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„Irren ist menschlich“ von Sonja Soller

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Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de)

07.01.2020
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Erstmalig empfehle ich auch mal eine Kurzgeschichte, keine von mir, sondern, Sonja, liebe Sonja, von Christa Astl "Der neue Lebensabschnitt", da geht es im Grunde auch um das Thema, das Du, wiedermal sehr gekonnt und dicht inklusive Pointe, in Deinem Gedicht aufs Tableau bringst. Man muss sagen: Müßiggang ist aller Laster Anfang oder Wer rostet der rastet oder so...Das wären Allgemeinplätzchen zum Aufbacken.
Die Lebenswelt der Gesellschaft hat sich verändert, sogar und auch für die Generation der zur Weimarer Republik-Zeit geborenen Kinder, die, etwa im Fall meiner Oma, leider bereits tot sind, zutreffend: War meine Oma zu ihrer Zeit (in meiner Jugend in den 90ern, gegen deren Ende meine Oma bereits 80 wurde) noch außergewöhnlich aktiv für Senioren ihres Alters, sind heutige Senioren viel aktiver, viel agiler, im Durchschnitt zumindest, als noch vor 20, 30, 50 Jahren. Während man vor 50 Jahren mit 60 schon quasi scheintot war, das Rentensystem so war, dass man früher als heute und mit mehr auf der hohen Kante in einen relativ sicheren Ruhestand gehen konnte (die Lebenserwartung in der frühen BRD der 50er Jahre war auch längst nicht so hoch wie heute), ist man heutzutage wohl mehr oder weniger gezwungen, weiter geistig wie körperlich agil zu bleiben, allein schon, da viele Rentner so wenig Rente bekommen, dass sie ergänzende Leistungen brauchen und/oder Pfandflaschen sammeln müssen. Man wird auch älter, bleibt länger fit und muss in fortgeschrittenem Alter noch lernen und mehr. Es ist hart. Das hast Du gut eingefangen. Natürlich fehlt einem ohne Arbeit oder Schule eben auch die Tagesstruktur.

LG und immer viel Agilität im Alter. Karl-Konrad

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Sonja Soller (07.01.2020):
Danke, lieber Karl-Konrad, für die Leseempfehlung. Habe die Geschichte gelesen. So geht es vielen Menschen, die in den Ruhestand gehen. Die ersten 3 Wochen kommen einen noch wie Urlaub vor, aber spätestens dann sollte man in die Realität zurückkehren. Es ist ja heute so, dass man sich innerlich darauf vorbereiten kann, nicht in allen Einzelheiten, aber doch im wesentlichen, man geht nicht taub und stumm durchs Leben und bekommt vieles mit. Es gibt viele Ruheständler, die sich schwer tun, ohne Frage, es gibt aber immer Möglichkeiten wieder Struktur in sein Leben zubekommen. Ob die Rente für den Lebensunterhalt reicht oder nicht, will ich hier außen vorlassen, es liegt immer an einen selber,etwas Neues zu beginnen. Möchte auch nicht auf die politische Seite eingehen oder ob jemand krank ist. Ich könnte viel unterschiedliche Situationen aufzählen, wo ein "Arbeiten" nach der Arbeit nicht möglich ist. Manchen fehlt einfach die Energie und die Freude auch im Rentenalter noch etwas zu bewegen.Ein neuer Lebensabschnitt hat angefangen, so ist es nun mal, dass muss aber erstmal im Kopf ankommen. Der "Ruhestand" sollte keine Strafe sein. Diese Erafhrungen habe ich in meinem Umfeld gemacht. Da ich ebenfalls im Ruhestand bin, kann ich vieles nachvollziehen, kann aber auch einiges nicht verstehen. Wir wissen, dass es nicht nur Sonnenschein gibt, auch Regenwolken ziehen auf und Sturm gibt es auch gelegentlich. Wir Ruheständler haben doch genug Erfahrung sammeln können um dem entgegezutreten. PS: Au, lese ich jetzt sofort. War heute Morgen zuerst im Garten, noch Blätter sammeln.. Die Linde wirft jedes Jahr mehr Blätter ab. Liebe Grüße und dass Du immer ausreichend Energie hast, Sonja

freude (bertlnagelegmail.com)

06.01.2020
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...Sonja, wer rastet, der rostet und so brauchen auch die Pensonisten und Rentner noch ihre Beschäftigung;-) das hält sie noch eine Zeit lang jung.
LG Bertl.

Sonja Soller (06.01.2020):
Genau so ist es lieber Bertl, nur sich regen bringt Segen (frei nach SoSo). Einen schönen Wochenanfang und herzliche Grüße aus Stade, Sonja

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