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„Geduldete Gäste“ von Sonja Soller

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freude (bertlnagelegmail.com) 02.02.2020

Sonja, der Satz aus dem alten Testament, "Macht euch die Erde untertan", wurde oftmals falsch interpretiert. Dominium terrae (lat. für „Herrschaft über die Erde“) ist ein theologischer Fachbegriff für ein wirkungsgeschichtlich bedeutendes Motiv aus dem Alten Testament, nämlich den Auftrag Gottes an den Menschen, (Genesis 1,28 EU: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!“).
Waldbrände entstehen nicht immer von selbst, da wird oft nachgeholfen. Wir befinden uns noch in einer Eiszeit und es gab sie immer schon, Zeiten mit und ohne Eis. Für's Klima ist nicht nur der Mensch alleine verantwortlich, für die Umweltverschmutzung jedoch sehr wohl.
Deshalb sollte man dort ansetzen, wo sich die größten Umweltverschmutzer befinden und nicht dort, wo alles so schon bestmöglichst entsorgt wird.
Das meint mit lG, Adalbert.

 

Antwort von Sonja Soller (02.02.2020)

Hallo Adalbert, in gewisser Weise muss ich Dir unbedingt Recht geben. Das der Mensch an einigen Stellen (viele) das alte Testament falsch ausgelegt hat, ist nicht zu leugnen. Und Klimawandel hat es auch schon lange vor unserer Zeit gegeben, nur trägt der Mensch dazu bei, diesen Prozess zu beschleunigen, in dem er in den "ärmeren Ländern" Raubbau betreibt, Die Natur zerstört wird, um den Komfort der wohlhabenden Länder zu befriedigen. (Elektrofahrzeuge, Batterien , Handy's usw.). Da wo der Mensch in die Natur eingegriffen hat; Flüsse umgeleitet, Tagebau, Wälder abgeholzt, ganze Landstriche unbrauchbar gemacht. Dort treten Naturkatastrophen vermehrt und schlimmer auf, als wenn die Natur, Natur geblieben wäre, und da wo die größten Umweltverschmutzer sitzen, wird das Thema Klimawandel erfolgreich ignoriert. In dem Gedicht habe ich meine Gedanken aufgeschrieben, so wie ich den Umgang mit der Erde seh. Es ist ein unerschöpfliches Thema, das in der heutigen Zeit sicherlich nicht für jeden ein befriedigendes Ende findet. Noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße aus dem Norden, Sonja


Tensho (eMail-Adresse privat) 02.02.2020

Diese mahnenden Worte sind mehr als berechtigt. Aus den Worten müssten mehr Taten folgen. Hier steht der Mensch sich mit seinem Eigennutz mehr als nur im Wege. Ist da nicht schon der Abgrund?
HG und einen schönen Sonntag für dich, Bernhard

 

Antwort von Sonja Soller (02.02.2020)

Hallo Bernhard, mahnende Worte helfen leider nicht. Die Profitgier ist stärker als jede Vernunft. Es reicht den "Wohlhabenden Ländern" nicht, wohlhabend zusein, sie wollen von allem immer noch mehr. Eines Tages führt es uns dahin zurück, wo die Menschen noch in Höhlen und Bäumen gehaust haben (natürlich mit dem nötigen Komfort). Liebe Grüße aus dem Norden und Dir auch einen schönen Sonntag, Sonja


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