Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Seele“ von Andreas Vierk

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Sternenkind66 (just-no-nameoutlook.de) 25.05.2019

Lieber Andreas
Sehr schöne Zeilen. Gerne gelesen.


Mara Krovecs (marakrovecsgmx.de) 22.05.2019

Hallo Andreas,

wunderbar das philosophische Spiel Deiner Gedanken; nicht unwahrscheinlich, dass es so ist ...

Tod ist die Substanz ... den gibt es aber vermutlich gar nicht ..... wenn alles reine Energie ist ... höchstens eine Transformation in eine andere Sichtweise;

vielleicht sind wir wirklich ausschließlich Bewusstsein ...Existenz in einer Idee, jeder ist eine Perspektive unter unzählbaren anderen, wie die Facettenaugen einer Fliege von einem "Alles" Zusammengesetzt, um das Ganze betrachten und fühlen zu können.

Oder auch wieder ganz anders ...

Dein Gedicht dazu eine Farbe Deiner Sicht ... die ich sehr gern betrachtet habe.


LG

Mara


Tensho (eMail senden) 19.05.2019

Lieber Andreas,
ein Gedicht zum Nachdenken. Die Seele, eine wunderbare Vorstellung und eine Streitobjekt seit Jahrtausenden.
Ein herzlicher Sonntagsgruß, Bernhard

 

Antwort von Andreas Vierk (19.05.2019)

Lieber Bernhard, die Unio Mystica, die Verschmelzung der Seele mit Gott, kann man als absoluten Größenwahn bezeichnen. Muss man aber nicht. Danke für deinen Kommentar und einen schönen Restsonntag, Andreas


Gaby (foerster-woebkeweb.de) 19.05.2019

Lieber Andreas,

Thorwald Dethlefsen hat mal dem Sinn nach gesagt/geschrieben: "Wenn die Erde nicht beseelt wäre, wäre sie ein Planetenleiche." - Das hab ich mit 17 Jahren gelesen oder in einer TV-Diskussion von ihm gehört. Damals fand ich den Gedanken schon interessant. Mittlerweile denke ich "Kann sein" - "Kann aber auch nicht". Elektrische Teilchen, Seelenwanderung oder die Verschmelzung der Seele mit Gott - halte ich alles für denkbar. Aber gauben kann ich es nicht.

Nun hat der Mensch ja die Idee vom Beerdigen. Das machen die Tiere aber nicht. Da wird der Leichnahm einfach der Natur als Nahrung zugeführt, wie bei den Pflanzen. Demnach wäre die Notwendigkeit des Bestehens einer Seele gar nicht erforderlich. Aber vielleicht ist der Trieb der Artererhaltung, der in jeder Zelle steckt, eine Seele. Vielleicht zerfällt unsere ganze Seele auch nach unserem Tod in ihre Einzelteile und wird so Energie für neues Leben. Denkbar ist alles.

Liebe Grüße
Gaby

 

Antwort von Andreas Vierk (19.05.2019)

Liebe Gaby, natürlich hat die Seele etwas mit Glauben zu tun, aber auf griechisch heißt sie Psyche. Sie wäre dann also im Bewusstsein zu verorten. Ich habe in diesem Gedicht Gedanken aus dem indischen Vedanta (einem alten religionsphilosophischen System) verarbeitet. Darin geht es um das Einswerden mit Gott. Die Inder haben ja auch die Wiedergeburtslehre. Sie sagen, dass der Körper ja nur ein Kleid sei, das man mit dem Tod ablegt, um ein neues anzuziehen. Jetzt muss ja jemand oder etwas in dem Kleid drinstecken, um es wechseln zu können. Die meisten Menschen würden sich, sagen die Inder, mit dem Kleid identifizieren. Das Wort "Person" ist Latein und bedeutet eigentlich "Durch die Maske". Und so kann man das aber immer weiter referieren, ohne zum Ende zu kommen. - Ich danke dir für deinen ambitionierten Kommentar! Liebe Grüße von Andreas


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 19.05.2019


Lieber Andreas,

Gedanken und Gefühle,
die sich um die Seele ranken,
haben uns immer schon sehr bewegt.
Verschieden werden sie gepflegt
- und gehegt wird die Unsterblichkeit.

Aber von uns aus können wir nichts tun,
nur wenn wir in der LIEBE ruhn,
werden wir verwandelt vom Licht des Lebens.
Dann werden wir:
Zu Licht DURCH das LICHT
und nicht
aus uns selbst heraus.

Neben dem Apostolischen Glaubensbekenntnis,
das in jedem Gottesdienst gesprochen wird, gibt
es auch das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel.
(Unten ein Ausschnitt daraus.)

Da beten wir singend u.a.:

"...Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen".

Ich denke, wir Menschen können die
SEELE nicht "erfassen", auch nicht mit
Worten. Worte brauchen Erfahrung,
und diese haben wir nicht. Uns kann
nur der Glaube weiterbringen, das,
was in unser Herz einfließt und Raum
einnimmt. Ein Hintasten, mehr kann
es nicht sein. Selbst Menschen, die
"Gotteserfahrungen" gemacht haben,
also als Heilige bezeichnete Menschen,
werden zu "Stammlern", weil sie dieses
"Hohe" nicht in Worte fassen können.

Liebe Gedankengrüße sende ich dir
- Renate

 

Antwort von Andreas Vierk (19.05.2019)

Liebe Renate, zunächst mag es auch so aussehen, als würden die (alten) Inder versucht haben, das höchste Ziel aus eigener Kraft zu erreichen. Letztendlich können auch sie nur durch "Bhakti" (Gottesliebe) erlöst werden. Letztens sagte mir eine Frau in der evangelischen Kirche (meiner Gemeinde), durch Gottes Gnade wären wir alle schon erlöst. Das ist mir ehrlich gesagt zu wenig. Ich lese gerade Mechthild von Magdeburg, eine Mystikerin des Hochmittelalters. Wie viel Ringen mit und um Gott steckt in ihrem Buch! Ein Inder von 1900, Vivekananda, hat mal beklagt, dass die Christen nicht fähig wären, um Jesus zu weinen. Am diesjährigen Karfreitag war ich in der Kirche, und hinter mir saß eine relativ junge Frau und weinte bei der Schilderung der Kreuzigung bitterlich. Ich war vorher noch nie im Leben neidisch, obwohl ich aller anderen schlimmen Gefühle durchaus mächtig bin. Diesmal allerdings packte mich Bedauern, dass ich weder um Gott, noch um gestorbene Freunde und Angehörige weinen kann... Liebe Grüße von Andreas, der eben mal ins Schwatzen kam


Britta Schäfer (britta.schaefer.hammweb.de) 18.05.2019

Lieber Andreas,
eine neue Form,
eine einfache Wortwahl,
aber doch sehr tiefsinnig.
Gefällt mir gut.
"Letztlich bleibt die Seele
ein Licht des Lichts,
im Alles und im Nichts."
War so mein Resümee
aus deinem Gedicht.
Liebe Grüße von Britta

 

Antwort von Andreas Vierk (18.05.2019)

Danke, liebe Britta, für deinen Kommentar. Nachdem ich das Thema wie gewohnt in einem Sonett verarbeiten wollte, was aber mal nicht ging, fiel mir zuerst der erste Haiku ein, und dann purzelten die anderen hinterher. Ist doch mal was anderes! Liebe Grüße von Andreas


tryggvason (olaf-luekenweb.de) 18.05.2019

Habe es gern gelesen und darüber nachgedacht.
Herzliche Samstagsgrüße.
Olaf

 

Antwort von Andreas Vierk (19.05.2019)

Das freut mich, Olaf! Hab einen schönen Sonntag mit Gruß von Andreas


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