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„Unvermögen“ von Janna Ney

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Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de) 13.04.2019

Guten Morgen Janna,
es gibt viele Formen der Vergewaltigung, Nötigung und des Mobbings. Ich z.B. bin zwar ein Mann und schon 55 und mir ist nie etwas besonders Grausames widerfahren. Aber man hat mich mein ganzes Leben über verlacht und beleidigt, und als Kind dachte ich, ich wäre ein Fremdkörper im Universum. Aber ich denke, eine Dosis davon hat jeder abbekommen. Ich will nichts runterspielen, nicht, dass du das denkst. Ich finde es gut, Mitgefühl mit Gewaltopfern zu wecken. Und in den Worten Mit-Gefühl und Mit-Leid steckt schon, dass man immer im Schicksal des Mit-Menschen involviert ist. Daher hat übrigens mein lyrisches Ich eine riesige Schnittmenge mit dem zweibeinigen biologischen Blutsack, der durch Berlin trabt und dir jetzt ein schönes Wochenende wünscht - Andreas

 

Antwort von Janna Ney (13.04.2019)

Das mit dem Fremdkörper kommt mir bekannt vor. Das empfinde ich noch heute so, wenn ich z.B. die Kommentare im Netz lese, die unter den verschiedenen Nachrichten stehen und in denen dazu aufgefordert wird, (zum Beispiel mit Tierquälern) das gleiche zu machen. Die merken ja nicht mal, dass sie sich auf das gleiche Level wie der Täter begeben. Es geht mir nicht um Mitleid.Das ist nicht das, was Menschen brauchen, die z.B. missbraucht oder misshandelt worden sind. Mitfühlen ist anscheinend auch nicht das, was die meisten Menschen können, es ist ja auch schwer, sich in andere hinein zu versetzen. Wir empfinden ja nicht alle gleich. :) Es geht mir darum, das Verständnis zu wecken und Zusammenhänge zu begreifen. Aber das ist so gut wie aussichtslos, ich weiß. Danke und LG Janna


rnyff (drnyffihotmail.com) 13.04.2019

Schön und eindringlich beschrieben. Kann passieren. Mir zwar nie. Habe auf der Schaukel aufgepasst und bin stets beizeiten abgesprungen. Herzlich und schönes Wochenende Robert

 

Antwort von Janna Ney (13.04.2019)

Hallo Robert, die Schaukel, auch wenn sie hier eine Metapher ist, deute ja darauf hin, dass es sich um ein Kind handelt. Und die können leider noch nicht abspringen. Danke und liebe Grüße Janna


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 13.04.2019

Liebe Janna,

der Seele Wunden heilen schwer
- und manchmal nie.
Man fühlt nie mehr den reinen Tau,
denn Erleben färbte Leben grau.
Der Mensch nimmt sich selbst zurück,
verkriecht sich in seine innerste Kammer.
Im Unvermögen, die Seele zu salben,
erstickt er langsam an seinem Jammer...

Sehr treffende Worte geistern in dieser
erkrankten Atmosphäre. Wenn man alle
die Seelenwunden der Menschen sehen
könnte - man würde wohl fröstelnd erbleichen.

Liebe Grüße sende ich dir - Renate


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