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„Schlagartig“ von Janna Ney

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Andreas Vierk (Andreasvierkgmx.de) 30.04.2019

Liebe Janna,
ich sehe in dem Menschen, dessen Schicksal du beschreibst, jemanden, der von einer Droge weg kam, oder der (wie die Überschrift nahelegt) einen Schlaganfall hatte. Manchmal verkraftet der Körper das nicht. Den Aufbau deines Sonettes finde ich bemerkenswert: Schlagartig kommt im ersten Vers eine Krise, aber in der ersten Strophe stellt sich schon deren Überwindung ein. Der erste Vers im ersten Terzett spricht von "Heim"kehr, und man erwartet eine Art Happyend, "Heim" bedeutet aber hier die Erde. Es ist ein trauriges und tragisches Gedicht, das mich mitgenommen hat.
Liebe Grüße von Andreas

 

Antwort von Janna Ney (30.04.2019)

Hallo Andreas, es freut mich sehr, dass das Sonett dich berühren konnte. Die erste Zeile begann erst mit dem Titelwort, ich hatte als Stilmittel eine Stolperstelle eingefügt.Sie lautete also: "Schlagartig verlorst du die Balance." Irgendwie brachte ich es dann nicht ferig, im Sonett eine Stolperstelle einzufügen, obwohl manche Experten sagen, ein Gedicht solle nicht glatter klingen als sein Inhalt. Mit deiner Interpretation liegst du richtig, es handelt sich hier um einen Hirnschlag und meinen Vater, der sich auf eine hoffnungsvollen Weg befand und dann doch gehen musste und zwar innerhalb von Sekunden. Was zuerst ein großer Schock war, fort sich dann im Nachhinein zu einer Dankbarkeit, dass er nicht dahin siechen musste und sein Tod ein gnädiger war. Vielen Dank für deine Einschätzung und liebe Grüße Janna


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 30.04.2019


Liebe Janna,
jeder Vers nimmt mich an seine Hand
und lässt mich in Spannung miterleben
das Beben und den Aufwärtswind.
Und freuen will's mich wie ein Kind...

...und fall' erneut erschreckt zu Boden.

Ist das aller Anstrengung Lohn?
Es erscheint mir fast wie Hohn...
Gefühle treiben mit mir ihr Spiel:
Überleben war der Seele Ziel
- oder doch nicht?
Niemand da, der Antwort gibt...
Ein anderer Wille hat gesiegt.

Einfach nur großartig geschrieben.

Viele Grüße von mir - Renate








Klaus lutz (clicks1freenet.de) 30.04.2019

So gehts! Der Tod kommt ohne Termin! Wie auch immer! Das Leben geniessen! Und bis zur letzten Sekunde das beste denken und probieren! Das ist die Kunst! Ein berührendes Gedicht! Klaus


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