Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Allerleirau“ von Janna Ney

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Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de) 08.04.2019

Liebe Janna,
wieder ist es ein Gedicht über einen Vater, der seine Familie verlässt, (oder das Kind misshandelt? Sekundenschnell zerreißt das Band!). Das Thema scheint dich nicht loszulassen... Ich habe mal gelesen, dass ein Mann hinterrücks erschossen worden ist, weil er mit einem kleinen Mädchen abends spazieren gegangen war. Erst später kam heraus, dass es Vater und Tochter waren. Und d e r war vermutlich ein richtiger, liebevoller Vater!
LG von Andreas

 

Antwort von Janna Ney (08.04.2019)

Hallo Andreas, ja, das ist ein Thema, das ich in vielen Gedichten anschneide. Leider ist es so, dass die meisten Straftaten wie z.B. sexueller Missbrauch oder körperliche/ seelische Misshandlung von Menschen innerhalb der eigenen Familie begangen werden. Vielen Dank für deinen Kommi und einen lieben Gruß Janna


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 08.04.2019


Liebe Janna,
deine vorsichtige Umschreibung
lässt die Wunde ahnen.

Wenn das Urvertrauen einstürzt,
- der Lebenspfeiler ohnehin -
dann verliert das Leben jäh den Sinn.

Um sich neu zu finden,
muss sich des Menschen Seele
erst einmal "verbergen",
denn überall lauern "Schergen",
die vergrößerten nur das Verderben...

Langsam muss wieder heilen
der tiefe Schnitt,
aber die Wundmale trägt man immer mit...

Liebe Grüße an dich - Renate


Bild Leser

Monika Schnitzler (eMail senden) 08.04.2019

liebe Janna, das Thema Missbrauch ist ein Schweres, hier aus Sicht eines Kindes geschildert, das natürlich nicht hassen kann und das Ausmaß noch nicht begreift. Gut geschrieben. Der Ausdruck "zwischen Stühlen sitzen" ist mir hier zu alltagsmäßig. Ich würde dem Werk noch eine poetischere, tiefere Pointe geben mit dem letzten Satz. Vielleicht eine Metapher. Da fällt dir bestimmt noch was ein.
Ich freue mich im Übrigen, dich hier zu lesen.
LG von Aylin

 

Antwort von Janna Ney (08.04.2019)

Hallo Monika,vielen Dank für deinen Kommentar. Poetisch tiefer, naja. Dieses \"zwischen den Stühlen sitzen\" drückt hier genau das aus, was gesagt werden soll. Auf der einen Seite die Liebe zum Vater, auf der anderen der Hass der Mutter und viele andere vertrackte Situationen, die so ein Geschehen nach sich zieht. Da lasse ich Poesie mal Poesie sein und spreche lieber Klartext. Es ist übrigens nicht aus der Sicht des Kindes geschrieben, sondern aus der einer erwachsenen Frau. Liebe Grüße Janna


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