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„Der Travestie-Komplex“ von Karl-Konrad Knooshood

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Sonja-Soller (sonjasollerweb.de) 24.11.2019

Hallo Karl-Konrad,
eine schöne Vorstellung dich als Charleston-Girl zu sehen, mit Fransenkleid, Strapsen, Stirnband, Pumps und langer Zigarettenspitze.
Sich als Mann, als Frau zu verkleiden, aus Spaß an der Freude, ( wer kennt Charly's Tante nicht, und Helmut Zierl als Marianne Maiwald ) ist eine Sache. Travestie zu leben eine andere, da schlagen zwei Herzen in einer Brust. Frauen, die sich im Alltag als Mann "fühlen und so kleiden", haben es in der Regel leichter (es darf nicht übertrieben sein), als Männer, die sich als Frau "fühlen und als solche kleiden".
Meine Meinung: Wir sind alle Menschen, jeder sollte sich in die Haut stecken, in der er sich wohl fühlt. Es gibt nicht nur Drag-Queens, die Drag.Kings sind auch noch da.
In unserer Gesellschaft fehlt es da oft noch an Verständnis und Toleranz, sie scheint noch nicht bereit dafür.
PS.: War auch schon Mann: Tevje der Milchmann, Cowboy und Winnetou und Charleston-Girl.

Liebe Grüße aus dem heute tristen Norden (nur äußerlich)
schicke ich Dir so wie ich bin, Sonja

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (26.11.2019)

Danke, liebe Sonja, ja, das waren wilde Zeiten. Ich muss gestehen, dass das Ganze immer einen gewissen Reiz auf mich ausübte. Zwar bin ich gern Mann und liebe das Männliche, doch das Frauliche ist noch um viele Spuren schöner und angenehmer, viel leichter zu ertragen. Die Kleidung für Frauen ist natürlich exklusiv, und wenn man sie dauerhaft tragen würde, geriete man schnell in den Verdacht, Transvestit oder schwul zu sein. Was ja zum Glück nicht mehr allzu schlimm ist heutzutage, aber es kann noch etwas stören, wenn man deswegen komisch angeschaut wird. LG und immer das Beste. Karl-Konrad


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Margit Farwig (farwigmweb.de) 23.11.2019

Sie sind endlich angekommen, können sich geben wie es ihnen gefällt, sie sind nicht im allgegenwärtigen Menschensein auf die Erde gestoßen, sie mussten sich anpassen, weil die Norm nichts Gutes für sie bereit hielt. Keiner, der nicht in der Haut stecken muss, kann ermessen, was es heisst, nicht zur Masse zu gehören. Nun treten sie erleichtert und daher manmal überspannt auf. Ich habe Verständnis, lieber Karl-Konrad. Aber die Ausführungen lassen alles offen.
Herzlich Margit


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freude (bertlnagelegmail.com) 23.11.2019

Es lebe hoch die Travestie,
doch eine Frau, das war ich nie,
doch was nicht ist, kann ja noch kommen,
als Emanze dort aufgenommen.

Karl-Konrad, Schmunzelgrüße von Adalberta.


Renate Tank (renate-tankt-online.de) 23.11.2019


Aufgeschoben sind heute diverse Riegel,
und die schmerzhaften Zügel
werden nach und nach abgelegt.
Das Nichtgängige kämpft sich durch
- will auch bestehen und beachtet werden.
Auch hier zeigt sich eine Wandlung:
wird sie sich erden?

Hinter dieser "Komik" verstecken sich
Sehnsüchte...

Gedankengrüße von mir - Renate


tryggvason (olaf-lueken2web.de) 23.11.2019

Sehr gerne gelesen !
HG Olaf


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