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„EPITAPHALTAR“ von Renate Tank

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Monika Schnitzler (eMail senden) 20.04.2019

ein ergreifend ernstes Gedicht von dir, liebe Renate. Epitaph und das als Altar.
Eine Grabinschrift, öffentlich , erhöht zum Altar. Unübersehbar. Unentrinnbar. Verbunden möglicherweise mit Erwartungen von außen, die niemand erfüllen kann.
Ob da ein Mensch wirklich verstorben ist oder eine Liebe, das bleibt unklar.
Ein sehr berührendes und eindringliches Werk. Gut geschrieben. Muss man ein paar Mal lesen. Ich tat es und das gerne. LG von Monika

 

Antwort von Renate Tank (20.04.2019)

Liebe Monika, ich fühle mich von dir verstanden. Wie auch die Liebe manchmal Einsamkeiten, ein Nichtbegreifen und das Gefühl der Unerreichbakeit zulässt, so geschieht es auch manchmal "danach" weiter. Es gibt immer die unbeantworteten Fragen mit dem Duft des Schmerzes. Vielen Dank für deine lieben Worte, die ich als schöne Osterüberraschung erlebe... Beste Grüße von mir - Renate


rnyff (drnyffihotmail.com) 20.04.2019

Nachdem ich mich bei Wikipedia aufgeklärt habe, was ein Epitaph ist, habe ich Dein fantastisches Gedicht auch mehr oder weniger verstanden. Gut, die Idee Epitaph ist mir völlig fremd. Für einen Atheisten gibt es sowas nicht. Am Ende ist Schluss und keine Zukunft, darum lebe ich im jetzt, was vorbei ist, ist unwiderruflich vorbei. Meinen Eltern und weiteren Vorfahren bin ich für den Genpool dankbar und was sie alles für mich getan haben, aber in hundert Jahren wird keiner mehr an sie denken und ein Epitaph wäre mehr als unnötig. Herzlich und schöne Ostern, Robert

 

Antwort von Renate Tank (20.04.2019)

Ein Epitaphaltar, der als ERINNERUNGSBILD lebt. Eingemeißelt die unsterblichen Daten. Gemeint ist ein Mensch, der nie aus mir weht. Für ein Märchenende war es zu spät. Nicht nur ich - auch der Tod wollte ihn haben... Alles ist nur geliehen - das spüren wir so elementar, wenn Träume in der Realität verglühen... Danke sehr für deinen Kommentar und dein Interesse. Schöne und sonnig-warme Feiertage, auch wenn Ostern für dich einen anderen Stellenwert hat. Ich für meinen Teil habe keine Schwierigkeit, deine Einstellung zu akzeptieren, wie du ja weißt. Liebe Grüße von mir - Renate


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 20.04.2019

Liebe Renate,
ein sehr ergreifenfes Gedicht und man kann sich drehen und wenden
wie man will, das Leben ist geliehen. Mit der Inschrift auf dem Grabstein
zeigt man die Liebe und alles ist vergänglich.
Vielleicht bin ich mit meiner Ausführung total daneben.
Schicke dir liebe sonnige und fröhliche Ostergrüße von
Hildegard

 

Antwort von Renate Tank (20.04.2019)

Liebe Hildegard, du liegst nicht daneben. Der Epitaphaltar ist gleichzusetzen mit meiner ERINNERUNG. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und viele Grüße sind unterwegs. Schöne Ostern dir und deiner Familie! Renate


Britta Schäfer (britta.schaefer.hammweb.de) 20.04.2019

Liebe Renate, das ist ein sehr schönes, berührendes aber auch trauriges Gedicht.
Ich musste es mehrmals lesen, um es zu verstehen. Und auch das Wort Epitaph kannte ich nicht. Erinnerungen schmerzen, umso näher ein Mensch uns im Tode, oder im Verlassen, stand. Manchmal scheint es mir leichter auch Erinnerungen frei zu lassen, und wenn ich sie nur für mich niederschreibe und den Schmerz dabei raus lasse. Ich wünsche dir alles Liebe. Herzlich grüßt Britta

 

Antwort von Renate Tank (23.04.2019)

Liebe Britta, gerade eben bemerke ich, dass ich noch nicht auf alle Kommentare eingegangen bin. Zuerst einmal besten Dank für die lieben und empathischen Worte. Was ich hier noch mit herausstellen wollte, das ist das Gefühl einer "Unerreichbarkeit" des anderen, die mir öfter zu schaffen machte. Dieses Fremdsein inmitten der Liebe zueinander. Deshalb ist das "Eins-Fühlen", wenn es geschieht, so kostbar. Dieses Gefühl des Fremdseins, das immer mal wieder auftrat, war für mich wie eine große Irritation - eine Grabeskühle besonderer Art. Als der Tod dann wirklich zugriff, überfiel wieder diese schon erlebte Unerreichbarkeit. Die Empfindungen, die im Gedicht wabern, sind vielschichtig, und es fällt mir nicht leicht, das zu erklären. Ganz liebe Grüße kommen zu dir - Renate


henri (ingeborg.henrichsarcor.de) 20.04.2019

Dein Gedicht spricht von Schmerz, Sehnsucht, dem Du, dem " wunden Teil Unerreichbarkeit" . Die Stimmung des Textes ist trotz Leiden, würdevoll, feierlich, einer Andacht
gleich, hier könnte Altar bzw Epitaphaltar den Verweis geben, auf das Suchen nach dem Erlöser, Jesus Christus.
m.E. nach könnte auch eine verlorene Liebe , s. " wieder in Schmerzen wälzen" bedichtet worden sein. Berührender Text besonderer Güte. Lb. Grüsse und ein frohes Osterfest für Dich, liebe Renate. Ingeborg

 

Antwort von Renate Tank (23.04.2019)

Ja, liebe Ingeborg, deine Feinsinnigkeit hat das gut aufgespürt. Es ging im Wesentlichen um eine Unerreichbarkeit, die ich immer wieder bei dem Menschen spürte, mit dem ich doch das Einssein wünschte. Vielleicht ist das aber gar nicht in solcher Form möglich. Als uns der Tod dann tatsächlich trennte, fiel die Unerreichbarkeit total über mich, die ich ja schon vorher schmerzlich kennenlernen sollte. Es ist alles nur geliehen, und solche Erfahrungen lassen es tief spüren. Übrigens hast du mich mit dem Wort "Epitaph" dazu inspiriert, meine Empfindungen zu verdichten. Herzliche Grüße und besten Dank für deine Sensibilität, die ich immer wieder bewundere. Renate


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Goslar (karlhf28hotmail.com) 20.04.2019

Liebe Renate,

als Mann ein tiefer Blick in eine Frauenseele. Die beschriebenen Empfindungen
drücken einen Seelenschmerzaus, der nicht vergehen will. Ein in der Tat wertvolles Werk.
Herzliche Ostergrüße von Karl-Heinz

 

Antwort von Renate Tank (23.04.2019)

Lieber Karl-Heinz, von den Freuden bleibt so viel in der Erinnerung, ebenso aber auch von den schmerzlichen Empfindungen, die zwar mit der Zeit vernarben, aber immer wieder mal aufreißen. Dann spüre ich mich wieder wund. Ich lasse es kommen und gehen, kann es sacht besehen und entlasse es in Zeit und Stund'. Herzlichen Dank für deinen liebevoll abgefassten Kommentar und die Ostergrüße. Euch Beiden eine schöne Frühlingszeit und eine bestmögliche Gesundheit! - Renate


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