Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Opfer“ von Andreas Vierk

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rainer (rainer.tiemann1gmx.de) 17.05.2019

Dein lesenswertes Gedicht drückt substanzielle Energie aus, Andreas, die vermutlich jeder, der das Lyrik-Ich beherrscht, auch entsprechend nachvollziehen kann. Freundliche Grüße mit ehrlichem Kompliment von RT.

 

Antwort von Andreas Vierk (17.05.2019)

Lieber Rainer, "Substantielle Energie"! Ich musste erstmal ein paar Minuten darüber nachdenken. Es hat etwas tierisch Starkes, aber Substanz und Energie sind auch die beiden magnetischen Pole der materiellen Schöpfung. Dein Kommentar könnte mich glatt zu einem neuen Gedicht inspirieren. Vielen Dank für deine treffende und trotzdem für mich verblüffende Beurteilung! Mit lieben Grüßen von Andreas


Britta Schäfer (britta.schaefer.hammweb.de) 16.05.2019

Lieber Andreas , ich nehme mal an, dein Gedicht bezieht sich sowohl auf die sterblichen Überreste als auch auf gedankliche bleibende Reste nach dem Tod...die Zeile mit den Föten erschließt sich mir nicht. Gedanklich ist das Meer am Erträglichsten Aber bis dahin ist hoffentlich noch Zeit. Gern gelesen. Liebe Grüße von Britta

 

Antwort von Andreas Vierk (16.05.2019)

Liebe Britta, das Gedicht ist recht vielschichtig. Vielleicht kriege ich deshalb so wenig Kommentare. Eigentlich geht es nur in zweiter Linie um den Tod. Der Sprecher ist der Mensch an sich. Er geht in seiner Landwirtschaft auf, verklappt sich letztendlich selber im Meer. Im Mittelalter sind Tiere aber auch nicht ganz normale Menschen in Deiche, Brücken und Türme eingemauert worden, um die Bauwerke dauerhaft zu machen. Die Föten sollen das nur ekelhafter und schauriger vor Augen führen. Heutzutage wird der Einzelne wieder auf seinen Mindestlohn usw. reduziert. Und das mit der Wissenslücke ist vielleicht das einzige, was von uns Dichtern übrig bleibt. Dichter mit 5 Buchstaben? Vierk. Liebe Grüße von Andreas


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 16.05.2019


Lieber Andreas,

es ist ein Zorngedicht - man verkennt den Dichter in dir.
So habe ich es schon beim ersten Lesen empfunden.
Du weist auf deine Wunden - doch keiner vermag sie
in rechter Weise zu sehen. Aber zum Schluss kommt auch
eine Genugtuung: "Ich bin in euch und niemand kann mich
töten." Hier tritt der Kreislauf des Lebens zutage.

Du musst dich nicht wundern, wenn du mit Kommentaren
nicht überhäuft wirst, denn das ist ja nie leichter Tobak
und manchmal "verschluckt" man sich auch daran. Wer
hat denn da noch Mut, etwas dazu zu schreiben, außer
vielleicht: Gefällt mir! Manchmal schon habe ich schon
gedacht: Er will zwar Kommentare, aber er ist doch auch
froh dabei, wenn "sein Geheimnis" nicht so sehr gelüftet
wird.

Die Sprachbilder/Sprachgewalt finde ich aber wieder so neu
und interessant. Das gesamte Sonett ist davon durchzogen.
Besonders gefiel mir dabei:"...dann glühe ich den Stieren aus
den Augen.")

In Erwartung deiner Strichliste, aber mit lieben Grüßen - Renate

 

Antwort von Andreas Vierk (16.05.2019)

Liebe Renate, diesmal hast du mich auf was aufmerksam gemacht, was ich selbst noch gar nicht gemerkt habe. Nämlich wie viel von mir persönlich in dem in letzter Zeit so oft zitierten "Lyrischen Ich" steckt. Es geht mir aber nicht um das Verkanntwerden als Dichter, sondern um das als einzelner Mensch. Ich musste oft hören, ich solle an meiner Einstellung arbeiten, wobei mir besonders das Wort "Einstellung" (ein Wort aus der Mechanik) aufstieß. Pro- Stitution heißt Anbiederung aber auch Bewerbung. Das ist das "Nehmt mich" in meinem Gedicht. Ich musste oft Bewerbungen schreiben, in deinen ich mit Stärken und Kenntnissen prahlen musste, die ich nie hatte... - Aber was für ein Geheimnis sollte ich denn verbergen? Und was für eine Strichliste erwartest du? Liebe Grüße (ohne Strichliste) von Andreas


anna steinacher (anna.steinacheralice.it) 16.05.2019

Ein starkes Gedicht lieber Andreas, wer kann deinen Tiefsinn ergründen? Sei ganz lieb gegrüßt von Anna und Luis

 

Antwort von Andreas Vierk (17.05.2019)

Liebe Anna, mein geplantes neues Buch wird gewiss mein schwierigstes werden, aber damit muss ich leben. Ich habe ja hier bei e- Stories eine Menge Musen. Aber ich vermisse in letzter Zeit immer mehr unsere große Muse. Wie wären meine Gedichte mit ihrer Hilfe geworden? Liebe Grüße an dich und Luis und ganz lieben Dank für deinen Kommentar!


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