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„Was ist des Deutschen Wesen?“ von Karl-Konrad Knooshood

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Monika Schnitzler (eMail-Adresse privat) 03.10.2019

na, wenn dem Deutschen der Humor fehlt, dann warst du aber noch nicht in Köln.
Ich denke, es ist schwierig, eine Nationalität charakterlich zu beschreiben, weil es überall solche und jene gibt. Und selbst in unserem Land ist die Mentalität in Bayern anders als im Norden, in Köln anders als in Schwaben ect.Der gilt als..., der andere als... Ich denke, solche Schubladen bringen uns nicht weiter.
Grüße von Aylin

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (05.10.2019)

Tja, liebe Monika, das mit dem Humor ist so eine Sache. Den Kölner finde ich nur bedingt sympathisch, da springt der Funke bei mir nicht über. Deren Lockerheit und Fröhlichkeit wirken zuweilen leicht aufgesetzt, oberflächlicher Narren-Spaß ist das. Natürlich insofern auch eine Art Humor. Es lag nicht in meiner Absicht, zu schubladieren. Ich denke schon, dass es Gemeinsamkeiten innerhalb eines Volkes gibt. Man schaue sich die Italiener an, die sind in Mailand auch anders als in Rom oder auf Sizilien. Doch insgesamt würden sie sich, wenn man sie fragt, stolz auf Italien als ihr Land beziehen. Wir Deutschen sind uns auch so ähnlich, wenngleich einzelne Regionen anders ticken. Deshalb gelingt es den Deutschlandhassern, der Regierung und ihren Antifanten und Co. auch noch nicht gänzlich, alle Deutschen für den großen Selbsthass zu gewinnen. LG, Karl-Konrad


tryggvason (olaf-lueken2web.de) 03.10.2019

Der DEUTSCHE ist eine Mär. Deutschtümelei unter einigen BIO-Deutschen gibt es schon eher.
Als ehemaliger Banker habe ich 1000e kennen gelernt. Die meisten unter ihnen sind
HEUCHLER. Die Fassade freundlich, danach aber potthässlich. Daran krankte schon Johann Wolfgang von Goethe.
HG Olaf

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (03.10.2019)

Nein, das ist er nicht. Deine Meinung, aus Erfahrung gespeist, in allen Ehren, doch es gibt ihn, den Genannten, wie auch den (typischen) Italiener, Franzosen, Belgier...usw. etc. pp. Er kann Bio sein, kanm aber auch mit Hintergrund sein, kein Problem. Es ist eine Identität, ein Teil derselben, nicht der einzige, vielleicht nicht mal der wichtigste, gehört aber dazu. Wenn Du viele Heuchler (worin auch immer diese Heuchelei bestanden haben mag) getroffen hast, tut es mir leid für Dich. Ich habe sehr viele Menschen kennengelernt, die keine Heuchler sind, denen es sonst eigentlich egal war, Deutsche zu sein, sie waren jedoch nicht so drauf, dass sie geradezu pathologischen Hass auf ihre Identität (auf diesen Teil davon) hatten, sondern eine gesunde "ich steh dazu"Einstellung, diejenigen unter ihnen mit Migrationshintergrund eben nicht so larmoyant wie heutige professionelle "Opfer", die keine Gelegenheit versäumen, mit der großen Nazi- und/oder (Alltags-)Rassismuskeule auf die Biodeutschen einzudreschen (im übertragenden Sinne), im Gegenteil: Man war befreundet! Die meisten dieser Deutschen mit Migrationshintergrund vor ca. 1-3 Generationen sowie die Biodeutschen, die jetzt die sich anbahnende Katastrophe mit Migrantenströmen aus radikalislamischen Ländern (größtenteils) kommen sehen und nicht amüsiert sind, haben ihre Einstellung positiver Natur zu ihrem Land nicht groß verändert, sind auch nicht zu strammen Neonazis mutiert, sondern höchstens etwas konservativer geworden, manche sind und bleiben sogar linksliberal (im wirklichen Sinne!) und sind dennoch moderat patriotisch. Auch Linkssein und Patriotismus schließen sich nicht grundsätzlich aus. Ich bin auch konservativ geworden, liebe mein Heimatland, bin dennoch kein Nazi, will niemanden töten (lassen), hasse nicht alle Ausländer, bin nicht weltfremd und will auch keinen zweiten Versuch eines "tausendjährigen Reiches", keinen doofen Sozialismus, sondern möglichst freiheitliche Demokratie. Dass man das immer erklären muss: Patriotismus ist kein Verbrechen und führt i.d.R. auch nicht zu solchen, nein, NIEMAND will Krieg, Eroberung oder "am deutschen Wesen soll die Welt genesen", sondern mit Stolz und Skepsis zugleich auf seine Heimat blicken, sie akzeptieren als einen Teil von einem und umgekehrt, anderen Landsleuten auch ihre Liebe zur Heimat, heiße sie nun USA, Kanada, Grönland, Island, Irland, Nigeria, Kenia, Ghana oder wie auch immer. Nichts für ungut. LG, Karl-Konrad


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freude (bertlnagelegmail.com) 03.10.2019

Karl-Konrad, das ist eine hervorragende Ballade, obwohl man nicht alles über einen Kamm scheren kann.
Wie überall gibt es solche und solche.
Mit dem Humor geb ich dir Recht; viele sind in sich so verbohrt, dass sie nicht den geringsten Humor verstehen. Dabei ist Humor so wichtig, weil man nur mit Humor über sich hinauswachsen kann und viel mehr einen postiven Eindruck hinterlässt.
Und das wer bin ich, und wer bist du, das Überhebliche, das nervt besonders.
Kann man nicht jeden nehmen wie er ist und das Beste draus machen, Unzufriedene auf eine rechte Bahn zu lenken? Das sollte ja nicht so schwer sein, oder? Bei jedem kleinen Vergehn, das oft gar keines ist, weil es Sache ist, werden einen Prügel in den Weg geworfen und du wirst von der Meute zerrissen, hingerichtet und verdammt. Das kann's doch nicht sein.
Ich wünsch dir einen schönen Tag und viele gut Kommentare,
lG Bertl.

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (05.10.2019)

Danke, lieber Adalbert, ja, ich hätte nichts dagegen, dass wir alle das Beste aus der Gesamtlage machen. Ist leider nicht (immer) so, es klappt nur bedingt. Menschen sind Menschen sind Menschen. Alle unterschiedlich, es gibt Gemeinsamkeiten, die sich aber meistens darin erschöpfen, dass wir alle Menschen sind. LG, Karl-Konrad


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 03.10.2019

Was ist des Deutschen Gesicht?
Von allem etwas?
Was erwähntest du nicht?
In diesem Gesamtgemisch
schwimmt mancher Fisch...
Ich fand diese Übersicht
originell und frisch
- aber nicht alles schmückt
einen Tisch...

Mit lieben Grüßen - Renate

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (05.10.2019)

Du hast recht, liebe Renate. Nicht alles schmückt, nicht alles ehrt. Es war sehr diffizil für mich, da mehr zu finden, da ausschließlich das Richtige vom Falschen oder Falschzugeordneten zu trennen. Deshalb floss eben auch etwas nicht so Passendes ein. Schwere Fragen gestatten manchmal nur ansatzweise Herangehensweisen. Danke, dass es wenigstens frisch (und fröhlich?) ankam, bei Dir und hoffentlich vielen Lesern. Danke für Deinen ebenfalls originell gereimten Kommentar. LG, Karl-Konrad


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FranzB (eMail-Adresse privat) 03.10.2019

Hallo Karl Konrad. Man sagte oft die „Treue – Verbundenheit“ gehört zum deutschen Wesen,
doch ich frage mich immer mehr, ob dies der Realität entspricht! Vor allem dies was man als „Ehre“ der Persönlichkeit bezeichnet, dies geht immer mehr flöten. Ich sage es einmal leider im Klartext, es gibt immer mehr egoistische Arschgeigen in Deutschland!
Ich habe eine sehr gute Erziehung durch meine Eltern und vor allem vom Vater und da spielte die „Ehre“ sowie der Charakter und vor allem die Verbundenheit zu Deutschland meiner Heimat eine große Rolle! Grüße Dir jedoch in den Feiertag Franz

*Respekt, man muss sagen, viel Arbeit von Dir! Noch etwas, ich bin voller Stolz auf mein Heimatland!

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (05.10.2019)

Vielen lieben Dank für Dein Lob und Deinen tollen Kommentar, lieber Franz. Leider wahr ist, dass es zu viel Egoismus und tatsächlich Arschgeigen in Deutschland gibt. Das ist wohl ein weltweiter Trend. So ist der Mensch oft. Die Verbundenheit zu Dingen kann die Gemeinschaft stärken, leider gibt es dann auch sehr negative Auswüchse, zurzeit etwa die Klimawandel- Panikmacher-Bewegung der jungen FfF-Freaks. Die Ehre der Persönlichkeit, die Du hier ansprichst, ist eine wichtige Tugend, die zu fördern es immer gilt. Das versuche ich auch, das haben meine Eltern auch bei mir versucht. Es geht dabei darum, dass man rücksichtsvoll und hilfsbereit ist, dass man zu sich, seinem Land, seiner Herkunft, seinen Wurzeln steht, man sich zu einem starken, noblen Charakter entwickelt. Leicht ist es nicht immer in dieser Zeit, diesen Stand zu wahren, man verändert sich, oft durch das Umfeld, oft durch Partnerschaft und Freundeskreis, wobei Letzterer bei mir stabil und integer ist. Mir geht es auch so: Ich bin stolz auf meine Heimat. Nicht unkritisch, aber sehr verbunden. LG, Karl-Konrad


Mark Widmaier (widmaiermarkweb.de) 03.10.2019

Hallo Karl Konrad,
mir gefällt Dein Text ausgesprochen gut und er bezeugt Mut. Dazu ist er mit viel Wortwitz schön verfeinert.
Ich denke, dass wir Deutschen uns für unsere Tugenden und Eigenheiten nicht schämen müssen. Ich bin der Meinung "Patriotismus ist berechtigt und gut, übersteigerter Nationalismus darf nicht ins Blut".
Auf den "Tag der Deutschen Einheit". LG Mark

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (05.10.2019)

Wahr gesprochen, lieber Mark. Patriotismus ist kein Nationalismus, Letzterer ist lediglich eine zu arge Übersteigerung des Ersten. Wir sollten uns wirklich nicht schämen, sondern selbstbewusst, optimistisch, uns unsrer Stärken und Schwächen, guten und schlechten Taten bewusst sein. Der Wortwitz darf dabei nicht zu kurz kommen. Ich weiß nicht, ob welcher vorhanden war, aber es ist schön, wenn er Dir gefallen hat. LG, Karl-Konrad


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