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„Auf der Kippe (harte Arbeit) (working at the trash dump)“ von Karl-Konrad Knooshood

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Margit Farwig (farwigmweb.de) 28.01.2020

Lieber Karl-Konrad,

auf alle Fälle ist der Abgleich am Abend der eines Menschen, der etwas geschafft hat, sich wohlig in diesem Zustand räkelt, keine nicht beantworteten Fragen hinter sich herschleppt, auf morgen verschiebt. Da ist die Frage aus meiner Geschichte "Gesicherte Zukunft" eines kleinen Jungen: Aus diesem Holz sind sie geschnitzt, die auf Fragen wie – was willst du denn später einmal werden – antworten: Müllmann, natürlich Sperrmüllmann, da braucht man nur die Mülltonnen zu leeren und wissen, wie man sich festhält. Mir geht es ähnlich, ich habe mich fast zum Daniel Düsentrieb entwickelt, weil ich alle techn. Probleme selbst löse. Z. B. Es fiel ein Meisenknödel mit Metallhaken-SForm vom Balkon. Aha, ich holte den Messerschärfer mit dem Magneten an der Spitze und dem Ring für Schnüre, in diesem Fall Paketband, fädelte es ein und ließ den Helfershelfer runter. Und siehe da, der Eisenhaken ließ sich andocken, ich zog langsam das Gebilde herauf und schwupp, war er hier. Allein dass ich davon erzähle zeigt schon, wie stolz ich auf mich bin. Ich könnte stundenlang von diesen Erfolgsgeschichten erzählen, wie witzig die manchmal waren. Und auch teure Handwerker hatten das Nachsehen...:-)) Eine Entscheidung wirst Du selber gewiss treffen, die sich auf Dein Ego bestens einstellen wird. Dazu wünsche ich ein gutes Händchen.
Herzliche Grüße und immer frohes "Schaffen". Aber Bücher kannste ja trotzdem schreiben über das Leben und Gedichte einsetzen. Wir sind jedenfalls sehr gespannt.
LG Margit

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (29.01.2020)

Liebe Margit, Du bist also sehr gut, geradezu perfekt, in der Lage, zu improvisieren. Diese Fähigkeit ist mir meistens auch gegeben (es sei denn, es sind keine Ressourcen fürs Improvisieren mehr da, das kann schon vorkommen), aber wenn man ein wenig technisches Verständnis hat, wie Du es Dir offenbar angeeignet hast oder es von vornherein in Dir hattest, ist vieles möglich. Das mit dem Verschieben auf morgen...eines meiner Probleme. Nennt sich wohl Prokrastination, unter der leide ich wahrscheinlich. Deshalb versuche ich jetzt sicher bald, etwas anderes zu finden, etwas, das zwar nicht mehr akademisch ist, mir aber die Sicherheit gibt, die Gewissheit, etwas geschafft zu haben am Tag (Tagwerk) und damit am Ende des Tages abschließen zu können, um am nächsten Tag weiterzumachen. Heute, zurzeit ist es eher noch so, dass ständig etwas droht: Klausuren, Hausarbeiten, im harmlosesten Falle noch Referate (während des Semesters), sonstige Leistungen, die jemand, der viele andere Interessen in seiner Freizeit verfolgt und eine Beziehung hat, nicht immer zur vollsten Perfektion erfüllen kann. Ergo muss mein Ego sich umstellen, das wird es. Ich muss nichts Großes erreichen (so mein aktueller Stand), um mich als Mensch vollständig/vollwertig und gut zu fühlen. Bücher werde ich gewiss noch schreiben, ob ich sie zu veröffentlichen versuche (an Verlag schicken und hoffen, dass eine Rückmeldung kommt), ist mir unbekannt. Natürlich wäre es schön, etwas zu hinterlassen, an dem sich weitere Generationen freuen oder aus dem sie ihre Lehren ziehen, doch das bleibt vielen von uns mehr oder weniger verwehrt. Hier auf Estories ist immerhin eine gute Möglichkeit, das Eigene zu publizieren, sodass es erhalten bleibt und vielleicht eines Tages Früchte trägt, von so vielen fähigen und brillanten Autoren/innen verfasst. Herzliche Grüße, liebe Margit, frohes Schaffen und Schreiben wünscht Dir: Karl-Konrad


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freude (bertlnagelegmail.com) 28.01.2020

...Karl-Konrad, probieren geht über studier'n,
jedoch für einen Müllmann hast du zuviel Hirn.

LG Adalbert

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (29.01.2020)

Na ja, lieber Adalbert, wer hat für was schon zu viel Hirn? Es mag zwar sein, dass ich auch etwas anderes könnte, aber momentan geht's mir damit nicht so gut. Also überlege ich, einfach was "Einfaches" zu machen, um mich in der Freizeit dem widmen zu können, das mir wichtig ist: Beziehung, Schreiben, Lesen (Zweit- und Drittgenanntes nur noch das, das ich freiwillig möchte und nicht, was fachlich vorgegeben oder empfohlen ist, was fürs Studium erarbeitet werden MUSS), mit meinen Katzen spielen und um meinen verlorenen Kater (am 04.01.2020 gestorben) trauern und evtl. ein neues Tier anschaffen etc. Dafür ist das nicht der schlechteste Job. Nun, man braucht vielleicht keinen scharfen Verstand dafür, doch dafür kann ich Letzteren ja in der Freizeit schärfen. Nun ja, versuchen kann man's. LG und danke sehr für Deine kurze, gedichtete Einschätzung. Karl-Konrad


Sonja-Soller (sonjasollerweb.de) 28.01.2020

Lieber Karl-Konrad,
Müllwerker war für viele kleine Jungs der Traumberuf; auf dem riesigen Müllwagen einmal mitfahren dürfen, das wärs.
Es ist ein schwerer Beruf, aber nicht der schlechteste. Ich habe Achtung vor den Menschen, die unseren "Müll" wegräumen.
Liebe Montagsgrüße und immer fröhlich bleiben, Sonja

 

Antwort von Karl-Konrad Knooshood (29.01.2020)

Danke, liebe Sonja, für Deine lieben und verständnisvollen und ermutigenden Worte. "Immer fröhlich bleiben", möchte ich versuchen, Du solltest Dir natürlich ebenso Deinen Frohsinn und Humor erhalten, was Du ja sichtbar tust (siehe Dein gestriges Gedicht über Holland und die Tulpen und den Rausch durch (Hasch?)Kekse). Als Kind, tja, da hatte ich gewiss auch diesen Traum, aber auch als Jugendlicher. Habe dann allerdings erst mal meine Schullaufbahn fortgesetzt, eine Ausbildung in einem miefigen Büroberuf gemacht (den ich hasste). Als kleines Kind wollte ich Feuerwehrmann werden, was wohl viele wollen, doch zu der Zeit wusste ich noch nicht, dass es über 1000 anerkannte Ausbildungsberufe nach dem deutschen Berufsausbildungsgesetz und noch einige angelernte Tätigkeiten gibt. Merkte später, dass ich für DEN heftigen Job nicht soo sehr geeignet wäre. Als Müllmann könnte ich es mir schon viel eher vorstellen, man hat geregelte Arbeitszeiten, muss zwar früh raus, ist aber auch früh wieder fertig, körperlich gefordert, an der frischen Luft etc. Man hat normal sein Wochenende (samstags ist selten, dass man da raus muss, es sei denn, es war ein Feiertag donnerstags oder so und man muss das Pensum aufholen), und da ich nicht gern in der Pflege arbeiten möchte (mit Menschen ist so eine Sache, kann ich zwar, ist aber nicht soo toll) und nicht an Sonn- und Feiertagen, käme etwa die höllische Gastronomie (erst recht Systemgastronomie à la McDONALDs) für mich nicht infrage. Hab eh nie gewusst, was ich mit diesem akademischen Kram anfangen soll. Wer nicht gerade selbst Dozent werden will (und dafür muss man viel besser sein als ich und noch den Master an den Bachelor hängen, evtl. später den Doktor machen), hat nicht unbedingt viele Möglichkeiten. Fürs Lehramt hab ich mich nämlich nicht eingeschrieben, sonst wäre das eine Perspektive. Eine aus der Hölle, denn heutige Kinder, Jugendliche...grauenhaft. Dann lieber Tonnenstemmen. LG und einen schönen Mittwoch, liebe Sonja. Karl-Konrad


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