Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„MEIN GELIEBTES DORF“ von Renate Tank

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Goslar (karlhf28hotmail.com) 08.02.2019

Liebe Renate,

über eine Brücke geht alles,
über ein Dorf geht nichts.
Ich liebte die Dörfer meiner Heimat. Mich störten nicht die Misthaufen vor den Häusern und auch die unasphalierten Straßen gaben den Dörfern ein natürliches Aussehen.Es war für mich eine Idylle, die ich sehr schätzte.
Wunderschön dein Gedicht.
Hildegard und ich grüßen dich herzlich.
Karl-Heinz


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FranzB (eMail senden) 07.02.2019

Dies liebe Renate gefällt mir wahrlich, ganz mein Geschmack! Grüße Franz
*Danke für dies Gedicht!


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Karinmado (eMail senden) 07.02.2019

Liebe Renate!
Wenn ich so die Kommentare lese, kann ich mir vorstellen, wie schwer es für deine Eltern war, wieder ein neues Leben aufzubauen. Du kannst von Glück sagen, dass du solche Eltern hattest, die dir trotz allem ihre Liebe geschenkt haben obwohl sie schwer rudern mussten um wieder Fuß zu fassen in einer neuen Zukunft Ein nachdenkliches Gedicht, das auch zu Herzen geht.
Sei lieb gegrüßt Karin


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esuark (gekrhigmail.com) 06.02.2019

Liebe Renate
Gern gelesen
Was Du da schreibst, kann nicht jeder nachempfinden, der nicht ähnliches mitgemacht hat. Heute nach so viel Jahren sieht man einiges verklärt, aber die Fakten bleiben. Selbst wenn man Bilder aus der Zeit sieht, ist es schwer sich da hinein zudenken. Selbst meine kleinen Geschwister,obwohl dabei gewesen wissen von den Nöten meiner Mutter während der Flucht und danach wenig.So bleiben die Vorstellung aus dem Erzählen.
Liebe Grüße Gerhard

 

Antwort von Renate Tank (07.02.2019)

Ja, da hast du schon recht. Man muss in "den Schuhen gegangen sein", um zu fühlen, wo und wie sie drückten. Ein wunderschönes Gemälde in Öl hat mich zu diesen Zeilen veranlasst, weil ich wieder daran erinnert wurde. Herbstliche Landschaft mit einem Dorf im Hintergrund - von Carl Ernst Bernhard Jutz. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Carl_Jutz_II_Herbstliche_Landschaft_mit_Dorf_1903.jpg?uselang=de Danke sehr für deine Worte und liebe Grüße von mir - Renate


henri (ingeborg.henrichsarcor.de) 06.02.2019

Ein Text, liebe Renate, der mich berührt, auch aus Sicht der Enkelgeneration betrachtet. Viel von dieser besonderen Zugehörigkeit und Verbundenheit in dörflicher Gemeinschaft ist bei mir in Erinnerung geblieben. " Das Leben erhob sich aus schwierigem Dämmerschlaf" , poetisch formuliert, zukunftweisend in der Aussage. Herzliche Grüße schickt Dir Ingeborg

 

Antwort von Renate Tank (06.02.2019)

Liebe Ingeborg, wir waren Heimatvertriebene, und die waren nicht überall willkommen. Meine Eltern mussten sehr kämpfen, um wieder bessere Jahre zu sehen. Als Kind ist man nur geschützt durch die Liebe, denn man fühlt alles mit und kann nicht helfen. Aber sie gaben mir/uns diese Wärme trotz der kalten Lebensumstände. Das hat sich tief eingewurzelt. Sie haben sich selbst verschenkt, denn es waren ja ihre "besten Jahre", wie man so sagt. Meine Gedanken schweifen oft zurück, und ich fühle trotz allem wieder diese nicht in Worte zu fassende Geborgenheit, die dort ihren stärksten Ausdruck bekam. Vielen Dank fürs Mitgehen und deine Worte! Viele Abendgrüße von mir - Renate


AngieP (angie.jgo4more.de) 06.02.2019

Ach ja, die Kindheit! Oft verklärt, aber das darf man ruhig.
Übrigens: Die vermeintliche Armut hat doch nicht gestört, weil wir als Kinder reich waren. Reich an Leben und an unseren Lieben.
LG
Angie

 

Antwort von Renate Tank (06.02.2019)

Liebe Angie, es war keine vermeintliche Armut, es war Armut, denn meine Eltern mussten neu Fuß fassen nach der Vertreibung. Es gab keine Wohnungen, nur Löcher. Und ich habe das als Kind alles sehr mitgespürt und auch mitgetragen, was meinen Eltern manchmal schlaflose Nächte bereitete. Es war eine schwere Zeit, aber die Liebe, die ich von ihnen bekam und meine kindliche Seele, die sich an der ländlichen Natur/Umgebung aufrichtete, haben mir trotz allem eine feste Brücke in mein eigenes Leben gebaut. Es hat mich damals schon sehr geprägt und ich wusste Wichtiges von Unwichtigen gut zu unterscheiden. Es ist keine Verklärung, sondern immer wieder ein Anschauen und Eintauchen in wichtige Jahre meines Lebens. Gedankengrüße von mir - Renate


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 06.02.2019

Liebe Renate,
an einem wohlbehüteten Ort spürt man die Armut nicht extrem
und man malt sich Bilder wie es sein könnte. Mit der Liebe, die
einem dann zuteil wird macht das Leben aus.
Herzliche Grüße von Hildegard

 

Antwort von Renate Tank (06.02.2019)

Wir waren eine kleine "Mäusefamilie" und haben einige Zeit in einem winzigen Loch gewohnt. Die Sorgen haben über uns gethront. Aber die LIEBE meiner Eltern hat mich immer belohnt... Auch wenn ich noch klein war, so habe ich doch viel erspürt, in den Gesichtern gelesen, - es hat mein Herz berührt... Wenn man als Kind hilflos ist, belastet das auch sehr. Man möchte so gern helfen, doch die Händchen sind noch leer. Trotz allem, was mich bedrückte, habe ich mir "meine Bilder bunt gemalt". Das ist eine Metapher, die aussagen will, dass ich daran letztendlich gewachsen bin für das Leben. Danke für deine Meinung, Hildegard und liebe Grüße von mir - Renate


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