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„Nein!“ von Ramona Benouadah

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freude (bertlnagelegmail.com)

21.02.2020
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...Ramona, leider kommt immer alles wieder.
LG Bertl.

Ramona Benouadah (21.02.2020):
Lieber Bertl, herzlichen Dank. Ja, aber das Nazi-Problem war nie verschwunden. Die AfD macht den Hass auch wieder salonfähig. Sie kann der Funke sein, der alles zum Brennen bringen kann. Dann wird das Morden in Deutschland wieder Alltag. Liebe Grüße, Ramona

Michael Reissig (mikel.reiiggmail.com)

21.02.2020
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Liebe Ramona,
es ist schlimm gewesen. Die Brüche gehen mitten durch Familien und die Gewalt ist in vielen Gruppierungen und Strömungen unserer Gesellschaft zutiefst verankert. Was über den Täter bekannt wurde, ist dass dieser seit seiner Kindheit unter Wahnvorstellungen gelitten haben soll, was aber keinesfalls als Entschuldigung gelten kann. Wenn dem so gewesen sein sollte, erhebt sich für mich die Frage, weshalb der Täter Mitglied in einem Schützenverein werden konnte und es ihm trotz seiner Vergangenheit gestattet wurde, eine Waffe zu besitzen. Weitere Zusammenhänge müssen ja die Ermittlungen erst noch beweisen. Ausgrenzungen und Ablehnungen trieben diese Menschen , so hatten es Ereignisse in der Vergangenheit schon des Öfteren aufgezeigt, in die Radikalisierung. Ich selbst, was ich mir ehrlich eingestehen muss, würde auch ausgegrenzt, weil ich Probleme hatte, mich durchzusetzen. Dies hatte wiederum zur Folge, dass ich oft gemobbt wurde. Jedoch wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, wahllos auf Menschen zu schießen, obwohl nicht selten in mir die Wut hoch kochte, wenn alles an mir abprallte. Ein sehr schwieriges Thema, wobei die Ursachen für den Hass auch in unserer Gesellschaft zu suchen sind. Wenn Kindern schon frühzeitig suggeriert wird, dass sie nichts wert sind, weil sie in Bezug auf den Konsum nicht mithalten können, gibt mir das sehr zu denken. Und diese perversen Wertvorstellungen führten auch zu einer zunehmenden Verrohung der Sitten und hierbei frage ich mich, wo das noch hinführen soll!
LG. v. Michael

Ramona Benouadah (21.02.2020):
Lieber Michael, es tut mir sehr leid, dass du ausgegrenzt und ein Opfer von Mobbing wurdest. Solche schrecklichen Erfahrungen durchlebte ich auch schon in der Schule. Aber du bist stark, liebenswürdig und herzlich und natürlich könntest du niemals andere Menschen verletzen. Du hast die Hintergründe sehr gut durchleuchtet, aber es handelt sich hier um einen Rechtsextremen Terrorakt. Verwirrt oder nicht, der Täter hat gezielt Ausländer ermordet. Deutschland hat nach wie ein Nazi-Problem. Und ehrlich, was ich hier im Forum öfters für rassistische Anspielungen lesen muss, dass ist einfach nur widerlich. Die Nazis tragen heutzutage längst keine Springerstiefel mehr, nein, sie sind der Nachbar und Wut-Bürger von nebenan. Herzlichen Dank für deinen sehr emotionalen Kommentar. Liebe Grüße, Ramona

Goslar (karlhf28hotmail.com)

21.02.2020
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Liebe Ramona,

es gibt kaum noch Liebe unter den Menschen. Selbst in Familien geht es oft grausam zu. Siehe Hanau. Jeder ist sich selbst der Nächste....und so wachsen Kinder auf. Was kann man von ihnen später erwarten ?

Sehr realistisch dein Gedicht. Ein Spiegel der Zeit.

Herzlich Katr-Heinz

Ramona Benouadah (21.02.2020):
Lieber Karl-Heinz, ich danke dir herzlichst. Mein Gedicht ist auch realistisch. Deutschland hat nach wie vor ein Nazi-Problem. In Hanau: Das war ein Rechtsextremer Terrorakt. Der Täter ermordete gezielt Ausländer bzw. Menschen mit einem Migrationshintergrund, gezielt. Und die AfD macht den Hass wieder salonfähig. Sei froh, dass du in Kanada lebst, auch wenn du deine alte Heimat vermisst. Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Deine Lebensgeschichte berührt mich. Liebe Grüße, Ramona

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