Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Taufbecken“ von Andreas Vierk

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Die Lilie (britta.schaefer.hammweb.de) 31.03.2019

Lieber Andreas, ich habe das gut geschriebene Gedicht nun schon so oft gelesen, dennoch kann ich es nicht ganz greifen, was meinst du mit " gleicher Daseinsgrund" die Welt verneint?
Einen nachdenklichen Gruß von Britta

 

Antwort von Andreas Vierk (31.03.2019)

Auwei liebe Britta, das ist schwer zu erklären, weil es religiös ist. Jesus ist der Seinsgrund, aus dem die Welt sich entfaltet. Diese Entfaltung ist aber die Wirkung, Jesus die Ursache. Das kommt aus der christlichen Mystik. In Indien ist dieser Daseinsgrund Brahman. Er steht der Seele (Atman) gegenüber, die sein Spiegelbild ist. Das Ding am Mystizismus ist also: Nur Gott existiert. Alles andere ist sein Spiegelbild. Und Jesus sagt ja oft in der Bibel, wer ihm nachfolgen würde, wäre nicht von dieser Welt, sondern direkt aus ihm selbst. Und in meinem Gedicht geht es gerade darum, dass es so schwer im Glauben zu begreifen ist. Das ist in meinem Gedicht zugegeben eine nicht ganz leichte Metapher, da so viel dahinter steht. Ich wusste ja nicht, dass du dich so intensiv mit meinen Gedichten beschäftigst - was mich sehr ehrt! Liebe Grüße von Andreas


Tensho (eMail senden) 27.03.2019

Andreas, ein sehr interessantes und für mich schönes Gedicht. Wer wird es mehrfach lesen? Wer wird es nur überfliegen. Meine Gedanken sind jedenfalls in deinen Spiegel eingetaucht und dahin ist alles, was das Herz, das sich seht, begeht. Schaut man tiefer, erkennt man
Herzliche Grüße, Bernhard

 

Antwort von Andreas Vierk (27.03.2019)

Lieber Bernhard, ich danke dir für deinen freundlichen Kommentar. Ja, ich hoffe auch, dass man meine und auch die Gedichte von anderen mehrmals liest. e-Stories ist noch immer ein gutes Forum, und ich will hoffen, dass es mit der Form des Austausches, den freundlich gesinnten Autorinnen und Autoren und dem leicht zu bearbeitenden Mitgliedsbereich auch so bleibt. Wer weiß, was davon bleibt, wenn der EU- Urheberrechtsparagraf auch hier einschlägt. (Urheberrecht ist sehr wichtig, aber es kann sein, dass wir bald alle wieder für den Schreibtisch schreiben...) Liebe Grüße von Andreas


tryggvason (olaf-luekenweb.de) 27.03.2019

Einfach sehr gut. Herzliche Grüße
Olaf

 

Antwort von Andreas Vierk (27.03.2019)

Die Firma dankt! Herzlich, Andreas


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 27.03.2019


Für mich hört sich das fast wie ein innerer
Kampf an, der immer wieder überfällt.
Gott als Widerspruch Seiner selbst
(2. Quartett).

Wer vor Gott
eine solche FURCHT entwickelt oder hat,
kann kein echtes VERTRAUEN fassen.
Er wird aus der Angst heraus
vielleicht sogar den Mut fallen lassen,
sich als SEIN KIND zu fühlen, zu bewegen
und jede tiefere Verschmelzung
als bedrohlich auffassen...

Diese Gedanken sind gekommen
und haben sich verstärkt, je öfter ich
das las, Andreas.

Gedankengrüße an dich - Renate












 

Antwort von Andreas Vierk (27.03.2019)

Liebe Renate, du hast meine derzeitigen Glaubenszweifel gut herauslesen können. Aber deine Wortwahl zeigt, dass es viel zu katholisch auffasst. Es geht mir seit längerer Zeit verstärkt um die Unio Mystika. Ich las kürzlich einen orthodoxen Mönchsvater, Symeon den Neuen Theologen aus dem Jahr 1150 oder so. Der schrieb, dass es Leute gäbe, die nur glauben, dass sie glauben. Ich fühlte mich sofort angesprochen. Ich zweifle also nicht an Gottes Gnade, sondern an meiner Kraft und meinem Willen. Ich bin in letzter Zeit auch ganze Tage so müde, dass ich mich kaum konzentrieren kann. Vielleicht wäre mein Hausarzt die bessere Adresse, als mein Seelsorger... Grüße flutschen zu dir! Andreas


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