Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Spät, aber nicht zu spät“ von Michael Reißig

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rainer (rainer.tiemann1gmx.de) 07.11.2019

Hochinteressant, wie du deine Erfahrungen lyrisch festhältst, lieber Michael. War sehr oft privat, auch mit Freunden aus dem Ausland, und geschäftlich in den "neuen" Bundesländern. Ich weiß auch, dass einige Probleme mit der deutschen Einheit hatten. Wir sind sehr froh, dass alle Verwandten aus der ehemaligen DDR die jetzige Zeit als großes Geschenk betrachten und glücklich darüber sind, was einst geschah, da es ihnen sehr gutgeht. Gern gelesen von RT, der dich ganz herzlich grüßt.

 

Antwort von Michael Reißig (08.11.2019)

Lieber Rainer, dass nach der Wende schwierige Zeiten anstanden, hatte ich schon vermutet. Was mir zurzeit größte Ängste bereitet, ist die Sorge um die Zukunft angeht. In Bezug auf die Bildung, das Gesundheitswesen, die stetig fortschreitende Altersarmut, sowie die beängstigend ausufernde Gewalt, wird mir schwarz vor Augen. Und auch der enorme Vertrauensverlust in Bezug auf die Politik, was einschneidende Auswirkungen auf die Regierbarkeit unseres Landes hat, sehe ich als Alarmsignal. Ich danke dir für den interessanten umfassenden Kommentar! LG. Michael


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freude (bertlnagelegmail.com) 05.11.2019

...Michael, das größte Geschenk ist die Freiheit, möchte ich meinen.
LG Adalbert.

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Lieber Adalbert, dem ist so. Aber die Freiheit hat auch ihre Tücken. Und Freiheit ist natürlich auch mit Verantwortung verknüpft. Aber selbst ein hohes Maß an Verantwortung schützt nicht vorm Scheitern. Vor allem dann, wenn die Pechsträhnen einfach nicht abreißen wollen. Ich danke dir für den Kommentar! LG. Michael


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Elin (hildegard.kuehneweb.de) 05.11.2019

Lieber Michael,
ein sehr interessanter Rückblick und melancholisch in den Hafen
des Herbstes manövriert. Ein herrliches Foto dazu.
Liebe Grüße von Hildegard

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Liebe Hildegard, bei mir führte die Zeit nach der Wende mit zu einem Neuanfang nach dem anderen, was sich hin zu Ängsten manövriert, die schwere Depressionen zur Folge hatten. Bereits kurz nach der Wende hatte ich mich auf das Schreiben eingeschworen und sogar ein Fernstudium; "Die Schule des Schreibens" absolviert, hatte sp äter umgeschult, musste mich aber erneut umorientieren! Nach einem Zusammenbruch im Rahmen einer "Maßnahme" lag ich total zerstört am Boden. Als ich aber mit Gleichgesinnten in Kontrakt getreten bin, spürte ich selbst, was für Spuren diese Wende bei vielen Menschen hinterlassen hatte. Und dafür sollte sich keiner schämen! Die, die wirklich einen Grund hätten sich zu schämen, tun das nicht und stellen jene Menschen an den Pranger, die diesen überbordenden Reizen nicht gewachsen waren. Ich danke dir für den tollen Kommentar! LG. Michae


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FranzB (eMail-Adresse privat) 05.11.2019

Sehr gut geschrieben Michael! Grüße euch in den Abend der Franz

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Lieber Franz, ich danke dir für die anerkennenden Worte und wünsche dir noch eine schöne Woche! LG. Michael


henri (ingeborg.henrichsarcor.de) 05.11.2019

Lieber Michael, Du findest hier eine poetisch sehr ansprechende Weise, in der Du persönliche Erfahrung mit dem gesellschaftspolitischen Umbruch verknüpfst. Mit Interesse gelesen, guter Titel.
HG Ingeborg

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Liebe Ingeborg, es handelte sich wirklich um einen Umbruch, den man wirklich als ein Jahrhundertereignis bezeichnen kann! Ich danke dir vielmals für den ganz tollem Kommentar, in dem du mein Anliegen goldrichtig erkannt hast! Gesellschaftspolitische Ereignisse gewinnen auch heutzutage einen immer stärkeren Einfluss in Bezug auf das eigene Leben! LG. Michael


Silberfee (daisy1190a1.net) 05.11.2019

Ein beeindruckendes Bild mit tiefgehenden Worten lieber Michael. Es wird nunmehr schnell gehen und der Maler Herbst übergibt an den Winter mit den schneeweißen Decken das Zepter ab. Schön beschrieben von Dir, herzlichen Dank fürs Teilen und Lesenlassen hier!

Mit ganz lieben Grüßen vom Wienermädel, Uschi

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Liebe Uschi, ein zünftige Winter wäre auch nicht schlecht. Ein Winter, bei dem die Menschen vor allem nicht in den Tiefen menschlicher Einsamkeit erfrieren mögen, sondern stattdessen von wohlig warmen Worten zugedeckt werden! Ich danke dir von Herzen für den supertollen Kommentar und verbleibe mit liebem Gruß Michael


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 05.11.2019

Da fiel eine Mauer...
Leben wurde genauer.
Träume durften
auf Reisen gehen.
Für manche noch
unbegreiflich
und mit der Zeit
erst schön...

Liebe Grüße kommen - Renate

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Liebe Renate, da hast du voll den Kern getroffen! Die Zeit heilt viele Wunden. Leider sind in den vergangenen dreißig Jahren viele neue Wunden entstanden! Ich danke dir von Herzen für die tollen Worte deines originellen Kommentars! LG. Michael


monalisa (eMail-Adresse privat) 05.11.2019

Lieber Michael, du hast deine Erfahrung mit diesem Gedicht sehr gut und berührend beschrieben.
LG Ramona

 

Antwort von Michael Reißig (06.11.2019)

Liebe Ramona, ich konnte mit den Härten, die der Herbst 1989 nach sich gezogen hatte, oft nicht richtig umgehen und war faktisch in der Zeit um die Jahrtausendwende aus der Bahn geschlittert! Damals hatte ich mich geschämt, dieses offen auszusprechen. Aber die vielen Gleichgesinnten, die ähnliche Schicksalsschläge verarbeiten mussten, gaben mir wieder Kraft! Ich danke dir von Herzen für die einfühlsamen Worte! LG. Michael


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