnere mich an früher, da ging ich zum Arzt der war für alles ansprechbar und immer was zu tun ist. Nachdem er seine Praxis aus Atersgründen abgegeben hat, fing das Übel an, nun gehe ich zu einen Arzt - innere Medizin - einen Urologen - einen Neurologen - einen Kardiologen - einen Orthopäden - einen Augenarzt und einen Zahnarzt. Jeder will meine Gesundheitskarte und jeder verschreibt nur seine Medizin. Leider bin ich eben nicht gesund und braucht ärztliche Hilfe oder mindestenz Medizin. Auf dem Lande ist es dann noch schlechter, weil es eben dort keine Ärzte mehr gibt. Leider werden zu wenig allgemein Mediziner ausgebildet. Ich denke die Krankenkassen sind blind
und zahlen lieber Arzthonorare für die Fachärzte als die Förderung der Landärzte und allgemein Mediziner.
Dir liebe Grüsse Gerhard

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Lieber Gerhard! Das waren früher die schönen alten Zeiten. Heute hat sich alles geändert und nicht zu Gunsten der alten Leute. Die Krankenkassen sind hoch verschuldet bei uns und ich denke bei euch wohl auch. C'est la vie!!! Mit Dank herzliche Grüsse Karin


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freude (bertlnagelegmail.com) 22.01.2019

...Karin, so ändern sich die Zeiten;-) dabei wird nichts mehr besser.
LG Bertl.

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Genau Bertl. Alles ändert sich und man muss sich organisieren, wenn man in einem Dorf wohnt. Alles geht, wenn der Wille da ist. Herzlichen Dank dir, liebe Grüsse Karin


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 22.01.2019

Liebe Karin,
in den ländlichen Regionen sieht es überall so aus. Nicht nur, dass kein Arzt
vorhanden ist. Es fehlen die kleinen Läden, sowie Tante-Emma-Laden, in dem
es fast alles gab. Auch schließen Banken ihre Filialen. Die alten Menschen
sind wirklich wie abgeschnitten. Leider nimmt es immer mehr zu.
Liebe Grüße von Hildegard

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Liebe Hildegard! Bei uns gibt es nur noch eine Wirtschaft und eine Schule. Alle anderen haben sich aus dem Staub gemacht. Mit den Nachbarn jedoch besteht Zusammenhalt und so ist niemand alleine, wenn er in der Not ist. Ich habe einst in der Stadt gewohnt aber würde trotzdem nie tauschen. Mir würde die Ruhe und die freie Natur fehlen und natürlich auch die Tiere. Man kann sich bei uns auch von den Supermärkten Bestellungen bringen lassen. Wir organisieren uns so gut wie's geht. Lieben Dank dir, herzliche Grüsse Karin


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Goslar (karlhf28hotmail.com) 22.01.2019

Liebe Karin,

die alten Landärzte wussten was sie machen. Nicht nur der Mensch, sondern auch die Tiere haben sie behandelt. Die alten vertrauten Dörfer, wie ich sie in der Erinnerung habe hatten keine asphaltierten Straßen und vor jeden Hause lag ein duftender von Fliegen umschwärmter Misthaufen. Das gehörte einfach dazu. Es war ein Idyll, worüber auch der Wind der Zeit gebraust ist.
Herzlich grüßt Karl-Heinz

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Lieber Karl-Heinz! Nach vierzig Jahren hat man ein großes Vertrauen zu seinem Arzt aufgebaut. Er war von Anfang an einer der besten Ärzte, der mich behandelt hat und er kannte mich in--- und auswendig. Ob ich zu einem jungen Arzt noch einmal so viel Vertrauen haben werde, ist fraglich. Der Bürgermeister hat sogar kostenlos die Praxis zur Verfügung gestellt, wenn ein neuer Arzt hier praktizieren würde aber ohne Erfolg. Ein ausländischer Arzt hatte sich gemeldet aber der sprach nicht einmal französisch. Was sollen wir mit so einem, der nicht einmal versteht, worunter du leidest. Ich fühle mich trotz allem wohl in meinem kleinen Dorf und werde es nie verlassen, denn hier finde ich meine Ruhe und bin von der Natur und Tieren umgeben. Ganz lieben Dank dir, herzliche Grüße Karin


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 22.01.2019

Liebe Karin,
das ist auch hier zu verspüren,
ausbaden müssen es die Kranken.
Du bist bald nur noch eine Nummer,
wem ist das "zu verdanken"?

Als Dilemma kann man das bezeichnen,
wenn ein Arzt fehlt in einem Ort.
Der Mensch fühlt sich irgendwie verlassen,
Geborgenheit - ein Stück weit fort...

Liebe Grüße von mir - Renate

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Liebe Renate! Ich würde trotz allem das Dorf nie verlassen. Mit den Nachbarn helfen wir uns gegenseitig nach dem Motto "Einer für alle und alle für einen ". Du kannst mir glauben, dass es wunderbar funktioniert. und dass es sich auf diese Weise gut leben lässt. In der Stadt wär ich verloren obwohl ich einst in einer großen Stadt aufgewachsen bin. Herzlichen Dank, liebe Grüße Karin


Roland Drinhaus (RD-Kingweb.de) 22.01.2019

Liebe Karin
Der von dir angesprochene Arzt ist ein Vorzeigebeispiel für die Landflucht.
Da darf man dann auch gleich weitermachen mit den ebenfalls verschwundenen
Einzelhändlern (Tante-Emma-Lädchen), den verschwundenen Elektrikern oder
Fernsehreperaturdiensten, Zeitungen, Milchmännern etc.....
Und in den Städten? Krach, Feinstaub, Mietpreisexplosion, Drogenhandel.....
irgendwas läuft da schief in den Köpfen der Menschen; und es wäre ein
Fehler, die Politiker als Sündenböcke hinzustellen. Ähm.... Politiker....
ach ja.... gibts die noch?
L.G. Roland

 

Antwort von Karin Grandchamp (23.01.2019)

Lieber Roland! Auch, wenn wir im Dorf keinen Arzt, keinen Bäcker und keinen Einkaufsladen haben, möchte ich nie mehr in die Stadt zurück. Man muss sich nur organisieren und das mit den Nachbarn zusammen. Jeder kennt hier jeden und wir sind eine große Familie. Alles ist möglich, wenn Zusammenhalt besteht. Ich bin in der Stadt groß geworden und wir waren ein paar Jahre in einer deutschen Stadt stationiert. Ich war überglücklich als es wieder Richtung heimwärts ging in mein kleines Dorf. Hier finde ich alles, was ich zum Leben brauche. Die Natur, die Ruhe und die Tiere. Vielleicht ist das für einen Stadtmenschen unvorstellbar aber mich bekommt hier niemand weg. Lieben Dank dir, herzliche Grüße Karin


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FranzB (eMail senden) 22.01.2019

Schön von Dir zu lesen liebe Karin. Zum Glück sieht es in unserem Wohnort mit etwa 8000 EW noch etwas gut aus und vor allem habe ich einen sehr guten Hausarzt. Dennoch sieht es in unsere Umgebung mit einigen Ortschaften schon sehr düster aus und da muss man sich schon Sorgen machen! Dir jedoch hier viele liebe Grüße der Franz

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.01.2019)

Lieber Franz! Ich habe momentan viel Arbeit im Haus. Ich nutze dafür den Winter damit ich im Frühling und im Sommer mich auf die Gartenarbeit konzentrieren kann. Ich wohne in einem kleinen Dorf, das etwa 1500 Einwohner hat und ich habe das Empfinden, dass es immer kleiner wird. Der Zahnarzt, bei dem ich seit dreissig Jahren war, ist im Dezember auch in Pension gegangen. Irgendwie baut man grosses Vertrauen auf zu den Ärzten, wenn man sie schon so lange kennt. Jetzt muss ich schauen, dass ich neue kompetente Ärzte finde. Hoffentlich nicht zu weit weg. Lieben Dank, herzliche Grüsse Karin


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rainer (rainer.tiemann1gmx.de) 22.01.2019

LIebe Karin, mit gekonnter Reimtechnik beschreibst du ein aktuelles Thema der Zeit. Auch bei uns in Deutschland ist es in den ländlichen Regionen ähnlich. Danke für diese zeitkritische Betrachtung. Ganz besonders herzlich grüßt dich am Tag der "Aachener Verträge" dein Lyrik-Freund RT.

 

Antwort von Karin Grandchamp (22.01.2019)

Danke lieber Rainer für deinen lobenden Kommentar. Es ist leider so, dass die Ärzte kaum noch Nachfolger finden in den Dörfern obwohl sie eine gutgehende Praxis haben. Sie haben jedoch viel Arbeit, denn der grösste Teil der Patienten sind schon âltere Leute und im Alter hat fast ein jeder schon seine Wehwehchen. Die jungen Leute ziehen meistens in die Stadt aber trotz allem würde ich unser Dörfchen nicht verlassen. Ich brauche Ruhe und die Natur um mich herum und Tiere. Anders kann ich mir ein Leben gar nicht vorstellen.Sei lieb gegrüsst, Karin


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