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„EIN TAG WIDER DAS VERGESSEN“ von Renate Tank

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Monika Schnitzler (eMail senden) 29.01.2019

da stimme ich dir zu, liebe Renate. Erinnerung lebt von Erzählungen, Geschichten, die unsere Gefühle immer wieder bestätigen und neu aufleben lassen. LG von Monika

 

Antwort von Renate Tank (30.01.2019)

Besten Dank, liebe Monika. Wir müssen es immer wieder hören und ansehen, damit es lebendig in den Köpfen bleibt als ein unsterbliches MAHNMAL. Ganz liebe Grüße kommen von mir - Renate


Sonnenfisch (sonnenfischlive.de) 28.01.2019

Werte Renate,
diese Gedenktage sind typischerweise allein rückwärts gewandt -
"auf dass es nie wieder geschehe!".
doch es geschieht bislang immer weiter:
auf der körperlichen Ebene (also Mord und Totschlag) sowohl
als auch auf den subtileren Ebenen,
die dem Morden zugrundeliegen. Und das Subtilere geschieht allerorten.
Siehe dazu das Matthäus-Evangelium, Kapitel 5, die Verse
unter der Unterüberschrift VOM TÖTEN.
Schmerzliche Früchte m. E. von Konkurrenz
und Desenibilisierung und Selbstlieblosigkeit,
die ja in allerlei Systemen (mit)begründet sind.
Ich wünschte mir Gedenktage mit Gegenwartsbezügen.
Sinnigerweise mit Bezug zu Lichtgestalten,
die derlei infernalische Finsternis transzendierten -
beispielsweise zu jenem Überlebenden eines Vernichtungslagers,
der darüber gesagt, er schäme sich dafür,
dass Menschen (nicht Deutsche) zu so etwas in der Lage.
Oder mit Bezug auf Daniel Barenboims palästinensisch-isrealisches Orchester,
sein "Orchester des west-östlichen Divans".
Nach solchen Gegenwartsbezügen würden
möglicherweise einige Menschen unsere real existierende
Art der Kommunikation verbessern oder gar transzendieren durch Studien
von Rosenberg oder Watzlawick oder Byron Katie.
Möglicherweise.
Herzlich: August.

 

Antwort von Renate Tank (30.01.2019)

Hallo lieber August, mit deinem interessanten Statement hast du viel angestoßen, und man sollte sich etwas Zeit geben, darauf zu antworten. Wann ist ein Mensch ein MENSCH? Das wäre auch eine wichtige Frage. Was verlangen wir uns selbst ab, um uns "gedeihen" zu lassen? Gedeihen bedeutet für mich in diesem Fall unser menschliches Wachstum, das wir unterstützen oder behindern können: die Arbeit an uns selbst! Es gab schon viele Lichtgestalten unter uns, und es gibt sie auch heute. Manches wirkt im Verborgenen, manches kommt uns zu Ohren oder wird auf Buchseiten festgehalten. Ein Mensch, der auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens ist, wird sich aufmachern und danach suchen. Andere interessiert das weniger, und sie leben ihre Gedanken Tag für Tag aus. Der aber, der auf der Suche nach mehr Erkenntnis ist, wird gewiss mehr innere Gespräche führen, die er irgendwann auch einmal teilen kann. Er kommt sicherlich voran - er hat ja sein Leben lang dafür Zeit... Aber es gab eine UNÜBERTREFFLICHE LICHTGESTALT: Jesus Christus, der Gott-Mensch. Es war seine Aufgabe, das WESEN DER LIEBE den Menschen verständlich zu machen. Er hat viel in Gleichnissen gesprochen, eben dieser Verständlichkeit wegen. SEIN WORT sollten wir verinnerlichen und nicht wegschieben wie Abfall. Dem Wort immer wieder nachgehen, bis sich für uns Antworten einstellen. Sie kommen nicht immer sofort - sie reifen uns entgegen. Denn das würde den Boden für Fruchtbarkeit bereiten, den wir so sehr vernachlässigt und ausgelaugt haben. Denn an Seinem Wort hängt das ganze Universum. Es gibt nur EINEN BODEN, auf dem etwas wachsen, gedeihen kann, und das ist die LIEBE. Ich bedanke mich herzlich für deinen Kommentar, der mich dazu bewegte, diese Antwort zu schreiben. Alles Liebe und Gute wünscht Renate


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 28.01.2019

Liebe Renate,
diesen Gedenktag darf man nicht in Vergessenheit geraten lassen.
Es ist eine Mahnung an die junge und kommenden Generationen.
Nicht mit Worten ist das Verachtende Wirken der Menschen
nachzuvollziehen und es muss immer wieder darauf hingewiesen
werden.
Liebe Grüße von Hildegard

 

Antwort von Renate Tank (30.01.2019)

Liebe Hildegard, da teile ich gern deine Ansicht. Auch wenn die künftigen Generationen einmal denken oder sagen sollten: Damit haben wir nichts zu tun, so bleibt es doch als MAHNMAL DER GESCHICHTE stehen, aus dem man immerfort lernen sollte. Wenn man den BLICK verlieren will, unterstützt man das VERGESSEN. Die LEHRE daraus verblasst und wird irgendwann nicht mehr wahrgenommen. Das wäre ja so, als würde man alle ERKENNTNSSE auslöschen wollen. Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße von mir - Renate


henri (ingeborg.henrichsarcor.de) 28.01.2019

Erinnerung geschieht durch Worte und diese Worte gehören ins Gedächtnis aller Menschen als Mahnung, ein zu schwacher Begriff, dessen, was bis davor unmöglich schien, auch nur zu denken. Der Begriff Zivilisationsbruch ( Dan Diner) könnte sich dem m.E nach annähern. Es geht alle Menschen an. Zuvor angenommene Sicherheiten der Menschlichkeit galten nicht mehr, wurden aufgelöst.
Du hast hier einen sehr wichtigen Text verfasst. HG Ingeborg

 

Antwort von Renate Tank (30.01.2019)

Liebe Ingeborg, das ist immer ein schwieriges Thema und wird es auch bleiben. "Zivilisationsbruch", dieser Begriff hat seine Berechtigung in meinen Augen. Aber ich bin damit nicht ganz zufrieden, weil es noch viel schlimmer ist... Feuer des Hasses kann man wahrscheinlich nicht treffend beschreiben. Besten Dank für deine Worte. Herzliche Grüße sende ich dir - Renate


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Goslar (karlhf28hotmail.com) 28.01.2019

Liebe Renate,

im Alter lebt man oft in der Erinnerung, weil die Neuzeit zu viele Herausforderungen hat, die nicht nur ungewohnt sind, sondern auch nicht unsere Lebensweise vertreten.
Sehr vieles , was in der kurzen Vergangenheit geschehen ist kann einfach nicht vergessen werden, während die jungen Generationen kaum daran denkdn.
Herzlich grüßen dich
Hildegard und Karl-Heinz

 

Antwort von Renate Tank (28.01.2019)

Lieber Karl-Heinz, es ist wichtig, dass das Geschehen durch das WORT weiterlebt, also erinnert wird, was einst durch Verblendung geschah. Wenn es nicht im Wort, also in der Sprache bleibt, werden die nachfolgenden Generationen irgendwann keinen Zugang mehr haben. Aber diese GOTT-FERNE (ich nenne es so) muss weiter gesehen werden, denn dazu sind Menschen in der Lage, denen alles Menschliche abhanden kommt. Schon in meiner Kindheit lag da ein seltsames Schweigen wie ein Mantel darüber. Auch in der Schulzeit wurde das nicht thematisiert. Ich spürte unbewusst, dass hier etwas ganz bewusst vermieden werden sollte. War es eine Welle der nachträglichen stummen Scham? Danke sehr für Eure Grüße und für deinen Kommentar. Viele Grüße kommen zu Euch Beiden zurück! Renate


tryggvason (olaf-lueken2web.de) 27.01.2019

Die Shoah ist für mich unfassbar, die Erinnerung dagegen nicht.
Wer die Shoah ignoriert, ignoriert einen Teil seines Selbst.
Vielleicht, aber auch das ist ganz gleich, sind wir nicht per Zufall
auf die Welt gekommen. Sind wir das nicht, hat die Shoah doppelt
Gewicht. Auch vor einem späteren Weltgericht !!!
Olaf

 

Antwort von Renate Tank (28.01.2019)

Vielen Dank für diese Meinung. Für mich ist es wichtig, dass alles durch das WORT wachgehalten und gezeigt wird und kein Sand des Vergessens darüber weht, zu welchem Schlächtertum Menschen bereitgemacht werden können. Die Shoah ist das größte, unbestreitbare Mahnmal. Diese" Ideologie" war reine Idiotie, in der der Größenwahn spielte die ewige Melodie... Gedankengrüße von mir - Renate


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