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„Die Wölfe“ von Klaus Lutz

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Solino10 (solino16yahoo.de) 07.01.2020

Hey Klaus, als ich deinen Text das erste Mal las, fiel mir die "Geschichte der zwei Wölfe" ein, wobei dies wohl eine Thema-Verfehlung wäre - denn hier sind beides Wölfe.
Beim zweiten Mal lesen fiel mir ein, wie es wohl im Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" gewesen wäre, wenn Geißlein sich nicht im Haus versteckt, sondern einfach ein paar Messer gepackt und den Wolf umgebracht hätten?? Das wäre wohl doch unangemessen und zu brutal, oder?
Beim dritten Mal lesen - wanderten meine Gedanken in die Tierwelt. Hier ist es normal, dass Löwen Gazellen jagen usw. - fragt hier jemand danach, wieso und warum, oder ob der Löwe dabei glücklich ist? Nein - das ist jetzt wohl zu viel Ironie. Es ist die Natur....hier gibt es Jäger und Gejagte. Ganz normal. Wir sind auch Natur - und was definiert "normal?"
Die Löwen jagen hauptsächlich aus Hunger und um zu überleben. Manchmal geht`s bei den Menschen auch um`s reine Überleben, leider.
Ehrlich gesagt, bin ich gerade erstaunt, was sich aus deinen Zeilen heraus lesen oder hinein interpretieren lässt.
Was hat dich veranlasst - diese Zeilen zu schreiben? Hmmm...
Was veranlasst die Schafe - sich nicht zusammen zu schließen, sich nicht zu wehren?
Mal angenommen, sie schließen sich zusammen, brechen aus ihrem Gehege aus und besiegen die Wölfe. Möglicherweise werden dabei ein paar Wölfe getötet. Könnte ein Schaf mit sowas mit seinem Gewissen vereinbaren? Geht das gegen seine "Natur?" Wäre es ohne den Schutz seiner vertrauten Umgebung überlebensfähig? Schafe leben normalerweise in einer Herde. Mit einem Schäfer.
Wird es, wenn es frei ist - in Zukunft ein Leben ähnlich dem Wolf führen?
Würde es das wollen?
Andere Frage: Bin ich ein Wolf? Oder du?
Oder doch ein Schaf? Oder irgendwie beides?
Jetzt fällt mir ein Video ein, das ich gestern gesehen habe. Ein Labyrinth aus Pappe, allerdings ohne Deckel, damit man es beobachten kann. Jemand setzt einen Hamster an den Eingang. Ehrlich gesagt - sind meine Gedanken ihm vorausgeeilt. Ich zeichnete mir die "Wege", die er gehen würde.
Doch - Überraschung. Was macht er? Du glaubst es nicht!
Gar nichts von all dem.
Ich könnte mir das Video zig mal ansehen! :) Das ist sooo herrlich.
Dem Hamster ist das Labyrinth schnurzegal. Er macht "Männchen" und hüpft einfach quer über alle Zwischenmauern auf die andere Seite zum Ausgang. Genial! Genial! Genial!
Das Leben ist immer wieder überraschend. Es gibt Möglichkeiten, die wir jetzt noch nicht sehen. Daran glaube ich ganz fest. Nein - ich weiß es, denn ich habe sowas schon mal erlebt.
Es braucht manchmal nur einen kleinen "Funken" - und schon ist alles anders.
Wart´s ab!! :)
Wow - das war jetzt eine ganz schöne Menge, ich hoffe, du hast Spaß beim Lesen, liebe Abendgrüße, Anita


Knorke Knoo (knorkeknooshoodgmx.de) 07.01.2020

Insbesondere betreffs der Lage in diesem Land ist das ziemlich akkurat, ein glatter Volltreffer von Dir, lieber Klaus. Im Grunde kann man die Situation nicht besser beschreiben, das klassische Bild der Wölfe versus die Schafe verwendend. Warum halten die Schafe bloß nicht zusammen? Wieso wehren sie sich nicht gegen der Wölfe Verzehren? Drum verteidigte Enzensberger vor langer Zeit die Wölfe gegen die Schafe (in seinem Fall: Lämmer), was Du natürlich sehr gut in eine Klage gegen die Wölfe umwandelst.

LG und unschaf sei man. Karl-Konrad


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